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![]() Antikriegs- tag 2001 vom: 23.08.2001 | Antikriegstag 2001: Antikriegstag - Gedenkfeier und Kranzniederlegung Friedenbündnis Esslingen 1. September - Antikriegstag - Gedenkfeier und Kranzniederlegung Samstag, 1. September 2001 um 11.00 Uhr an der Nikolauskapelle auf der Inneren Brücke Fußgängerzone Esslingen Ansprache: Regina Karasch (Referentin des Lutherischen Weltbundes) Kultur: Sergio Vesely (Chilenischer Liedermacher) Am Ende der Veranstaltung werden Kränze in der Nikolauskapelle niedergelegt Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert ungeheures Leid über Millionen von Menschen., besonders in Osteuropa: 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetbürgerlnnen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt. Tausende von Städten und Dörfer wurden zerstört. Den Gipfelpunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Im Potsdamer Abkommen der Siegermächte wurde festgelegt, dass Deutschland entnazifiziert, entmilitarisiert, sowie wirtschaftliche Macht durch die Entflechtung monopolistischer Großunternehmen eingeschränkt werden sollte, damit von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen kann. Jugoslawien und Mazedonien Im Grundgesetz wurde als eindeutige Konsequenz aus den Erfahrungen mit dem deutschen Faschismus das Verbot, einen Angriffskrieg zu führen, festgelegt. Auch in der UN-Charta ist ein allgemeines Gewaltverbot verankert. Dennoch beteiligte sich Deutschland im Rahmen der NATO am Krieg gegen Jugoslawien. Die NATO brach das Völkerrecht, indem sie sich aus dem Recht des Stärkeren heraus das Mandat zu einem Angriff selbst erteilte. Der Krieg gegen Jugoslawien löste kein einziges Problem. Das Gegenteil war der Fall: Der Krieg hat unsägliches Leid über alle Menschen in der Region gebracht. Die humanitäre Katastrophe, die angeblich mit dem NATO-Einsatz verhindert werden sollte, wurde durch den Krieg der NATO erst ausgelöst. Der Vertreibung der Kosovoalbanerlinnen, die nicht vor, sondern erst nach dem Eingreifen der NATO ihren tragischen Höhepunkt erreichte, folgte die Vertreibung von SerbInnen aus dem Kosovo unter den Augen des NATO-Protektorats. |
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Antikriegs- tag 2001 | Unter der KFOR-Präsenz im Kosovo konnte die kosovo-albanische UCK fast ungehindert ihren Aktionsradius auf Serbien und Mazedonien ausweiten. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass sich unter den aus Aracinovo abziehenden UCK-Rebellen 17 frühere US-Offiziere als Instrukteure befanden und die Ausrüstung, einschließlich modernster Nachtsichtgeräte der dritten Generation, zu einem erheblichen Teil aus amerikanischen Beständen stammen. In Mazedonien steht die NATO vor dem Offenbarungseid ihrer katastrophalen Politik. In Mazedonien - es in erster Linie darum, eine stabile politische Verhandlungslösung zu finden. Dafür ist ein Militärbündnis wie die NATO, die im Kosovo-Konflikt die UCK praktisch noch als ihre Bodentruppen betrachtete, gänzlich ungeeignet. Hierfür sind die Vereinten Nationen zuständig - bei Erfolg auch für das Einsammeln von Gewehren. Eine weitere Selbstmandatierung der NATO und damit die Aushebelung der Vereinten Nation muss verhindert werden. Es steht zu befürchten, dass beim Eingreifen der NATO aus dem Einsammeln von Waffen ein Kampf mit Waffen wird, der zu einem weiteren NATO-Protektorat auf dem Balkan mit unabsehbaren Konsequenzen führen kann. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich gegen eine deutsche militärische Beteiligung in Mazedonien und für eine Konfliktvermittlung unter Federführung der UNO auszusprechen. Aufrüstung der Bundeswehr Die Bundesregierung hat eine sogenannte Bundeswehrreform auf den Weg gebracht, die die Verdreifachung der,,Krisenreaktionskräfte" auf 180.000 Soldaten vorsieht: Kräfte, die nicht zur Verteidigung, sondern für Einsätze in fremden Ländern aufgestellt, ausgerüstet und ausgebildet werden. Diese Streitkräfte dienen nicht etwa zur Landesverteidigung, sondern der Sicherung von Märkten und Rohstoffen in aller Welt«, wie es in den Verteidigungspolitischen Richtlinien" heißt Der Umbau der Bundeswehr in eine Interventionsarmee wird weitere Milliarden verschlingen. Geplant ist nicht mir der Eurofighter (40 Mrd.), sondern auch die Anschaffung eines neuen Transportflugzeugs, von neuen Hubschraubern, Fregatten und Versorgungsschiffen, Panzerfahrzeugen, Marschflugkörpern und ein komplettes Satellitenprogramm für Kommunikation, Spionage und Zielsteuerung. Das ist nicht die Sprache der Friedenspolitik. Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Den Umbau der Bundeswehr zur Interventionsarmee sowie Bundeswehreinsätze in aller Welt lehnen wir entschieden ab. Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten |
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| Friedenspolitik braucht keine Milliarden für Aufrüstungsprogramme. Ein Bruchteil des Geldes würde schon genügen, Hunger und Armut, soziale Ausgrenzung und Diskriminierung, die häufigsten Konfliktursachen in der Welt zu beseitigen. | ||||
| Friedenspolitik braucht vor allem die politische Bereitschaft für die Herstellung gerechter politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den Ländern und Menschen. | ||||
| Friedenspolitik braucht die Stärkung und Anerkennung von Systemen gegenseitiger kollektiver Sicherheit wie UNO und OSZE, statt die ständige Aufrüstung und Aufwertung von einseitig interessengebundenen Militärsystemen wie der NATO und neuerdings auch der EU. |
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| Friedenspolitik braucht die Bereitschaft zu Solidarität und Gerechtigkeit zwischen Menschen und Staaten, nicht die Bereitschaft zu Gewalt. Kontakt: Friedenbündnis Esslingen, Thomas Bittner, Julius-Motteler-Str. 12, 73728 Esslingen, Tel.: 0711/31626 (DGB) E-Mail: thomas.bittner@dgb.de | |||
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