15.02.2003: Europa gegen den Krieg


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15.02.2003


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15.02.2003: Europa gegen den Krieg

 Echo / Presse

Pressesplitter "Hörfunk", 15.02.03

div. Hörfunkstation

Quelle: Inforadio, SFB/ORB, 16 Uhr

Hunderttausende bei Friedensdemonstration

Mehrere hunderttausend Menschen haben am Nachmittag in Berlin gegen einen drohenden Irak-Krieg demonstriert.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich bis zu 500.000 Menschen an der Abschlusskundgebung am Großen Stern im Tiergarten, die

Auf Transparenten hieß es "Kein Krieg gegen den Irak" und "Krieg ist keine Lösung". Trotz einer gegenteiligen Aufforderung von Bundeskanzler Schröder nahmen auch mehrere Minister der Bundesregierung an der Grossdemonstration teil, darunter Heidemarie Wieczorek-Zeul, Renate Künast und Jürgen Trittin. Daneben kamen Bundestagspräsident Thierse sowie zahlreiche prominente Vertreter verschiedenster gesllschaftlicher Bereiche.

Zu der Veranstatung aufgerufen hatten über 40 Organisationen, darunter zahlreiche Friedensinitiativen, Gewerkschaften und Kirchenvertreter verschiedener Konfessionen.



Quelle: Inforadio, SFB/ORB, 16 Uhr

Antikriegskundgebungen in Europa

Auch in anderen großen Städten Europas haben die Menschen ihren Friedenswillen bekundet.

Im Zentrum der britischen Haupstadt London versammelten sich 250.000 Demonstranten. Sie trugen Plakate und Spruchbänder mit Aufschriften wie "Kein Blut für Öl" oder "Nein zum Krieg von Bush und Blair gegen Irak".

Auch in der schottischen Stadt Glasgow, wo die Labour-Partei des britischen Premierministers Blair einen Parteitag abhielt, zogen nach Angaben der Veranstalter rund 25.000 Demonstranten durch die Straßen. Blair gilt als engster Verbündeter der USA in der Irak-Frage.

Im niederländischen Amsterdam versammelten sich mehr als 20.000 Menschen. Großkundgebungen gegen einen Irak-Krieg fanden auch in Rom, Moskau und Madrid statt.



Quelle: hr, 16 Uhr

Demonstrationen für den Frieden

Über dreitausend Menschen haben sich am Samstag in Hessen an den weltweit stattfindenden Demonstrationen gegen einen Krieg im Irak beteiligt. Schauplätze der Märsche für den Frieden waren unter anderem Wetzlar, Frankfurt und Darmstadt.

Wetzlar zogen rund 1.500 Menschen durch die Innenstadt. Zu der Veranstaltung hatten die evangelischen und katholischen Kirchen, der DGB und verschiedene Friedens-Initiativen aufgerufen. "Die Zahl der Teilnehmer hat alle unsere Erwartungen übertroffen", sagte eine Sprecherin der kirchlichen Organisatoren. "Was wir fordern, ist ein Nein zum Präventivkrieg im Irak. Wir wollen aber auch Abrüstung insgesamt und ein Klima des Friedens in der Gesellschaft".

Frankfurt: "No War"

Rund 800 Menschen versammelten sich in Frankfurt auf dem Römerberg, um aus Kerzen den Aufruf "No War" (Keinen Krieg) zusammenzusetzen. Hunderte gingen auch in Wiesbaden, Limburg und Eschwege (Werra-Meißner) auf die Straße.

Viele Hessen demonstrieren auch in Berlin

In Darmstadt kamen etwa 500 Demonstranten zu einer Friedenskundgebung zusammen. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Am Morgen waren aus vielen hessischen Gemeinden Busse zu der zentralen Kundgebung nach Berlin aufgebrochen, wo sich rund 350.000 Kriegsgegner versammelten.



