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![]() Antikriegs- tag 2005 | Antikriegstag 2005 Berlin, den 29. August 2005 Aufruf der Naturfreunde Deutschlands zum Antikriegstag Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Am 1. September 2005 erinnern die NaturFreunde Deutschlands an den Beginn des Angriffskriegs Hitler-Deutschlands auf unsere polnischen Nachbarn. Das Ziel war die Unterjochung ganz Europas durch die deutsche Wehrmacht. Unendliches Leid wurde über die Völker der Welt gebracht mit dem Holocaust des industriellen Massenmordes an den Juden Europas und mit der brutalen Vernichtung von Sinti und Roma, Homosexueller und politisch Andersdenkender. Auch das Verbot der Naturfreunde im Jahre 1933 und die Verfolgung unserer Mitglieder und Freunde im Widerstand gehören zur Geschichte dieses Krieges. Der 1. September ist verbunden mit der Mahnung "Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg". Auch heute müssen wir rechtsextremistischen Ideologien und Gewalt von Neonazis entgegentreten. Den Kampf um die Köpfe müssen wir Naturfreunde führen, um fremdenfeindliche und rassistische Ideologien zu stoppen. Gewalt scheint wieder allgegenwärtig und beherrschend. Kein Tag vergeht ohne Meldungen über Tote im Irak. Rund um die Erde werden Kriege geführt, bei denen um Macht, Ressourcen und Einfluss gekämpft wird. Erneut will die US-Regierung Spuren von verbotenen Waffen, diesmal im Iran, entdeckt haben, während die zuständige Atomenergiebehörde der UN andere Erkenntnisse hat. Das Prinzip der Gewalt ist als vermeintlicher Ordnungsfaktor auf der Welt untauglich. Es ruft neue Gewalt hervor. Eine auf Kriegsführung ausgerichtete Ökonomie untergräbt die Stabilität der Volks- und der Weltwirtschaft. Wir verurteilen Krieg und Terrorismus als destruktive Mittel, sie können Konflikte nicht lösen. Wir Naturfreunde setzen auf zivile Konfliktlösungen, deren Grundlage die Bekämpfung von Armut, Ausbeutung und Seuchen ist. Wir brauchen zivile Entwicklungskonzepte, in denen Menschen ihre natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und nutzen können. Krieg um Öl, Krieg um Wasser, Krieg um Wirtschaftsmacht dürfen genauso wenig das beherrschende Element des 21. Jahrhunderts werden wie Kriege fundamentalistischer Extremisten. Gewalt und Militarisierung verstärken sich gegenseitig, führen zu Inhumanität und Brutalisierung der Welt. Alles hat ein Innen und ein Außen, wie Antonio Gramsci es ausgedrückt hat. Die Unterdrückung von Kultur und Menschenrechten spiegelt sich in Gewalt und Aufstand. Und umgekehrt führt Terror zu neuer Gewalt und Gegengewalt. Diese tödliche Spirale muss durch eine Zivilisierung der Welt durchbrochen werden. Wir wollen eine friedliche Zukunft, denn Krieg ist niemals eine Alternative. E-Mail: info@naturfreunde.de Website: www.naturfreunde.de |
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