Antikriegs-
tag 2002


vom:
27.08.2002

update:
30.08.2002


 voriger

 nächster

Antikriegstag 2002

 Presse zum Antikriegstag

Vorfeld, bis 30.08.02

Pressesplitter

div. Tageszeitungen/Agenturen

26.08.

Ostsee Zeitung Friedensbilder an Bahnhöfen

Trierischer Volksfreund Demo am Antikriegstag

27.08.

Giessener Anzeiger "Eigenart" und Musik zum Antikriegstag

Nordkurier Neubrandenburgs Tauben fliegen in Richtung Rekord

Ostseezeitung Friedenspicknick kontra NPD-Aufmarsch

28.08.

Westfalenpost Friedensmarathon rund um die Uhr

29.08.

Märkische Zeitungsverlag Mit ganzer Kraft gegen den Krieg

jW Aktion vor Schlüsselbetrieb

Schwäbische Zeitung DGB wandert auf den Spuren Elsers

ap Antikriegstag im Zeichen "Anti-Terror-Krieges"

30.08.

Main Rheiner Antikriegstag am 1. September

FR Kriegsdrohung der USA steht im Mittelpunkt



Quelle: Ostsee Zeitung, 26.08.02

Friedensbilder an Bahnhöfen

Aktion zum 1. September endet mit Kinderfest in Heringsdorf

Wolgast (OZ) Bei Horst Schmidt in Zempin stapeln sich inzwischen die von Kindern gemalten und gezeichneten Bilder. Sie sollen bekanntlich in einer grenzübergreifenden Aktion zum Weltfriedenstag Bahnhöfe zwischen Peenemünde und Ahlbeck sowie den Grenzübergang Swinemünde schmücken und von der Friedenssehnsucht der Mädchen und Jungen künden. UBB, die Inselfreunde und OZ begleiten partnerschaftlich diese Initiative, die mit einem Kinderfest am 1. September ab 14 Uhr auf dem Bahnhof Heringsdorf ausklingt. Hier wird es für Groß und Klein nicht nur Musik und Tanz, geboten von polnischen Gästen, geben, sondern sollen auch Friedenstauben in den Himmel über der Insel steigen.

Noch können Mädchen und Jungen ihre kleinen Kunstwerke bei der OZ in Wolgast oder bei den Inselfreunden im Naturschutzzentrum Karlshagen abgeben. Denn es gibt noch Bedarf. Senioren der Volkssolidarität, des Reichsbundes und eines Altenheimes werden sie in der nächsten Woche auf Schnüre fädeln, bevor sie die Bahnhöfe entlang der UBB-Gleise schmücken sollen. Zur finanziellen Unterstützung der Aktion hat die Pomerania inzwischen grünes Licht gegeben. (ST. A.)



Quelle: Trierischer Volksfreund, Lokales, 26.8.2002

Demo am Antikriegstag

BÜCHEL/DAUN. (red) Mit der Aktion "Posaunen gegen Atomwaffen Jericho in der Eifel" will die Friedensbewegung darunter auch die Friedensgruppe Daun am Antikriegstag, Sonntag, 1. September, mit einer Umrundung des Flugplatzes Büchel für das Ende der nuklearen Teilhabe Deutschlands und für die weltweite Abschaffung der Atomwaffen eintreten. Einer Pressemitteilung der Organisatoren zufolge lagern die Vereinigten Staaten schon seit 1965 Atomwaffen auf dem Fliegerhorst in Büchel (Landkreis Cochem-Zell). An sieben Stationen werden am kommenden Sonntag Information, Musik, Erfrischungen, Gelegenheit zu Gebet und Gedankenaustausch angeboten. Die Gesamtstrecke rund um den Flugplatz beträgt etwa 15 Kilometer, für die Begehung einer Teilstrecke wird ein Fahrdienst eingerichtet. Erfrischungen und Verpflegung zum Selbstkostenpreis werden organisiert.