Quelle: Deutschland radio, 16 Uhr

In zahlreichen Ländern haben Millionen gegen den drohenden Irak-Krieg demonstriert.

An der zentralen deutschen Protestaktion in Berlin nahmen nach Schätzungen der Polizei bis zu 500-tausend Menschen teil. Der frühere DDR-Bürgerrechtler und Theologe Schorlemmer sagte auf der Abschlusskundgebung an der Siegessäule, Deutschland müsse alles dafür tun, dass Krieg nie mehr als gerechtfertigt gelte. Auch in Stuttgart kamen mehrere zehntausend Menschen zu einer Friedensdemonstration zusammen.

Proteste gab es unter anderem ebenso in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. In Rom fanden sich eine Million Menschen ein, in London waren es 200-tausend. Auch in etlichen spanischen Städten gab es Kundgebungen. Die größten werden für den Abend in Madrid und Barcelona erwartet. Angekündigt ist darüber hinaus eine Demonstration in New York. In Paris zogen Zehntausende durch die Stadt. In Athen setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein, als Gewalttäter im Anschluss an eine Kundgebung versuchten, auf das Gelände der amerikanischen Botschaft zu gelangen. In der syrischen Hauptstadt Damaskus gingen 200-tausend Menschen auf die Straße, in Bagdad waren es mehrere zehntausend.



Quelle: Bayerischer Rundfunk, HF Nachrichten, 16 Uhr

500.000 Menschen demonstrieren in Berlin

Berlin: In Berlin läuft zur Zeit die größte Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach Angaben der Polizei sind es rund 500.000 Menschen, die gegen einen Irak-Krieg demonstrieren und jetzt an der Abschlusskundgebung teilnehmen. Der Theologe und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Friedrich Schorlemmer, sagte, die US-Regierung wolle einen Krieg und suche dafür eine Koalition der Kriegswilligen. Dem, so Schorlemmer, sollte eine Koalition der Friedenswilligen entgegengesetzt werden. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bsirske, warnte vor einem Krieg, der vor allem Tote unter Zivilisten nach sich ziehen würde. In rund 600 Städten auf der Welt gibt es heute Anti-Kriegs-Demonstrationen. Demonstriert wird unter anderem in London, Rom, Athen, Brüssel, Kopenhagen, Sofia und Moskau.



Quelle: WDR Hörfunk-Nachrichtenredaktion, 15.02.03, 11 Uhr

Weltweit Demonstrationen gegen Irak-Krieg

Weltweit finden heute Demonstrationen gegen einen drohenden Irak-Krieg statt.

In Berlin hat ein Bündnis von Friedensgruppen und Gewerkschaften zu Protesten aufgerufen. Es werden mehr als 100.000 Teilnehmer erwartet. An der Demonstration wollen sich auch einige Bundesminister beteiligen, obwohl Bundeskanzler Schröder sie gebeten hatte, der Kundgebung fernzubleiben. Auch in vielen weiteren Städten Deutschlands sind Proteste angekündigt, unter anderem in Düsseldorf.

In Neuseeland und mehreren asiatischen Staaten haben die Friedenskundgebungen bereits begonnen. Über dem Hafen von Auckland wurde ein Transparent aufgehängt mit der Aufschrift: "Kein Krieg - Frieden jetzt".



Quelle: infoRadio, Berlin 15.02.2003, 12:00

Demo in Neuseeland und der Welt

Mit mehreren Kundgebungen in Neuseeland haben die weltweit geplanten Protestveranstaltungen gegen einen Irak-Krieg begonnen.

Tausende Demonstranten im ganzen Land forderten einen Verzicht auf eine Militäraktion gegen die Regierung in Bagdad. Auch in weiteren Städten Asiens kam es zu Antikriegskundgebungen. In Bangkok und Malaysia zogen die Demonstranen vor die US-Botschaften.

In Australien hatten bereits gestern 150.000 Menschen in Melbourne gegen einen Irak-Krieg protestiert.

