60 Jahre Befreiung


 nächster

60 Jahre Befreiung/Kriegsende 1945

 Pressemitteilungen

Friedensinitiativen verbinden Gedenken an Kriegsende mit aktuellem Engagement gegen Neonazismus, Fremdenfeindlichkeit und Kriegen weltweit

PM: Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zum 60sten Jahrestag

Netzwerk Friedenskooperative

Allein in der ersten Maihälfte verzeichnet der Terminkalender des Netzwerks Friedenskooperative mehr als 150 Gedenkveranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen von Friedensgruppen zum 60sten Jahrestag der Befreiung. Die Friedensinitiativen in der Bundesrepublik verbinden das Gedenken an das Kriegsende vor 60 Jahren mit dem heutigen Engagement gegen Neonazismus, Fremdenfeindlichkeit und Kriegen weltweit.

Die damalige Lehre "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg!" lasse sich nicht aufspalten, erklärt das Friedensnetzwerk. Gruppen der Friedensbewegung fordern deshalb zum Jahrestag eine Ächtung aller Kriege und wenden sich gegen die Beteiligung der Bundesregierung an "Anti-Terror"-Kriegen und militärische Interventionen. Vielmehr müsse das Instrumentarium an zivilen Instrumenten und Methoden voll entfaltet werden, um Konflikte in und zwischen Staaten auf friedlichem Weg zu bearbeiten. Darin liege auch das Potential für eine Europäische Union als "Friedensmacht" und faire Partnerin der Länder des Südens und der arabisch-islamischen Welt.

Im 60sten Jahr der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fordern Friedensorganisationen erneut die Abschaffung aller Atomwaffen. An den Aktionen zur Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NPT) in New York ist der deutsche Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen!" engagiert beteiligt. In einer gemeinsamen Aufruf und Zeitungsanzeigen fordern Friedensorganisationen von der Bundesregierung den Verzicht auf die atomare Teilhabe im Rahmen der NATO und Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Deutschland, sowie ein Ende der Rüstungsexporte und der Umrüstung der Bundeswehr zur Interventionsarmee.

Friedensgruppen beteiligen sich zahlreich an den Versuchen, Neonazis-Aufmärsche zum 60sten Jahrestag des Kriegsendes zu verhindern. Die bundesdeutsche Gesellschaft trage die Verantwortung für die Bewahrung der Lehren aus dem Holocaust für die Gegenwart. Das Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und die entschiedene Ausgrenzung von Neonazis müsse selbstverständliche Leitlinie sein, so die Friedenskooperative.

Eine Übersicht von Veranstaltungen zum 60sten Jahrestag findet sich unter:

http://www.friedenskooperative.de/60bfterm.htm

Erklärungen und Aufrufe unter:
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/60jahre.htm



Manfred Stenner
Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative


E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org
 nächster




       
Bereich:

Netzwerk
Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
          
Themen   FriedensForum Ex-Jugo Termine   Aktuelles