Weitere Informationen zur Friedensdemonstration bei den Ansprechpartnern Rüdiger Lancelle, Telefon 02672/910312, E-mail: Haus-Jerusalem@t-online.de, und Elke Koller, Telefon: 02653/3220, E-mail: dr.elke.koller@t-online.de



Quelle: Giessener Anzeiger, Kultur, 27.8.2002

"Eigenart" und Musik zum Antikriegstag

GIESSEN (V). Unter dem Titel "Eigenart" laden Gießens freie Kulturschaffende am Samstag, 31.August zu einem Tag mit Musik, Lesungen, Kunst und Performance ein. Schauplatz ist die Wiese vor dem Zeughaus (Senckenbergstraße) von 16 bis 22 Uhr. Ab 22.30 Uhr geht es weiter im "Domizil" (Braugasse) live mit "Mono für alle".

Und diese Künstler sind im Einzelnen mit von der Partie: Jörg Brixel (Lesung), Galerie H. Remmele (Kirstein-Projekt), Hess Paul (Lesung), Thomas Lange (Musik unplugged), Andrea Malkmus (Kunst-Transformationen mit spiegelnden Oberflächen), Florian Michnacs (Lesung), MuK, Peter Schomber (Theater-Performance), Norbert Umsonst (Text und Musikperformance), Kultur-Offensive gegen den Krieg (Dokumentation und Ausstellung), Wolf Schreiber (Lesung, Ausstellung, Lichtinstallation), Stadttheater Gießen (Gesangsdarbietung einer Sängerin, und Erzählung), Terraforming Weltenbau, Sara von Jan (Textperformance), Vibb (Internationaler Spieleabend), Manuela Weichenrieder (Textperformance Nana 4), Lynda White (Gespanntes Kunstwerk), X-ray-group-Performance (Leitung Volker Bunte; mit verschiedenen Künstlern), Petra Goldack (Tiere in Gefahr, Tapet (Textperformance und Musik) und im Rahmenprogramm: Unheimliches Gießen mit Stadtführerin Jutta Failing.

Am Sonntag, 1.September, veranstaltet die Kultur-Offensive gegen den Krieg eine Soli-Party im "AK 44", Alter Wetzlarer Weg 44. Beginn 16 Uhr. Es spielen "The Braces" und "Fire" (G.R.Will, Joe Bonica, Michael Robertson) mit Songs von Jimi Hendrix. Außerdem gibt es die Aktionsperformance "Stülpen".



Quelle: Nordkurier, Lokales, 27.8.2002

Neubrandenburgs Tauben fliegen in Richtung Rekord

Buntes Bündnis ruft zum Friedenfest am Wochenende: Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz

Neubrandenburg (mg). Weiße Tauben sollen den Namen der Viertorestadt ins Guinness-Buch der Rekorde tragen. Beim Friedensfest für M-V am Wochenende müssten 5000 der gebastelten Friedensboten landen, wie die Organisatoren um Gisela Ohlemacher, Kreisvorsitzende des DGB, und ein so genanntes Buntes Bündnis aus Vereinen, Institutionen und Unternehmen hoffen. Gemeinsam wollen sie sich in der Viertorestadt gegen Ausländerfeindlichkeit und für Toleranz stark machen, wie die Gewerkschaftsfrau erklärt: "Andere Wege finden zur Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus als immer nur die Gegendemonstrationen."

Um "Türen zu öffnen im Denken" will das Bunte Bündnis zunächst Jugendliche erreichen. "Wir konnten den Alten Schlachthof als Veranstaltungsort und seinen Eigentümer als Partner gewinnen", sagt Gisela Ohlemacher. Dort soll die Disco am Sonnabend um einige Botschaften

bereichert werden. Dafür sorgen der Film "Leben in der Fremde" über Asylbewerber in Neubrandenburg, die Ausstellung "Lebenswege" des Soziokulturellen Bildungszentrums, eine Fressmeile" mit fremdländischen Gerichten, Salsa von der Afrika Song Group, Kabarett mit den "Tollense-Stichlingen", Musik von internationalen DJs. Am Sonntag geht es mit einem Kinder- und Familienfest auf den Schlachthofgelände weiter. Mit dabei die Gruppe "Rumpelstil", Clown Dago, Hinterste Mühle, Mosaik, Afro-Shop, Eine-Welt-Laden, Troika-Magazin, Polizei und Feuerwehr. An der Schlachthof-Mauer können sich Sprayer probieren. Mit der Tschu-Tschu-Bahn kommen Asylbewerber zum Fest. Nach einem Gottesdienst in der Johanniskirche beginnt ein bunter Umzug zum Schlachthof. "Dort sollen auf einem Kilometer Band die Tauben gezeigt werden", kündigte Gisela Ohlemacher an. "Jedes Kind, das eine Taube bringt, erhält eine kleine Überraschung. Für die eifrigsten Kindertagesstätten oder Vereine gibt es Geldpreise." Und möglicherweise die Ehre, beim Guinness-Eintrag geholfen zu haben. Übrigens kokettiert auch die PDS mit einem ähnlichen Tauben-Rekord. Für den Wahlkampf zum Weltfriedenstag auf dem Markt rufen die Genossen die Neubrandenburger auf, beim Malen einer Riesentaube aufs Straßenpflaster zu helfen.



