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FF2/2001


vom:
April 2001


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FF2/2001:

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Erklärung des Frauenausschusses der IG Metall:

"In der Bundeswehr gibt es keine Selbstbestimmungsmöglichkeit"

Frauenausschuss beim Vorstand der IG Metall

Der Frauenausschuss beim Vorstand der IG Metall hat ausgehend vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Aufnahme von Frauen in die Bundeswehr Fragen der Gleichberechtigung und Gleichstellung in militärischen Institutionen betrachtet.


Dabei kommt der Frauenauschuss zu dem Schluss, dass die Einbeziehung der Frauen in die Armee einschließlich des "Dienstes" an Waffen keine Frage der Gleichberechtigung ist.

Es geht hier ausschließlich um eine formale Angleichung von Rechten. Deswegen sehen wir die Einbeziehung von Frauen in die Bundeswehr ausschließlich unter friedenspolitischen Aspekten.

Die Bundeswehr basiert auf Homogenität und Polarisierung, auf Befehl und Gehorsam.

Auch im historischen Rückblick lässt sich feststellen, dass Armeen immer die Funktion hatten, im Interesse von politischen und wirtschaftlichen Kräften die Gesellschaft anderer Länder zu unterwerfen, um damit Macht und Herrschaft auszuweiten.

Auch mit der "neuen" Rolle der Bundeswehr hat sich dies grundsätzlich nicht geändert. Die Bundeswehr braucht nach eigenem Verständnis heute mehr hochqualifizierte Soldaten, um als schnelle Einsatztruppe überall auf der Welt agieren zu können. Dazu werden Frauen mit ihren speziellen Kompetenzen und Qualifikationen als tatsächliche militärische Reservearmee gebraucht. In der Bundeswehr gibt es faktisch keine Selbstbestimmungsmöglichkeit.

Der Frauenausschuss beim Vorstand der IG Metall ist der Auffassung, dass der Wandel der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zur Angriffsarmee breit zu diskutieren ist.

Formale Gleichberechtigung allein bringt uns nicht weiter.

Wir fordern Gleichberechtigung in Beruf, Familie und Zivilgesellschaft. Dazu ist der Einsatz von Frauen in der Bundeswehr ungeeignet. Die "Gleichberechtigungsfalle Bundeswehr" ist keine Alternative für junge Frauen, die qualifzierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze brauchen.

Wir fordern alle jungen Frauen auf, nicht den scheinbaren Ausweg der "Sackgasse Bundeswehr" zu gehen.

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Kontakt: Frauenausschuss beim Vorstand der IG Metall, Lyoner Str. 32, 60528 Frankfurt, Tel.: 069/6693-0

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