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![]() 20.03.2004 Aktionstag gegen Krieg vom: 20.03.2004 | 20.03.2004: Internat. Aktionstag gegen Krieg: Kundgebung Ramstein Ich bin aus New York gekommen ... Rede Mike Mc Cally Liebe Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde gegen Krieg und Atomwaffen! ![]() Aus vielen Gegenden Deutschlands sind Sie hierher gekommen. Ich bin aus Amerika " aus New York gekommen, um mit Ihnen gegen das Verbrechen und die Unmoral von Atomwaffen zu protestieren. Wir sind in Ramstein, weil hier ganz in der Nähe amerikanische Atomwaffen gelagert sind! Wir protestieren als Deutsche und Amerikaner, als Bürger der Weltgemeinschaft! Wir sind vereinigt durch unsere Humanität und unsere gemeinsame Vision von einer Welt ohne Atomwaffen. Wir fordern laut und eindringlich, dass diese Massenvernichtungswaffen aus Deutschland entfernt und zerstört werden! Wir fordern die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen! Ich bin Amerikaner und von Beruf Arzt und klinischer Professor. Ich spreche hier nicht gegen mein Land, sondern gegen die unverantwortliche Atomwaffenpolitik meiner Regierung. Anstatt die Zahl der Atomwaffen kontinuierlich zu vermindern und schließlich ganz abzubauen, plant die Regierung von Präsident George W. Bush die Entwicklung neuer Nuklearwaffen für den Kampfeinsatz und zum Brechen von Bunkern. Atomwaffen sollen also weiterhin fester Bestandteil der amerikanischen Armee bleiben, um damit "die Freiheit Amerikas verteidigen zu können". Aus diesen Gründen lagern noch immer Atombomben und Raketen in Deutschland, auch hier in Ramstein! Damit gibt Amerika ein schlechtes Beispiel für die Welt. Es ist doch klar, dass immer mehr Länder auch über eigene Atomwaffen verfügen wollen, um sich nicht erpressen lassen zu müssen, "um die eigene Freiheit verteidigen zu können". China, Israel, Indien, Pakistan, Nord Korea sind beste Beispiele, und natürlich will auch Russland nicht unterlegen sein. Wir befinden uns wieder auf dem Weg zu einem geheimen nuklearen Wettrüsten. Die Gefahren der Weitverbreitung von Atomwaffen in anderen Ländern sind also sehr groß, aber sie können auch in die Hände von Terroristen gelangen. In den USA herrscht seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington, und nach dem Irakkrieg, die große Furcht, dass es auch zu einem Atom-Terroranschlag in New York, London oder Madrid kommen könnte. Nach den schrecklichen Attentaten jetzt in Madrid am 11. März sind solche Befürchtungen noch berechtigter! |
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20.03.2004 Aktionstag gegen Krieg | Wir müssen gegen die Atomwaffenpolitik Amerikas und der NATO sowie Russlands protestieren, wir müssen fordern, dass die internationalen Verträge, wie des Nichtverbreitungsvertrages mit seinem Artikel VI eingehalten werden, die den Abbau und schließlich die Beseitigung aller Atomwaffen festgelegt haben! Meine Damen und Herren, als Ärzte wissen wir, dass die Verhütung von Krankheiten immer dann wichtiger als deren Behandlung ist, wenn mit der Behandlung die Krankheit nicht mehr beseitigt werden kann, denken Sie nur an AIDS. Genau das trifft für die Folgen von Atomwaffen zu: Eine einzige Atombombenexplosion in oder über einer Stadt, zum Beispiel durch Unfall, oder durch Krieg oder durch Terroristen würde ungeheuerliche Verwüstungen, Verstrahlungen und Verbrennungen sowie einen Massentod verursachen. Es gäbe dann keine wirksame Hilfe. Daher müssen wir auch fordern, dass alle nuklearen Materialien, die für den Bau von Atomwaffen Verwendung finden können, streng kontrolliert werden und nicht global gehandelt und verkauft werden, wie es der pakistanische Atomwissenschaftler Aq Khan offenbar getan hat. Wir müssen aber nicht nur vor den Gefahren der Atomwaffen warnen, sondern auch sogenannte Vorbeugungskriege strikt ablehnen. Heute wird von den Regierungen Amerikas und Großbritanniens behauptet, der Irakkrieg sei notwendig gewesen, obgleich man keine Massenvernichtungswaffen gefunden hat. In Amerika haben vor Ausbruch des Krieges Millionen Amerikaner auf den Strassen gegen Krieg demonstriert. Sie haben die couragierte Opposition des Deutschen Volkes und seiner Regierung bewundert und dankbar begrüsst. Jetzt befindet sich die USA wieder in kritischen Kampagnen: Unsere Nation ist geteilt, etwa 50% stimmen der Politik der Bush-Regierung zu, die anderen 50% sind strikt gegen die Demonstrationen, wie hier in Ramstein und an anderen Orten Deutschlands und der Welt werden von der amerikanischen Bevölkerung sehr genau beachtet. Daher die große Bedeutung auch der heutigen Demonstration vor dem amerikanischen Militärflughafen in Ramstein. Es muss die Aufgabe der Friedensbewegung sein, der amerikanischen Bevölkerung und somit der amerikanischen Regierung klar zu machen, dass es eine Torheit ist, mit sogenannter vorbeugender militärischer Gewalt Politik treiben zu wollen, in einer Welt, die über Atomwaffen verfügt. Wir müssen die Vorzüge einer multilateralen Außenpolitik und einer gestärkten Organisation der Vereinten Nationen klar machen. Wir müssen auf die Notwendigkeit hinweisen, die Armut in der Welt zu vermindern, für Nahrung und sauberes Wasser, für die Zweidrittel der darbenden Weltbevölkerung zu sorgen, anstatt das Geld für Waffen und Militär auszugeben. Wir müssen über die Ursachen von Gewalt und Terror sprechen und diese abstellen! Nur so haben wir eine Chance, dass Terror verschwindet und Frieden einzieht. Liebe Freunde und Freundinnen für Frieden und gegen Atomwaffen, ich bin sehr froh, heute hier mit Ihnen zusammen zu stehen. In diesem wichtigen Protest für Frieden ist Stillhalten tödlich, wie die Botschaft unserer Demonstration lautet. Ja, in der Tat, es ist tödlich, sich nicht laut und deutlich gegen Krieg und Atomwaffen auszusprechen! Vielen Dank, dass Sie mich eingeladen und mir zugehört haben. E-Mail: ippnw@ippnw.de Internet: http://www.ippnw.de | ||
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