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![]() Antikriegs- tag 2005 | Antikriegstag 2005 Presseerklärung, Datum: 1. September 2005 Erklärung anlässlich des Tages der Versöhnung B90/ Die Grünen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, anlässlich des heutigen Tages der Versöhnung haben Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von B90/Die Grünen, Dariusz Szwed, Vorsitzender Zieloni, PL und Petr Uhl, Grüner Bürgerrechtler, CZ nach einer gemeinsamen Blumengebinde-Niederlegung auf der Altstadtbrücke in Görlitz folgende Erklärung unterzeichnet, auf die wir Sie gerne aufmerksam machen möchten: Erklärung Der 1. September ist Tag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf Polen 1939 und des Beginns des Zweiten Weltkrieges. Der 1.September ist für uns ein Tag des Gedenkens an deutsche Schuld, an Nazi-Verbrechen und an den Tod und das Leiden von Millionen Menschen. Zugleich begehen wir diesen Tag als Tag der Versöhnung, als Tag, an dem wir in besonderer Weise unsere gemeinsame Hoffnung und unsere gemeinsame Verantwortung für eine friedliche Zukunft unseres Kontinents und der Welt zum Ausdruck bringen wollen. Die deutschen, polnischen und tschechischen Grünen treten dafür ein, dass politische Verantwortung nicht verschoben oder relativiert wird. Wir setzen uns ein für eine europäische Gemeinsamkeit, die die verschiedenen Erfahrungen der Menschen in den einzelnen Ländern zur Sprache bringt und dialogisch gegenseitig zur Kenntnis nimmt. Doch die historische Verantwortung Nazi-Deutschlands darf dabei nicht relativiert werden. Wir fürchten, dass ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin, durch die relativierenden und konservativen Kräfte durchgesetzt, diese in Zweifel ziehen könnte. Deswegen setzen wir uns für eine europäische Lösung unter Schirmherrschaft der EU oder des Europarates ein. Frieden schaffen und Völkerverständigung erreichen muss Ziel und kontinuierliche Aufgabe der Europäischen Union und der deutschen, polnischen und tschechischen Außenpolitik bleiben. Deswegen war die Aufnahme der zehn neuen Mitgliedsländer für ein stabiles, friedensfähiges Europa überlebensnotwendig. Eine den neuen Anforderungen gewachsene, belastbare Gemeinschaft braucht aber noch Zeit und viele gemeinsame Initiativen, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, und ökologische. Die angebliche Spaltung in ein altes und ein neues Europa konnte nur gelingen, weil zu viele dachten, dass die Aufnahme der zehn in die EU das Ende eines Prozesses sei. Zu wenig haben wir verstanden, dass dies nur der erste Schritt auf einem längeren Weg ist. Wir Grüne setzen uns deshalb für verstärkte Kooperation in der Region ein - in diesem Sinne begehen wir diesen Gedenktag heute gemeinsam. Aber wir werden auch dazu beitragen, dass die Bürger der EU die Chancen der Vielfalt Europas erkennen. Die Grünen machen sich für ein europaweites Referendum am Europatag 2007 stark, das über den institutionellen Rahmen und die Grundrechtecharta des Verfassungsvertrages entscheiden soll. Dieses muss vorbereitet sein durch europäische Bürgerforen, europäisch in der Form und im Inhalt. Dafür stehen wir Grünen. Reinhard Bütikofer (Vorsitzender B90/Die Grünen) Dariusz Szwed (Vorsitzender Zieloni, PL) Petr Uhl (Grüner Bürgerrechtler, CZ) Kontakt: PRESSEDIENST BUENDNIS 90/DIE GRUENEN Bundesvorstand, Sigrid Wolff, Pressesprecherin, Platz vor dem Neuen Tor 1 * 10115 Berlin, Tel.: 030/28442-131, Fax: 030/28442-234 E-Mail: info@gruene.de Website: www.gruene.de |
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