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Erstellt: 29.07.1999 Update: 30.08.1999 | zu: Antikriegstag 1999 - Inhalt Antikriegstag 1999 Erklärung von Friedensgruppen zum Antikriegstag 1999 Netzwerk Friedenskooperative Mit zahlreichen Diskussionsveranstaltungen, Demonstrationen, Friedensfesten und Kundgebungen stellen Gewerkschaften und Friedensgruppen zum 60. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen die nötigen Konsequenzen und Lehren aus dem Krieg ums Kosovo zur Diskussion. Ganz entgegen der NATO-Propaganda hat der Kriegsverlauf das Scheitern des militärischen Weges zur Erreichung der propagierten Ziele offenbart. Und die NATO hat den Luftkrieg verbrecherisch geführt, geächtete Cluster-Bomben und Urangeschosse verwendet, Menschen getötet und hauptsächlich zivile Infrastruktur zerstört, das Land chemisch verseucht und die Nachbarländer destabilisiert. Kriegslogik kennt keine Menschenrechte. Der schon beschlossene Bodenkrieg mit dann zigtausenden weiterer Opfer wurde lediglich durch das politische Engagement, vor allem des vom Westen immer wieder brüskierten Russlands, vermieden. NATO, EU und Bundesregierung setzen dennoch auf weitere Militarisierung und Krieg als Mittel der Politik. Ihre Konsequenzen aus dem Kosovo-Krieg heißen Aufstockung der Krisenreaktionskräfte zur militärischen Interventionsfähigkeit der EU und Fortführung der neuen NATO-Strategie der völkerrechtswidrigen Selbstmandatierung für Kriegseinsätze. Das Geld der Steuerzahler soll folgerichtig für große Beschaffungsprojekte wie Panzerhaubitze 2000, Einsatzgruppenversorger für die Marine, Hubschrauber "Tiger" und den "Eurofighter" verschwendet werden. Unsere Lehren aus diesem Krieg heißen anders: | |
Antikriegstag 1999 - Inhalt | Nicht die Militarisierung der EU für eigene Interventionsfähigkeit, sondern die Stärkung der OSZE in einem kooperativen Gesamteuropa.
Nicht Kosovo als Präzedenzfall für die neue NATO-Strategie der Selbstmandatierung, sondern Rückkehr zum Völkerrecht unter einer gestärkten UNO. Nicht militärische Parteinahme für eine Konfliktpartei, sondern tatkräftige Unterstützung für die demokratischen Kräfte der gesamten Region. Nur die Investition in Mittel der zivilen Konfliktbearbeitung, nur die enge Zusammenarbeit in Gesamteuropa kann die nächsten Kriege verhindern. Wir wollen eine Welt ohne Grenzen, ohne Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung. Wir wollen nie wieder Krieg! UnterzeichnerInnen (Stand: 30.08.1999): Aktionsforum-Frieden (Neuburg); Aktionskreis für Frieden (Erfurt); Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (Trier); AG "KDV im Krieg" (Offenbach); Arbeitskreis "Eine Welt" (protestantische Kirchengemeinde Mutterstadt); Arbeitskreis Frieden Nordhorn; Milan Bakic (Herford); Alois Bauer (Bischofsheim); Andreas Becher (Rechtsanwalt, Bonn); Erika Bernauer (Lenting); Dr. Hanne-Margret Birckenbach (Hamburg); Roland Blach (Gewaltfreie Aktion "Atomwaffen abschaffen"); Ursula Bösken (Friedensforum Witten); Bonner Friedensbüro; Prof. Dr. Michael Boldt (Dortmund); Michael Büker (Herford); Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre (Köln); Demokratische Linke (DL)-Die neue Partei für Berlin; Eberhard Dittus (Friedensinitiative