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Antikriegs-
tag 2002


vom:
30.08.2002

Antikriegstag 2002:

  Aufrufe/Aktionshinweise

Erklärung des DGB Schleswig-Holstein Nord zum Antikriegstag am 1. September 2002

DGB-Region Schleswig-Holstein Nord

Die führt auch in diesem Jahr aus Anlass des Antikriegstages am 1. September Kranzniederlegungen am Mahnmal "Harrislee Bahnhof", auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Schwesing und dem Gelände der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund durch, um damit an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

In einer Erklärung zum Antikriegstag 2002 unterstrich der Vorsitzende der DGB-Region Schleswig-Holstein Nord, Peter Köhler, dass der Antikriegstag aus Sicht des DGB nichts von seiner Bedeutung verloren hat und es heute mehr denn je darauf ankommt, die Aufmerksamkeit auf die militärischen Auseinandersetzungen in aller Welt zu richten.

Köhler: "Unsere Solidarität gilt allen Opfern kriegerischer Gewalt, egal in welcher Form. Wir appellieren an alle beteiligten Akteure, Nationalismus und Hass, Gewalt und Unterdrückung zu überwinden. Die Politik fordern wir zu einer präventiven internationalen Friedens-politik im Rahmen der Vereinten Nationen auf.

Der 11. September 2001 hat der Welt deutlich gemacht, dass auch terroristische Anschläge zu einer neuen globalen Bedrohung ge-worden sind. Aus dieser Erkenntnis nur militärische, polizeiliche und juristische Konsequenzen zu ziehen, wäre der falsche Weg.

Armut, Ausbeutung und fehlende demokratische Strukturen bereiten einen gefährlichen Nährboden für Extremismus und Fanatismus sind eine wesentliche Ursache für Krieg und Terrorismus. Krieg und Terrorismus lassen sich deshalb nur durch eine Politik der Nachhaltigkeit und des sozialen Ausgleichs zwischen Reich und Arm bekämpfen."

Der DGB-Regionsvorsitzende unterstrich die Forderung des DGB, durch die soziale Gestaltung der Globalisierung für mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen.

Köhler: "Dies muss zum Kernstück einer neuen globalen Politik gemacht werden. Nur durch eine solidarische Außen-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik können die negativen Auswirkungen der Globalisierung verhindert werden."

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Dabei, so der DGB-Regionsvorsitzende weiter, gilt das Primat der Politik. Die Vereinten Nationen bieten nach Überzeugung des DGB das einzig legitime Forum für die Entwicklung einer solchen weltweiten Politik. Das gilt sowohl für die Reaktion auf den weltweiten Terrorismus, den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina wie auch für Maßnahmen gegen Militär- und Unrechtsregime, wie z. B. den Irak. Militärische Aktionen einzelner Staaten lehnt der DGB entschieden ab.

Auch deshalb, so Köhler abschließend, muss die Europäische Union ihr gesamtes politisches Gewicht einbringen, um dazu beizutragen, dass die Spirale von Terror, Unterdrückung und Gewalt in der Welt unterbrochen werden kann.

Geplanter Programmablauf

 10.30 Uhr: Mahnmal "Harrislee Bahnhof" am Grenzübergang Padborg: Kranzniederlegung mit Schweigeminute

 ca. 11.20 Uhr: KZ-Gedenkstätte Ladelund: Kranzniederlegung mit Schweigeminute

 ca. 12.30 Uhr: KZ-Gedenkstätte Schwesing (bei Husum): Kranzniederlegung mit Schweigeminute



E-Mail:   flensburg@dgb.de
Internet: http://www.dgbshnord.de
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