In Europa und den USA bereiten sich die Behörden währenddessen auf die angekündigten Protestveranstaltungen vor. Allein in London hoffen die Organisatoren auf 500.000 Teilnehmer. Zu der größten deutschen Demonstration in Berlin werden 100.000 Demonstranten erwartet.



Quelle: hr, 15.02.03, 11 Uhr

Irak-Krise: Friedensdemonstration in Wetzlar

Parallel zu der Großdemonstration in Berlin gehen heute auch in Wetzlar Menschen für den Frieden auf die Straße.

Unter dem Motto "Aufstehen für Frieden und Gerechtigkeit - Kein Krieg im Irak" hatte ein Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften und Friedensinitiativen zur Teilnahme aufgerufen.

Nach einer Demonstration, einer Kundgebung und einem Schweigemarsch zum Dom ist um 13 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet geplant. Mit Unterschriftenlisten soll die Position der Bundesregierung, sich nicht an einem Präventivkrieg zu beteiligen,unterstützt werden.



Quelle: ndr, 15.02.2003, 11.15 Uhr

DEMONSTRATIONEN GEGEN EINENEN

IRAK-KRIEG Berlin. In mehreren deutschen Städten kommt es heute zu Demonstrationen gegen einen Irak-Krieg. Die größte Kundgebung findet in Berlin statt. Nach Angaben der Polizei werden in der Hauptstadt bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet. Zu der Aktion haben unter anderem die Grünen, die PDS sowie Kirchen und Gewerkschaften aufgerufen. Gegen den erklärten Wunsch von Bundeskanzler Schröder wollen auch die Minister Künast, Trittin und Wieczorek-Zeul an der Veranstaltung teilnehmen. Demonstriert wird heute auch in mehr als 60 anderen Ländern weltweit. Allein in London erwarten die Veranstalter eine halbe Million Menschen. Bereits gestern waren unter anderem in Japan und Australien Tausende gegen einen Irak-Krieg auf die Straßen gegangen



Quelle: orb, 15.02.03, 08:49

Friedensdemonstration in Berlin

Gegen einen Irak-Krieg wollen am Samstag in Berlin Tausende Menschen protestieren.

Der aus rund 50 Organisationen bestehende Trägerkreis "Aktionsbündnis 15. Februar" erwartet mehr als 100.000 Teilnehmer. Die Demonstration ist Teil einer europaweiten Aktion gegen die drohende Kriegsgefahr im Irak. In 43 weiteren europäischen Städten sollen ähnliche Kundgebungen stattfinden. In Deutschland gibt es eine zweite zentrale Demonstration in Stuttgart.

Die beiden Aufzüge in Berlin starten vom Alexanderplatz und vom Breitscheidplatz. Die Abschlusskundgebung ist am Großen Stern geplant. Auf der Kundgebung werden neben ver.di-Chef Bsirske auch der ehemalige Bürgerrechtler und Theologe Schorlemmer reden. Der Liedermacher Reinhard Mey und die ostdeutsche Rockband Puhdys unterstützen das unter anderem aus Gewerkschaftsorganisationen, kirchlichen Jugendgruppen und Friedensinitiativen bestehende Aktionsbündnis ebenfalls.

An dem deutschlandweit größten Friedensmarsch wollen entgegen einer Bitte von Bundeskanzler Gerhard Schröder auch die Minister Jürgen Trittin, Renate Künast und Heidemarie Wieczorek- Zeul teilnehmen. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat sein Kommen angekündigt.



Quelle, Radio EINS, orb, 15.02.03

Radio EINS begleitet große Friedensdemo in Berlin am Samstag

Berlin erwartet am kommenden Samstag eine der größten Friedensdemonstrationen der letzten Jahre. Die Teilnehmer wollen Nein zu einem Irak-Krieg sagen.

