Netzwerk Friedenskooperative



FF3/2001
Inhalt


vom:
Juni 2001

FF3/2001:

  Kurzmitteilungen

Kurzinfos








  
Soldaten

Potentielle Deserteure

Aus Anlass der Verleihung des Fritz-Bauer-Preises wegen des Desertionsaufrufes an die im Nato-Krieg gegen Jugoslawien beteiligten Soldaten hat das Komitee für Grundrechte jetzt eine kleine Schrift veröffentlicht: "Alle Soldaten sind potentielle Deserteure. Zu den Berliner Strafprozessen gegen diejenigen, die die Bundeswehr-Soldaten während des NATO-Bombenkrieges gegen Jugoslawien zu Kriegsdienstverweigerung und Desertion aufgerufen haben".

Die Broschüre enthält einen Aufsatz von Elke Steven zum Stand der Strafprozesse gegen die AufruferInnen (Erstveröffentlichung: Blätter für deutsche und internationale Politik, Heft 5/01 - hier auf S.3-8) sowie die Verteidigungsrede von Wolf-Dieter Narr, die er vor dem Landgericht Berlin gehalten hat (S. 9-31).

Preis: Einzelexemplar: 3,- DM Bestellungen (ausschließlich gegen Vorauskasse)

Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V., Aquinostr. 7-11, 50670 Köln













  
Dokumentation

Halbzeit für rot-grüne Perspektiven für Friedenspolitik?

Dokumentation der gleichnamigen Tagung am 27. Januar 2001 in München.

Die drei hier dokumentierten Referate geben einen knappen Überblick über zentrale und wesentliche Themenbereiche. Sie können als argumentative Grundlage dienen für die friedenspolitische Auseinandersetzung in diesem und im kommenden Jahr 2002, in dem die nächsten Bundestagswahlen stattfinden werden.

Bezug: Helmuth-Michael-Vogler-Bildungswerk der DFG/VK, Alte Allee 48, 81245 München, München 4/2001, 70 Seiten, DIN A5, Preis: 5,- DM zzgl. Porto













  
Ostermarsch 2001

Pressespiegel

Zu den Ostermärschen 2001 hat das Netzwerk Friedenskooperative einen Pressespiegel (PS) herausgegeben. Der PS umfasst sowohl lokale und überegionale Berichterstattungen wie auch Meldungen der Nachrichtenagenturen. 50 Seiten, 5,- DM zzgl. Porto, Bezug: Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn

Zusammenstellung Castortransport

Presse- und Hintergrundinfos Ebenfalls beim Büro gegen Kopierkosten erhältlich.






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FF3/2001
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AFK

"Christiane-Rajewsky-Preis"

- Nachwuchspreis Der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK)

Die AFK ist die interdisziplinäre Organisation der FriedensforscherInnen der Bundesrepublik Deutschland. Sie vergibt diesen Preis jedes Jahr. Er richtet sich an jüngere WissenschaftlerInnen oder Initiativen, die einen herausragenden Beitrag zur Friedens- und Konfliktforschung verfasst haben.

Einsendeschluss für Bewerbungen um den Preis des Jahres 2002 ist der 1. November 2001

Kontaktadresse: Vorsitzender der Jury des Christiane-Rajewsky-Preises, Prof. Dr. Werner Ruf, Universität Gesamthochschule Kassel, FB 5, Nora-Platiel-Str. 1,34109 Kassel, Tel.: 0561/804-3107, Fax: 0561/804-3464, E-mail:
ruf@hrz.uni-kassel.de













  
Bundeswehr

Ausstellungen

Auch im Jahr 2001 tourt die Bundeswehr wieder mit ihren drei Ausstellungen "durch die Lande". Wer den Besuch in seiner Stadt nicht unkommentiert lassen möchte, - bitte sehr. Im Büro Netzwerk Friedenskooperative kann eine Aktionshandreichung mit div. Praxisbeispielen gegen 6,- DM + 3,- DM Porto in Briefmarken bestellt werden.