Quelle: Ostseezeitung, 27.08.2002

Friedenspicknick kontra NPD-Aufmarsch

Greifswald (OZ) Der Hansestadt liegt wieder ein Antrag zur Genehmigung einer Demonstration der NPD vor. Diesmal soll der Marsch nicht durchs Stadtzentrum, sondern durch Schönwalde führen. Start soll am Südbahnhof sein. Dann geht es durch die Beimler- und Hertz-straße, Lomonossowallee, Thälmannring zur Ostrowskistraße, wo eine Kundgebung geplant ist. Noch liege keine Genehmgung der zuständigen Behörde vor, hieß es gestern aus dem Rathaus.Bereits letztes Jahr hatte die NPD am 1. September, dem Tag an dem Hitlerdeutschland 1939 in Polen einmarschierte und der 2. Weltkrieg begann, einen Aufmarsch durchgeführt. Dieser wurde von NPD-Gegnern durch Sitzblockaden so massiv gestört, dass die Polizei ihn statt nach Schönwalde zum Südbahnhof umlenken musste. Als Gegenaktion ist dieses Jahr ein "Picknick für den Frieden" geplant. Treff ist 12 Uhr Thälmanring/Makarenkostraße. Aufgerufen hat das Bürgerforum "Freitagsrunde".



Quelle: Westfalenpost, Lokales, 27.8.2002

Friedensmarathon rund um die Uhr

Gevelsberg. Das 2. Internationales Friedensfestival mit dem EN-Friedensmarathon findet vom 1. -11. September unter dem Motto "Spirit of Peace" statt.

Das Friedensfestival beginnt mit einem Open-Air Friedenskonzert mit 9 Musikgruppen am Sonntag, 1. September, den Antikriegstag.

Eröffnet wird das 2. Internationale Friedensfestival EN, das im letzten Jahr in Sprockhövel stattfand, am 1. September um 11.01 Uhr in den Kinder- und Jugendräumen Vogelsang von Bürgermeister Dr. Klaus Solmecke.

Nach der Eröffnungszeremonie wird als erste Musikgruppe "Schall & Rausch" aus Witten das Festival im Veranstaltungsraum des Kinder-und Jugendtreffs beginnen. Zwischen 14 und 15 Uhr werden karibische Tänze vom Jugendzentrum Haßlinghausen als internationaler Beitrag geboten.

Es folgt Zeit von 15 - 18 Uhr ein PDS-Forum unter dem Motto "Make Tea, not war."

Der Musiker und Liedermacher "Mr. Bongo" aus Gevelsberg bestreitet den Abend ab 18 Uhr. Mr. Bongo und "Schall & Rausch" bieten in größtenteils deutsch gesungenen Texten kritische Lieder gegen Krieg und Gewalt. Beide Musikgruppen sind Mitglieder der Musik- und Kulturinitiative 2001 - Künstler zeigen Zivilcourage - gehören also zu den Veranstaltern dieses Friedensfestivals.

Ab 14 Uhr startet, zum Teil parallel zum Innenprogramm, auf dem Freigelände des Spielparks vor dem Kinder- und Jugendtreff Vogelsang das Open Air Friedenskonzert. Die Gevelsberger Musikinitiative bietet 7 Rockgruppen auf. Es spielen live bis 22 Uhr die Gruppen: Querverkehr (Punk-Rock), Supergollum, (Jazz-Rock), One Sitze fitz all (Punk-Rock), Cupe (Rock), Semikolum (Mini-Rock), Judy`s mad day (Rock ), Sweet Cancy (New Metal).

