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![]() Antikriegs- tag 2001 vom: 23.08.2001 | Antikriegstag 2001: Antikriegstagsveranstaltung im Gewerkschaftshaus am 3.9. Friedensplenum Mannheim PRESSEERKLÄRUNG - 22. August 2001 Kritik am Mazedonieneinsatz der Bundeswehr Bundestagsabgeordnete sollen gegen den Einsatz der Bundeswehr stimmen Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall des faschistischen Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg. Mit diesem Krieg brachte Deutschland zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert ungeheures Leid über Millionen von Menschen, besonders in Osteuropa: 55 Millionen Menschen wurden getötet, davon allein 20 Millionen Sowjetmenschen, unzählige wurden verletzt und verstümmelt, Hunderttausende zu Zwangsarbeit verschleppt, Tausende von Dörfern und Städten wurden zerstört. Den Höhepunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen Juden in den Vernichtungslagern. Der 1. September wird seit vielen Jahren von den Gewerkschaften und der Friedensbewegung als "Antikriegstag" begangen. Der Schwur der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!" ist das Leitmotiv der Mahn- und Gedenkveranstaltungen zum Antikriegstag. Das Mannheimer Friedensplenum hat dieses Jahr hinter die Parole "Nie wieder Krieg!" drei große und provokative Fragezeichen gesetzt und stellt die Frage "Müssen wir uns an deutsche Kriegseinsätze" gewöhnen?". Angesichts der des Mazedonienkonflikts kontrovers diskutierten Frage des dritten Balkaneinsatzes der Bundeswehr spricht am Montag, den 3. September 2001 um 19 Uhr im Otto-Brenner-Saal des Gewerkschaftshauses Dr. Peter Strutynski von der Gesamthochschule Kassel als Sprecher des bundesweiten "Friedenspolitischen Ratschlages". Seit 1994 finden in Kassel "Friedenspolitische Ratschläge" der Friedensbewegung statt. Veranstalter dieser Ratschläge sind der Bundesausschuss Friedensratschlag, das Kasseler Friedensforum, Wissenschaftler der Universität Gesamthochschule Kassel, Friedensinitiativen aus anderen Städten und Regionen sowie interessierte Einzelpersonen aus Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften. Dr. Peter Strutynski, Politikwissenschaftler an der Gesamthochschule Kasse, ist der sehr engagierte Sprecher des bundesweiten "Friedensratschlages". |
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Antikriegs- tag 2001 | Das Mannheimer Friedensplenum greift mit dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung in die aktuelle Debatte über den NATO-Einsatz in Mazedonien ein. In einem offenen Brief hat die Bürgerinitiative die beiden Mannheimer SPD-Abgeordneten Dr. Konstanze Wegner und Lothar Mark aufgefordert, im Bundestag gegen den neuen Auftrag der Bundeswehr zu stimmen. Das Friedensplenum ist der Auffassung, dass die NATO als Konfliktschlichter nicht geeignet ist. "Sie ist in Mazedonien nicht vertrauenswürdig, da sie die kosovo-albanische UCK unterstützte, sie nicht wirksam entwaffnete und trotz KFOR-Präsenz deren grenzüberschreitenden Aktionen nach Serbien und Mazedonien nicht verhinderte. Sie ist aber auch nicht sehr vertrauenswürdig, da sie einerseits mit dem Krieg gegen Jugoslawien das Land enorm belastete, es jedoch niemals angemessen entschädigte. Die gegenwärtige desolate Situation in Mazedonien ist mit dieser Tatsache eng verbunden," steht im Schreiben an die beiden Mannheimer Abgeordneten. Für die Konfliktschlichtung in Mazedonien muß nach Meinung der Friedensbewegung vor allem eine politische und keine militärische Lösung gefunden werden. Hierfür seien die Vereinten Nationen zuständig - bei Erfolg auch für das Einsammeln von Gewehren. "Der Weltsicherheitsrat muß der UNO und ihrer Regionalorganisation in Europa, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit, OSZE, sogleich einen entsprechenden Auftrag erteilen und die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen. So würde auch Rußland in die Verantwortung für eine friedliche Lösung des Konflikts eingebunden. Ferner würde einer weiteren Militarisierung von Außenpolitik vorgebeugt werden." Wir bitten Sie, mit einem redaktionellen Hinweis über unsere Veranstaltung vorab zu berichten und laden Sie am 3. September um 19 Uhr zur Berichterstattung sehr herzlich in den Otto-Brenner-Saal ein. Mit freundlichen Grüßen gez. Mathias Kohler Kontakt: FRIEDENSPLENUM MANNHEIM p.A. Mathias Kohler, Blumenstr. 18, 68199 Mannheim, Telefon: 0621/853272, Fax: 0621/8415573, Funktelefon: 0172/6300316 E-Mail: friedensplenum.mannheim@gmx.de Internet: http://www.frieden-mannheim.de | ||
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