Unser Heer:





Erlangen


28.06.-02.07.




Schwasdorf


12.-09.07.




Hardheim


13.-17.09.




Sinsheim


20.-24.09.




Bad Mergentheim


27.09.-01.10.




Heilbronn


04.-08.10.




Nürnberg


11.-15.10.





Unsere Luftwaffe:





Hildesheim (Flugplatz)


30.06.-01.07.




Perleburg (Flugplatz)


07.-08.07.




Falkenberg-Elster (Flugplatz)


14.-15.07.




Zweibrücken (Flughafen)


14.-15.07.




Mosbach (Flugplatz)


21.-22.07.




Gera (Flugplatz)


27.-29.07.




Lichtenfels (Verkehrslandeplatz)


03.-05.08.




Lippewiesen (Flugplatz Hamm)


04.-05.08.




Bielefeld (Flughafen)


18.-19.08.




Zwickau (Flugplatz)


18.-19.08.




Strausberg (Flugplatz)


24.-26.08.




Dinslaken (Verkehrslandeplatz)


25.-26.08.




Speyer


30.-02.09.




Worms (Verkehrslandeplatz)


08.-09.09.




Ailertchen (Flugplatz)


08.-09.09.




Lutherstadt Wittenberg


14.-16.09.




Schlatheim (Flugplatz)


15.-16.09.




Finsterwalde (Flughafen)


22.-23.09.





Unsere Marine:





Grömitz


12.-16.07.




Potsdam


25.-26.08.




Friedrichshafen


23.09-01.10.




Berlin


12.-14.10.




Hamburg


27.-04.11.




Leipzig


21.-25.11.



















  
UN im Portrait

Andreas Zumach: Basiswissen Vereinte Nationen

Ein kritisches Porträt der Weltorganisation: über ihre Geschichte und Zukunft, über Stärken und Schwächen, über Probleme und Perspektiven - verfasst von Andreas Zumach, der 1997 den Preis der UNO-Korrespondenten für die weltweit beste Berichterstattung über die Vereinten Nationen erhalten hat.

Zumach plädiert unter anderem für mehr UNO-Kompetenzen im Wirtschafts-, Sozial- und Umweltbereich, die Demokratisierung des Sicherheitsrates, eine Aufwertung der Generalversammlung und stärkere Mitwirkungsmöglichkeiten von Nichtregierungsorganisationen.

Andreas Zumach, geboren 1954, arbeitet als freier Journalist am UNO-Sitz in Genf.

Andreas Zumach: Basiswissen Vereinte Nationen, Lamuv Taschenbuch 308, ca. 160 Seiten, ca. 16,00 DM, ISBN 3-88977-616-7, Auslieferung: Oktober













  
Kinospot

"Deportation-class"

Am 28.5.1999 stirbt der sudanesische Flüchtling Aamir Ageeb an Bord des Lufthansa-Fluges LH 558 an den Misshandlungen der begleitenden Bundesgrenzschutz-Beamten. Er ist nicht das erste Todesopfer auf einem Lufthansa-Flug. Im August 1994 starb der Nigerianer Kola Bankole - gefesselt, geknebelt und "medikamentös ruhiggestellt". Konsequenzen für die BGS-Beamten: bisher keine. Und auch die Lufthansa ist mit rund der Hälfte aller Abschiebungen weiterhin der treueste Handlanger dieser tödlichen Abschiebepraxis. Dagegen richtet sich die deportation-class-Kampagne von "kein mensch ist illegal" und hat dazu einen (kurzen) Kino-Spot produziert. Er ist auf der Site von UMBRUCH zu sehen: http://www.umbruch-bildarchiv.de/video/deportation/lufthansaspot.html

Der 50-Sekunden-Kino-Spot ist in verschiedenen Formaten über: kmii-koeln@gmx.net zu bestellen. Kosten/Formate: VHS-Kopie 20,- DM / S-VHS-Kopie 25,- DM / 35-mm-Kino-Kopie 100,- DM

Ask your local cinema:

Um den Kino-Spot einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu zeigen, macht es Sinn, die örtlichen Kinos anzusprechen. Viele sind bereit, diesen und ähnliche Spots (kostenlos) in den Werbeblock aufzunehmen (wenn sie nett gefragt werden). Die Kosten für die 35-mm-Kopien müssen die Gruppen jedoch selbst aufbringen.