Das Programm wird 10 Tage fortgeführt. Es sind lediglich noch kleine Lücken frei. Hier können und sollen Musiker, Dichter, Initiativen für den Frieden, Kunstschaffende, Theaterleute, sprich alle die eine Idee haben, etwas für den Frieden beizutragen, spontan einen Beitrag liefern.

Diese müssen und sollen nicht unbedingt Profis sein, nein jedermann- und frau, z.B. auch Jugendgruppen und Vereine oder einzelne Personen, die gerne ein Gedicht oder Lied vortragen oder etwas Kreatives malen und gestalten möchten.

Auch sportliche Aktivitäten sind möglich (z. B. Friedenslauf, jonglieren, Freundschaftsspiele).

Insbesondere morgens und am Nachmittag für und mit Kindern und Jugendlichen. Wir bitten daher um kurzfristige Anmeldung beim CulturClubCourage; Tel. u. Fax: 02332-557097, Post: Hagener Str. 21, 58285 Gevelsberg.



Quelle: Märkische Zeitungsverlag, Lokales, 28.8.2002

Mit ganzer Kraft gegen den Krieg

Friedensgruppe plant zahlreiche Aktionen für die nächsten Monate

Von Julia Büttner

LÜDENSCHEID - Termine über Termine: Zwölf Mitglieder der Friedensgruppe Lüdenscheid versammelten sich im Café-Restaurant Nattenberg, um das laufende Jahr und teilweise auch schon das kommende Jahr zu planen.

Für den kommenden Sonntag plant die Gruppe eine Aktion zum Antikriegstag. Die Gedenkveranstaltung findet auf dem Friedhof Hühnersiepen statt und richtet sich gegen Krieg und Faschismus. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 11 Uhr mit Liedern von Rüdiger Drallmeyer.

Matthias Wagner und Hermann Morisse werden Ansprachen halten.

Am 9. September wird man sich treffen, um Informationen über das "Hammer Forum" zu bekommen. Kernpunkt des Abends ist eine Diskussion über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Eine Spende über 1000 Euro soll bis dahin zusammengekommen sein und das Geld dem "Hammer Forum" übergeben werden.

Für den 11. September planen die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam eine Veranstaltung anlässlich des Anschlags am 11. September 2001 in den USA.

Als "erforderlich und wirklich sinnvoll" betrachtet Michael Wagner die geplante Fahrt nach Köln am 14. September. Die Veranstaltung, die man dort besuchen wird, läuft unter dem Motto "Krieg ist Terror". Um 11 Uhr soll an diesem Tag ein Bus eingesetzt werden. "Es ist sehr wichtig, sich gegen den Krieg einzusetzen", so Josef Filippek, engagiertes Mitglied der Friedensgruppe.

Um die Rolle der Justiz im Nationalsozialismus dreht sich die Fahrt, die am 16. September ab dem Geschwister-Scholl-Gymnasium startet.

Das "Bündnis gegen Rechts" trifft sich am 27. September.

Auch für das kommende Jahr haben die Planungen bereits begonnen. Am 4. Januar steht ein Referat zum Thema "Johann Georg Elser" an. Der 100. Geburtstag Elsers, so die Friedensgruppe, gebe Anlass, sich mit dem Leben des Mannes zu beschäftigen, der am 8. November 1939 im Münchner "Bürgerbräukeller" ein Attentat auf Adolf Hitler verübte.

Für den 25. Januar plant der Arbeitskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit eine Veranstaltung zum Thema "Vernichtung Behinderter in Nazi-Deutschland". 51 behinderte Menschen wurden auch in Lüdenscheid getötet. Der Umgang mit Behinderten aus faschistischer Sicht damals und heute ist Kernpunkt der Veranstaltung.



Quelle: junge Welt, 29.08.02

Aktion vor Schlüsselbetrieb

Antikriegstag in Gronau: Atomgegner starten Kampagne gegen Uranabbau und -anreicherung

Reimar Paul

Antiatom- und Friedensinitiativen aus dem ganzen Bundesgebiet wollen am 1.September an der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau demonstrieren. Die Kundgebung unter dem Motto "Stoppen wir die Rüstungs- und Atomindustrie jetzt" soll den Auftakt zu "dezentralen Uran-Aktionstagen" vom 2. bis 15. September bilden.

