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Antikriegstag 2003


vom:
15.08.2003


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Antikriegstag 2003:

  Aufrufe/Aktionshinweise

"Recht vor Macht"

Friedensforum Osnabrück-Münster

Einladung

Aufruf "Macht vor Recht"



Einladung

zur Auftaktveranstaltung "Recht vor Macht" am 19. August 2003, 19.00 Uhr, in den Friedenssälen der Rathäuser zu Osnabrück und Münster

Mit der Friedenskette am 29. März 2003 zwischen Münster und Osnabrück wurde ein Signal gesetzt das national und international Beachtung fand. Viele Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Institutionen aus den Städten und der Region des Westfälischen Friedens haben sich damit deutlich gegen einen Krieg gewandt, der gegen die Grundlagen des Völkerrecht verstößt. Von den kriegführenden Staaten im Irak und dem gesamten Nahen Osten wird dieses Völkerrecht weiterhin täglich in Frage gestellt.

Wir, die Initiatoren der Friedenskette, möchten nicht nachlassen, eine Friedenskultur zu entwickeln, die von den Menschen und der sie tragenden Gesellschaft ausgeht

Wir haben uns daher zusammengeschlossen zum "Friedensforum Osnabrück-Münster".

In der Tradition des Westfälischen Friedens haben wir den beigefügten Aufruf "Recht vor Macht" formuliert, um die Vereinten Nationen als demokratische Institution zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Wir laden Sie ein in den Friedenssaal des Rathauses zu Osnabrück zu der Auftaktveranstaltung "Recht vor Macht" am Dienstag, den 19. August 2003 um 19 Uhr

Ablauf

Begrüßung: Frau Bürgermeisterin Karin Jabs-Kieser, Osnabrück

Vorstellung des Aufruft: Martin Wolter, Osnabrück; Mark Dingerkus, Münster

Unterzeichnung des Aufrufs

Wir rufen sie auf Frieden als Aufgabe für die Menschen zu begreifen, das Völkerrecht zu stärken und den Aufruf "Recht vor Macht". zu unterzeichnen.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen, bitten wir um Rückmeldung auf beigefügter Postkarte.

Der Aufruf wird am 1. September 2003, dem internationalen Antikriegstag, in den örtlichen Zeitungen in Osnabrück und Münster veröffentlicht werden.

Wenn Sie die Anzeige unterstützen möchten, bitten wir Sie um einen Beitrag von 10 EURO.

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Antikriegstag 2003


"Recht vor Macht"

Aufruf ausgehend vor Bürgerinnen und Bürgern der Städte des Westfälischen Friedens, Osnabrück und Münster

Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde erstmals dem Prinzip "Recht vor Macht" Geltung verschafft. Er war damit der erste europäische Friedensschluss, der Regeln und Instrumente schuf für das Zusammenleben der Völker, der Nationen und der Religionen. Deutschland löste maßgeblich den I. wie den II. Weltkrieg aus. Diese historischen Erfahrungen und die daraus erwachsene Verantwortung verpflichten uns.

Nach den Weltkriegen schuf die Gemeinschaft der Völker der Welt die Grundlagen des heutigen Völkerrechts. Diese Errungenschaften sind heute akut gefährdet. Der Irak-Krieg der USA und ihrer Kriegskoaltion macht das deutlich. Die Regierung der USA strebt eine unangefochtene weltweite Hegemonie an.

Die Völker und Staat sind konfrontiert mit großen Gefahren:

 Sie sind bedroht in ihrem Bestand mit ihren unterschiedlichen und vielfältigen Kulturen, Religionen, sozialen und historischen Besonderheiten.

 Sie sind bedroht durch weitere kriegerische Auseinandersetzungen, mit denen insbesondere Regierungen von Industrienationen ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen weltweit durchsetzen wollen.

 Sie sind bedroht durch den fortschreitenden weltweiten Raubbau an der Natur und an den Rohstoffen ohne Rücksicht auf die damit verbundene Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Recht und Frieden vor Macht und Krieg

Wir rufen dazu auf, das Völkerrecht und die Grundlagen für ein nachhaltiges Leben auf der Erde nicht dem Machtstreben einzelner Länder und ihrer Regierungen unterzuordnen.

 Die Vereinten Nationen (UN), die zentrale Einrichtung der Weltvölkergemeinschaft, müssen gestärkt und unterstützt werden. Einzig ihre Organe sind legitimiert, über militärische Maßnahmen zwischen und gegen einzelne Staaten zu entscheiden.

 Die Vereinten Nationen müssen nach rechtsstaatlichen und demokratischen Gesichtspunkten weiterentwickelt werden.

 Alte Staaten dieser Welt müssen den Internationalen Strafgerichtshof anerkennen. Alle Menschen müssen dieser Gerichtsbarkeit unterworfen sein.

 Sämtliche Massenvernichtungswaffen müssen unter Internationale Kontrolle gestellt und schrittweise vernichtet werden.

 Die unterschiedlichen Religionen und Kulturen der Völker müssen respektiert werden.

 jeder Staat hat unter Beachtung der UN-Charta das Recht, sich Mit seinen jeweiligen historischen, sozialen, kulturellen und religiösen Besonderheiten selbstbestimmt zu konstituieren.

 Die von der Weltvölkergemeinschaft beschlossenen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen müssen für alle Staaten verbindlich sein.

Wir fordern dazu auf den Aufruf,,Recht vor Machte" zu unterzeichnen, zu verbreiten und sich für seine Ziele einzusetzen.

Stärken Sie mit uns die "Weltvölkergemeinschaft von unten"



Kontakt: Friedensforum Osnabrück-Münster c/o Martin Wolter, Iburger Str. 75, 49082 Osnabrück



E-Mail:   martin_wolter@t-online.de
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