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Antikriegstag 2003


vom:
14.08.2003


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Antikriegstag 2003:

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Am 1. September Antikriegstagsveranstaltung im Gewerkschaftshaus:

Die Bundeswehr auf dem Weg zur Interventionsarmee?

Friedensplenum Mannheim

Presserklärung, 13. August 2003

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall des faschistischen Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa: 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetmenschen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt, Tausende von Dörfern und Städten wurden zerstört. Den Höhepunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Der 1. September, der in der Öffentlichkeit leider in "Vergessenheit" geraten ist, wird seit vielen Jahren von den Gewerkschaften und der Friedensbewegung als "Antikriegstag" begangen. Der Schwur der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!" ist das Leitmotiv der Mahn- und Gedenkveranstaltungen zum Antikriegstag.

Das Mannheimer Friedensplenum widmet sich anlässlich des diesjährigen Antikriegstages der Entwicklung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee, die weltweit zum Einsatz gelangen soll. Das Konzept vom "Angriff als die beste Verteidigung" mag bei einigen Sportveranstaltungen zu ausgesprochen attraktiven Auseinandersetzungen führen. Im militärpolitischen Kontext bedeutet dies jedoch die Anerkennung von Krieg als einem normalen Mittel der Politik. "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt" sagte Verteidigungsminister Peter Struck am 5. Dezember 2002 im Bundestag. Damit war vorweggenommen, was am 21. Mai 2003 in den "Verteidigungspolitischen Richtlinien" als zukünftiges strategisches Konzept vorgestellt wurde: Das Ende der Bundeswehr als Armee zur Landesverteidigung und ihre Umgestaltung zur weltweit agierenden Interventionsarmee. Die entscheidende Institution, über die der Aufstieg zur militärpolitischen Mittelmacht vollzogen wird, ist die EU. Die wesentlichen Elemente der neuen "Verteidigungspolitischen Richtlinien" im Kontext mit der EU-Militarisierung bilden den Inhalt eines Referates von Till Gocht von der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen, der vom Friedensplenum zum Antikriegstag eingeladen worden ist. Die Informations- und Diskussionsveranstaltung findet am 1. September um 19.30 Uhr im Mannheimer Gewerkschaftshaus statt. (Der Eintritt ist frei.)

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Antikriegstag 2003
Wir bitten Sie, mit einem redaktionellen Hinweis über unsere Veranstaltung vorab zu berichten und laden Sie am 1. September um 19:30 Uhr zur Berichterstattung sehr herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Mathias Kohler



Kontakt: FRIEDENSPLENUM MANNHEIM, p.A. Mathias Kohler, Blumenstr. 18, 68199 Mannheim, Tel.: 0621/85 32 72, Fax: 0621/84 15 573, Funktelefon: 0172 - 63 00 316



E-Mail:   friedensplenum.mannheim@gmx.de
Internet: http://www.frieden-mannheim.de
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