In der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage Gronau wird Uran für den späteren Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet. Derzeit kann in der Anlage mit einer Kapazität von 1400 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr (UTA/a) Uran für den Betrieb von elf bis zwölf großen Atomkraftwerken angereichert werden. Die SPD-Grünen-Landesregierung in Düsseldorf hat bereits vor Jahren eine Erweiterung auf 1800 Tonnen UTA/a genehmigt. Das Genehmigungsverfahren lief unter Ausschluß der Öffentlichkeit, Einspruchsmöglichkeiten gab es nicht.

Die Betreiberfirma Urenco beantragte beim nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium sogar eine Kapazitätserhöhung auf 4500 UTA/a. Damit könnten jährlich 36 Atomkraftwerke versorgt werden. Doch im sogenannten "Atomkonsens" zwischen Bundesregierung und Energiewirtschaft wird die Urananreicherungsanlage noch nicht einmal erwähnt.

In Gronau werden außerdem mehrere tausend Tonnen hochgiftiges und radioaktives Uranhexafluorid (UF6) gelagert. Weiteres Material wird wöchentlich mit Lastwagen mitten durch Wohngebiete angekarrt. Außer Uranhexafluorid wird in Gronau auch abgereichertes Uran aufbewahrt, das bei der Anreicherung in großen Mengen anfällt.

Beim Uran verschwimmen die Trennlinien zwischen militärischer und "ziviler" Atomkraftnutzung. So kann hoch angereichertes Uran auch als Basis für Atombomben dienen. Eine militärische Nutzung der UAA in Gronau wäre nach entsprechenden Umrüstungen möglich, so der Arbeitskreis Umwelt Gronau. Andererseits ist abgereichertes Uran für panzerbrechende Uranmunition zu verwenden, wie sie im Krieg gegen Jugoslawien, den Irak und offenbar auch in Afghanistan zum Einsatz kam.

Ein Atomkraftwerk verbraucht jedes Jahr rund 30 Tonnen Uran. Ein Vielfaches dieser Menge bleibt als radioaktives Gestein im Abbaugebiet zurück. In Konversionsanlagen wird das abgebaute Uranerz dann in Uranhexafluorid umgewandelt. Nach der Anreicherung in Gronau oder einer der anderen 13 Anlagen auf der Welt werden aus dem Uran schließlich Brennelemente hergestellt.

* Die Kundgebung in Gronau am Sonntag, 13 Uhr, an der UAA. Infos beim Arbeitskreis Umwelt Gronau: 02562/ 23125. Internet: www.aku-gronau.de



Quelle: Schwäbische Zeitung, Lokales, 29.8.2002

DGB wandert auf den Spuren Elsers

Auf den Spuren des schwäbischen Widerstandskämpfers Johann Georg Elser wandert der Deutsche Gewerkschaftsbund am Sonntag, 1. September, dem "Antikriegstag". Treffpunkt ist um 14 Uhr am Bahnhof in Heidenheim. Von dort geht es zur ehemaligen Firma Waldenmaier, wo sich Elser Pulver und Zündhütchen für seinen Anschlag besorgte. Zweite Station ist das große Rommel-Denkmal, dritte der kleine Elser-Gedenkstein in Schnaitheim. Von dort geht es zum ehemaligen Wohnhaus Elsers in Schnaitheim. Fünfte Station ist der Steinbruch Vollmer in Königsbronn, bei dem sich Elser den Sprengstoff besorgte. Sechste und letzte Station ist die 1998 eingerichtete Elser-Gedenkstätte in Königsbronn. Vor Ort wird Manfred Maier vom Georg-Elser-Arbeitskreis Passagen vom Verhör Elsers aus den Gestapo-Protokollen vorlesen.



