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24.08.2001


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Antikriegstag 2001:

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Erklärung des DGB Saar zum Antikriegstag, 1. September 2001

Landesbezirk Saar des DGB

PM 34 vom 23.08.01

Einen Antikriegstag zu feiern können sich nur die leisten, denen Krieg weit entfernt scheint. Gerade deshalb ist es unerlässlich, sich vor Augen zu halten, dass auf allen Kontinenten Kriege geführt werden. Die meisten bleiben von unseren Medien weitgehend undokumentiert, doch Tod und Folter enden nicht mit den Nachrichten um 20 Uhr 15. Deutlich wird dieser Unterschied in der Wahrnehmung erst, wenn persönliche Kontakte bestehen. "Wir machen schlimme Zeiten durch", schreiben uns unsere Freunde und Gewerkschaftskollegen von der Histadrut in Givatayim aus Israel. Sie leben wieder Tag für Tag in einem Teufelskreis von Terror und Vergeltung. Nur am Verhandlungstisch kann ihr Leben zum Frieden zurück kehren.

Das mutige Eintreten international arbeitender Nichtregierungsorganisationen, der sogenannten NGOs, muss gerade durch die wachsende Staatengemeinschaft der Europäischen Union unterstützt und gefördert werden. Denn ohne das Bemühen um friedliche Lösungen für Konflikte sind auch internationale Friedensverhandlungen nicht viel wert. Dies zeigt sich nachdrücklich in Kolumbien, wo ein Land mit westlicher Militärhilfe systematisch zerstört wird.

Gewerkschaften setzen sich als Teil der Friedensbewegung weltweit für Menschen- und Mitbestimmungsrechte ein, auch über Staatsgrenzen hinweg. Wir Saarländer sind stolz, im Zentrum Europas zu leben. Ein Privileg, das uns ummäntelt und seit über 50 Jahren vor unmittelbaren kriegerischen Auseinandersetzungen geschützt hat. Die von hier ausgesprochene Forderung nach der sofortigen Beendigung aller kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt ist legitim, ihre Umsetzung jedoch im Jahre 2001 so illusorisch wie vor 60 Jahren, als das Saarland selbst mitten im Krieg lebte.

Kontakt: Deutscher Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Saar, Verantwortlich: Eugen Roth, Fritz-Dobisch-Str. 5, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681/40001-12, Fax: 0681 -40 001-20, eMail: saar@dgb.de



E-Mail:   thomas.schulz@dgb.de
Internet: http://www.dgb-saar.de


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