Begleitend zum Kino-Spot gibt`s eine Postkarte / einen Aufkleber, ebenfalls über obige mail-Adresse zu bestellen (100 Stück = 20.- DM).













  
FI Nottuln

Unterschriften für Untersuchungsausschuss zum Jugoslawienkrieg werden übergeben

Am 5. Juli werden die bundesweit zusammengekommenen Unterschriften für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Jugoslawienkrieg an Bundestagspräsident Thierse übergeben. (Siehe "FriedensForum" 2/01).

Der Untersuchungsausschuss soll feststellen, wie die Bundesregierung ihre Informationen über die Lage im Kosovo vor dem NATO-Luftkrieg 1999 abgesichert hat und ob sie Bundestag und Öffentlichkeit vollständig und wahrheitsgemäß informiert hat. Außerdem muss dringend geklärt werden, ob Entscheidungen des Bundestags unter falschen Voraussetzungen gefällt wurden. "Zu viele Ungereimtheiten tun sich auf", heißt es im Aufruf. Neben einzelnen Personen - darunter übrigens auch Dorothee Sölle und Fulbert Steffensky - haben sich zum Beispiel folgende Gruppen und Organisationen der Forderung nach einem Untersuchungsausschuss angeschlossen: Der Verein Aachener Friedenspreis, die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, der Bund für Soziale Verteidigung, der Deutsche Friedensrat, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), der Dietrich-Bonhoeffer-Verein, der Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock sowie zahlreiche lokale Friedensinitiativen und -gruppen. Auch zahlreiche Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen haben sich per Unterschrift der Aufforderung zur Untersuchung angeschlossen. Die Unterschriften-Aktion läuft natürlich weiter: Noch bis Ende Juni verschickt das Forum Ziviler Friedensdienst, Telefon 0228/9814515, Unterschriftenlisten und sammelt ausgefüllt Bögen.

Weitere Informationen
http://www.fi-nottuln.de und http://www.forumzfd.de













  
Komitee

Aktion Ferienpatenschaften 2001 für Flüchtlings- und Kriegskinder im ehemaligen Jugoslawien.

In diesem Sommer bittet das Komitee für Grundrechte und Demokratie im achten Jahr um "Patenschaften" für einen Erholungsaufenthalt für traumatisierte Flüchtlings- und Waisenkinder sowie für Kinder aus armen Familien aus allen Teilen des ehemaligen und des heutigen Jugoslawiens.

Bei der Aktion "Ferien vom Krieg" haben in den letzten sieben Jahren fast 12.000 an Leib und Seele verletzte Kinder miteinander schwimmen und toben oder sich ausruhen und aussprechen können. Im letzten Sommer fuhren 1.600 Kinder an vier Orte in Kroatien, Montenegro, Mazedonien und Kosovo.

Darunter waren drei Freizeiten, bei denen wir den Austausch zwischen den ehemaligen Feinden unterstützten. Bei drei weiteren Freizeiten trafen sich bosniakische (muslimische), kroatische und serbische Kinder aus den drei Einheiten Bosniens. Flüchtlingskinder aus der BR Jugoslawien und der Serbischen Republik konnten sich am Strand von Bijela/Montenegro erholen. Am schwierigsten waren die Planungen für die albanischen und serbischen Gruppen im Kosovo. Auch diese Kinder haben die Ferien genossen. In diesen Tagen (März 2001) spitzt sich die Lage in Mazedonien zu. Dort haben letzten Sommer albanische und mazedonische Kinder in sechs Gruppen am Ohrid-See gemeinsam die Ferien verbracht.

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung, um auch im Sommer 2001 mit unserer Aktion "Ferien vom Krieg" zu versuchen, den Frieden - mit den Kindern - von unten wachsen zu lassen.