Neustadt/Weinstraße); DFG-VK-Bremen; DGB-Kreis Neubrandenburg; DGB-Ortenau; Dr. Erika Drees (BI Energiewende Stendal und OFFENe HEIDe, Stendal); Eine-Welt-Forum Bonn; Elisabeth Engel (Pax Christi Bistumstelle Paderborn); Joachim Fischer (Bremen); Karin Fischer (Köln); Freiburger Friedensforum; Freireligiöse Jugend Baden; Friedensgruppe Herford; Friedensgruppe Leverkusen; Friedensinitiative Oberberg; Friedenskreis Halle e.V.; Friedensplenum Mannheim; Friedenswerkstatt Wedel; Brigitte Gärtner-Coulibaly (Herford); Barbara Gladysch (Mütter für den Frieden, Düsseldorf); Ulrich Hauke (Bonn); Initiative für Frieden und Abrüstung Märkischer Kreis; Initiative Kirche von unten (Bonn); Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in Sozialer Verantwortung (IPPNW); IPPNW-Regionalgruppe VS-Schwenningen; Heide Jost (Lambreck); JungdemokratInnen/Junge Linke NRW (Wuppertal); Friedhelm Jostmeier (Herford); Berthold Keunecke (Herford); Kölner Friedensarbeitskreis Pax an!; Koordination "Gerechtigkeit und Frieden" der Franziskaner (Köln); Norbert Kuzicki (Herne); Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. (Gammertingen); Büro Heidi Lippmann (MdB PDS); Jürgen Locher (Bad Kreuznach); Martin Lotz (Berlin); Mohssen Massarat (Osnabrück); Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. (Bochum); Renate Meinshausen (Ex-Grüne, Bochum); Fritz Merkord (Blomberg); Udo Meyer (Vorstandssprecher OV Peine B`90/Die Grünen); Renate Mück (Hamburg); Renate Müller (München); Naturfreundejugend Deutschlands (Remagen); Naturfreundjugend Rheinland (Berg. Gladbach); NaturwissenschaftlerInnen-Initiative "Verantwortung für Friedens- und Zukunftsfähigkeit" (Dortmund); Clemens Niemann (Herford); Öffentliche Aufforderung zum gewaltfreien Widerstand gegen Rüstung und Krieg (München); Ökumenisches Informations-Zentrum (Dresden); Ohne Rüstung Leben (Stuttgart); Organisationsteam Friedensdienst-Tour Sachsen; Manfred Osthaus, 1. Vors. der Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF); Pax Christi - Eine Welt Solidarität Bonn; Barbara Petersen (Bonn); Projekt Moderner Sozialismus Norddeutschland; Pusdorfer Friedensgruppe (Bremen); Irmgard Rehle (Herford); Rheingauer Friedensinitiative (Oestrich-Winkel); ReiterInnen für den Frieden; Christoph Rinneberg (Wembach); Barbara Rodi (Herford); Clemens Ronnefeld (Intern. Versöhnungsbund - deutscher Zweig); Traue und Helmut Schamberger (Bremen); Siegfried Schindler (Friedrichsdorf); Michael Schmid (Gammertingen); Schwerter Friedensinitiative; Elisabeth Settgast (Friedenssteuerinitiative); SJD-Die Falken Duisburg; Solidarische Kirche in Nordelbien (Hamburg); Frieder und Sabine Stichler (Schramberg); Truderinger Frauen für Frieden und Abrüstung (München); Wagner Velten (Der Beauftragte der Evang.-Luth. Kirche in Bayern f. Kriegsdienstverweigerer u. Zivildienstleistende); Versöhnungsbund e.V. (Minden); VVN-BdA Hagen; Peter C. Walther (Bundessprecher der VVN-BdA); Dr. Christian Wellmann (Hamburg); Mathias Werner (Herford); Erika Wilkes (Rheinbreitbach); Familie Bernhard Willner (Herzberg); Markus Zeeh (Landtagskandidat auf der grünen Liste für Sachsen); Zweite Aufklärung (Quedlinburg). E-Mail: friekoop@bonn.comlink.org | |
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