Quelle: ap, 29.08.02, 17.14 Uhr

Antikriegstag im Zeichen "Anti-Terror-Krieges"

Frankfurt/Main (AP) Proteste gegen einen drohenden Irak-Krieg und den "Krieg gegen den Terrorismus" sollen in diesem Jahr die Veranstaltungen zum so genannten Antikriegstag am 1. September kennzeichnen. Wie das Netzwerk Friedenskooperative am Donnerstag mitteilte, fordern die beteiligten Gewerkschaften und Friedensgruppen einen Ausstieg aus der "Gewaltspirale des Anti-Terror-Krieges" und eine friedliche Lösung in Israel. "Seit einem Jahr reagieren die USA und ihre Verbündeten auf die Herausforderung einer bis dahin unvorstellbaren Art von Terrorismus mit untauglichen Mitteln und drehen selbst an der Spirale der Gewalt", heißt es in einer von dem Netzwerk zum Antikriegstag herausgegebenen Zeitung. Ab Sonntag wollen Friedensgruppen und Gewerkschaften mit Demonstrationen, Mahnwachen, Diskussionen, Friedensfesten, Gottesdiensten, Lesungen und Ausstellungen an den nunmehr 63 Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges erinnern. Allein in der Übersicht des Netzwerks Friedenskooperative finden sich über 150 Veranstaltungen. So soll unter anderem am Dienstag der "Aachener Friedenspreis" verliehen werden. Er geht in diesem Jahr an den Siegener Lehrer Bernhard Nolz. Zweite, internationale Preisträgerin ist die US-Kongressabgeordnete Barbara Lee. - http://www.friedenskooperative.de/



Quelle: Main Rheiner, Lokales, 30.8.2002

Antikriegstag am 1. September

(red.) - Anlässlich des Antikriegstages am 1. September erinnert das Friedensforum Stromberg-Waldalgesheim an den Kriegsbeginn in Afghanistan am 7. Oktober 2001. "Dies erscheint um so dringlicher, als für die USA ein Krieg gegen den Irak gegenwärtig unumgänglich, zwingend und erforderlich ist (Zitat US-Vizepräsident Cheney am 27. August 2002)", betont Hans Schneider im Namen des Friedensforums. Die Mitglieder des Forums werden am Samstag, 31. August, in der Kreuznacher Fußgängerzone zum Motto "Noch kein Frieden " Noch kein Krieg" auf die Folgen des Afghanistan-Krieges und Gefahren eines Krieges gegen den Irak aufmerksam machen. "Auch der Irak-Krieg wird keinen Frieden bringen, vielmehr wird er der Zivilbevölkerung unermessliches Leid zufügen", heißt es in der Pressemitteilung des Friedensforums, das von deutschen Politikern "keine Wahlkampfrhetorik, sondern Maßnahmen mit dem Ziel fordert, die in der Krisenregion stationierten deutschen Truppen zurückzuholen".



Quelle: FR, 30.08.02

Antikriegstag:

Kriegsdrohung der USA steht im Mittelpunkt

Der Römerberg steht im Zeichen des Antikriegstages, der am Sonntag, 1. September, begangen wird - zum Gedenken an den Tag, als die Nationalsozialisten 1939 Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg entfesselt haben. Diesmal ist die Kriegsdrohung der USA gegen Irak thematischer Schwerpunkt der Veranstaltungen.

Bereits am morgigen Samstag organisieren die "Ärzte in sozialer Verantwortung" (IPPNW) mit den Globalisierungsgegnern von Attac unter dem Motto "Keine Stimme für den Krieg" eine Kundgebung vor dem Römer, bei der ab 11.30 Uhr der IPPNW-Ehrenvorstand Ulrich Gottstein und der emeritierte evangelische Theologie-Professor Martin Stöhr reden werden. DGB-Regionalvorsitzender Harald Fiedler hat die Gewerkschaftsmitglieder zur Teilnahme aufgefordert.

Der DGB begeht den Antikriegstag gemeinsam mit dem Bund für Volksbildung sowie der Friedens- und Zukunftswerkstatt am Sonntag, 11 Uhr, im Gewerkschaftshaus Wilhelm-Leuschner-Straße. Neben Fiedler wird das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Horst Schmitthenner, als Redner "für Frieden, Abrüstung und Gerechtigkeit" eintreten. Für die musikalische Begleitung sorgt das Emil-Mangelsdorff-Quartett. (habe)



E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org
 voriger

 nächster




       
Bereich:

Netzwerk
Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
          
Netzwerk  FriedensForum Ex-Jugo Termine   Aktuelles