Radio EINS widmet dem weltweiten Aktionstag gegen den Irak-Krieg eine fünfstündige Sondersendung von 14.00 bis 19.00 Uhr. Radio EINS Reporter berichten von den beiden Demonstrationszügen in Berlin, die sich von der Gedächtniskirche bzw. vom Alexanderplatz in Marsch setzen und sind bei der Abschlusskundgebung zwischen Brandenburger Tor und Reichstag live dabei.

Im mobilen Radio-EINS-Studio am Potsdamer Platz erwartet Moderator Andreas Ulrich kompetente Gesprächspartner zum innen- und außenpolitischen Streithema Nummer 1. Zu Wort kommen u.a. Berlinale-Stars, die sich zu einem drohenden Krieg

gegen Irak äußern, sowie Exil-Iraker, die in Berlin eine zweite Heimat gefunden haben.



Quelle: swr, 15.02.03

Berlin: Anti-Kriegs-Demo in Berlin

In diesen Minuten beginnt die Groß-Demonstration gegen einen Irak-Krieg. Dazu aufgerufen haben Kirchen, Gewerkschaften, Friedensgruppen sowie die Grünen und die PDS. Auch mehrere Bundesminister haben ihre Teilnahme angekündigt. Die Veranstalter rechnen mit rund 100-tausend Demonstranten. Auch in anderen deutschen Städte sind Anti-Kriegs-Demonstrationen geplant. Die größte Kundgebung an diesem weltweiten Aktionstag wird es wahrscheinlich in London geben. Dort erwarten die Veranstalter rund 500-tausend Menschen. In Rom rechnet man mit 300-tausend Demonstranten. Weitere Protestveranstaltungen sind in Paris, New York und San Francisco vorgesehen.



Quelle: swr, 15.02.03

Stuttgart: Demos am Aktionstag gegen Irak-Krieg

Anlässlich des europaweiten Aktionstages gegen den drohenden Irak-Krieg finden auch in Baden-Württemberg am Samstag zahlreiche Demonstrationen statt.

Zur Stunde demonstrieren in Stuttgart mehrere tausend Teilnehmer. Um fünf vor zwölf begann auf dem Stuttgarter Schloßplatz eine Kundgebung. Zu den Veranstaltern der Antikriegsdemonstration zählen Gewerkschaften, Kirchen und Globalisierungskritiker. Auch in Konstanz, Ravensburg, Friedrichshafen und Heilbronn wollen Menschen auf die Straßen gehen.



Quelle: swr, 15.02.03, 11 Uhr

Proteste gegen drohenden Irak-Krieg

Zu Protesten gegen einen drohenden Krieg im Irak werden in Rheinland-Pfalz und Luxemburg am Samstag mehrere tausend Menschen erwartet.

In Mainz wollen sich die Demonstranten am Mittag versammeln und zu einer Kundgebung vor dem Staatstheater ziehen. In Landau, Speyer und Neuwied haben die Protestaktionen bereits begonnen. Zu den Protesten haben Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Friedensinitiativen aufgerufen. Im benachbarten Luxemburg wollen die Menschen unter dem Motto "Für den Respekt des Völkerrechts, nein zum Krieg gegen den Irak" auf die Straße gehen.



Quelle: Bayerischer Rundfunk, 15.02.03, 11 Uhr

Weltweit Demonstrationen gegen einen Krieg im Irak

Berlin: In zahlreichen Staaten der Welt wollen heute Millionen Menschen gegen einen drohenden Irak-Krieg demonstrieren. Protestveranstaltungen sind unter anderem in New York, London und Paris geplant. In Berlin werden zu einer Großkundgebung in gut einer Stunde mehr als 100.000 Menschen erwartet. An ihr wollen Vertreter von Kirchen und Gewerkschaften, aber auch prominente Politiker der Bundesregierung teilnehmen - obwohl Bundeskanzler Schröder dagegen ist.



E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org

Website: www.friedenskooperative.de
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