Rückfragen bei:

 Helga Dieter, Flußgasse 8, 60489 Frankfurt, Tel.: 069/7892525, Fax: 069/78803666

 Pfr. Hubertus Janssen, Mainzer Str. 3, 65552 Limburg, Tel.: 06431/72583, Fax: 06431/74584

 Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V., Aquinostr.7-11, 50670 Köln, Tel.: 0221/9726930, Fax: 0221/9726931

Spendenkonto: Komitee für Grundrechte, Kto.-Nr. 801 3055 bei Volksbank Odenwald (BLZ 508 635 13)













  
Wege zum Friedensdienst

Informationsbroschüre zur Qualifizierung von Friedensfachkräften.

73 Profis der Friedensarbeit wurden in den vergangenen vier Jahren im konstruktiven Umgang mit Konflikten geschult und auf ihren Einsatz in Konfliktregionen vorbereitet.

Die neue Broschüre informiert darüber, wie die Schulung aussieht, welche Voraussetzungen mitzubringen sind und zeigt exemplarische Einsatzmöglichkeiten.

Auf insgesamt 28 Seiten kommen weiter die Trainer, Teilnehmende und die Organisatoren des Projektes zu Wort und vermitteln einen plastischen Eindruck von den Möglichkeiten praktischer Friedensarbeit.

Die Broschüre enthält auch einen Fragebogen für Interessent/innen an Einsätzen im Zivilen Friedensdienst.

Die Broschüre ist kostenlos (Rückporto erbeten) zu beziehen bei: AG Qualifizierung für Zivile Konfliktbearbeitung / Zivilen Friedensdienst, Wesselstraße 12, 53113 Bonn, Tel: 0228/9814473, Fax: 0228/9814475, e-mail: agqualifzierung@t-online.de













  
Broschüre

"Angola: Öl, Diamanten, ... Krieg"

Angola befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg. Es ist ein vergessener Krieg über den in unseren Tagesmedien kaum berichtet wird. Das Land ist von den Kämpfen gezeichnet, mehrere Millionen Minen wurden verlegt. Über 2,5 Millionen Menschen sind inner- und außerhalb des Landes auf der Flucht. Beide Kriegsparteien profitieren vom Diamanten- bzw. Ölhandel und haben so keinerlei Interesse, den Krieg zu beenden.

Und obwohl der Krieg so weit weg zu sein scheint, wird er von Deutschland aus unterstützt. Ganz oben stehen deutsche Banken, die in die Ausbeutung der neuen Ölfelder investieren. Auch in der Frage der Flüchtlingspolitik wird den Herrschenden in Angola zugearbeitet. Flüchtlinge, die sich dem Krieg und der Teilnahme daran entzogen haben, werden in den Asylverfahren abgelehnt und abgeschoben.

Die von Connection e.V. herausgegebene Broschüre berichtet umfangreich über den Krieg in Angola und über die Unterstützung der Kriegsparteien durch die Industrieländer. Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf Berichte über Aktivitäten gegen den Krieg gelegt. So kommen verschiedene Personen und Gruppen aus Angola zu Wort. Der in Berlin lebende Emanuel Matondo von der selbstorganisierten Angolanischen Antimilitaristischen Menschenrechtsinitiative berichtet über Desertion und Kriegsdienstverweigerung. Ergänzt wird dies durch Beiträge zur Flüchtlingspolitik in Deutschland.

Connection e.V. hat diese Broschüre im Zusammenhang mit einer Kampagne für angolanische Kriegsdienstverweigerer herausgegeben. Nähere Informationen dazu finden sich im Internet unter www.Connection-eV.de oder per Post über Connection e.V., Gerberstr. 5, 63065 Offenbach, Tel.: 069-82375534, Fax: 069-82375535, Email: office@Connection-eV.de. Dort kann auch die Broschüre für 5 DM + Porto bezogen werden.










E-Mail:   friekoop@bonn.comlink.org
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