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Erstellt: 24.08.1999 | zu: Antikriegstag 1999 - Inhalt Antikriegstag 1999: Wedel Pressemitteilung: Vor 60 Jahren begann der Zweite Weltkrieg DGB-Ortskartell Wedel Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht der 2. Weltkrieg. Mit diesem Krieg zur Neuaufteilung der Welt brachte eine deutsche Armee zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert ungeheures Leid über Millionen Menschen, besonders in Osteuropa. 55 Millionen von Menschen wurden getötet, unzählige verletzt und verstümmelt, Hunderttausende zur Zwangsarbeit verschleppt, Tausende von Ortschaften wurden zerstört. Den Höhepunkt fand die faschistische Barbarei in der systematischen und industriellen Ermordung von 6 Millionen jüdischer Menschen in den Vernichtungslagern. 1945 war klar, daß so etwas nie wieder passieren dürfe. Von deutschem Boden sollte nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg ausgehen. Im Grundsatzprogramm des DGB von 1996 haben die Gewerkschaften erneut bekräftigt, daß der Krieg als Mittel der Politik zu ächten ist. 24.3.1999: Der Angriff auf Jugoslawien und die Militarisierung Europas Ihr Erschrecken darüber, daß Deutschland sich in diesem Jahr an einem Angriff auf Jugoslawien beteiligt hat, haben mehr als 12.000 Kolleginnen und Kollegen durch eine Erklärung gegen den NATO-Krieg deutlich gemacht. Nachdem die Bundeswehr im Kosovo-Konflikt aus dem Verteidigungsauftrag unserer Verfassung herausgetreten ist und die NATO begonnen hat, sich als Interventionsallianz für das 21. Jahrhundert zu rüsten, ist es höchste Zeit, sich mit der Militarisierung Deutschlands und mit der "neuen Weltordnung" auseinanderzusetzen. Wir wollen die Hintergründe des Balkan-Krieges untersuchen und nach den Lehren dieses Krieges fragen. Die Bilanz des Balkan-Krieges erscheint verheerend. - Wirtschaft, Infrastruktur, Wohn- und Lebensbedingungen in Jugoslawien sind um Jahrzehnte zurückgebombt, - Flucht, Vertreibung, "ethnische Säuberungen" werden unter entgegengesetzten Vorzeichen fortgesetzt, - die ökologischen Kriegsfolgen gefährden die Gesundheit der Menschen in der gesamten Region, Nationalismus und Separatismus nehmen weiter zu - auf Kosten von Demokratie und Zivilgesellschaft, - Die NATO-Bomben haben das Völkerrecht, die Verfassung und die Vereinten Nationen usurpiert, - Zu den Kriegsopfern zählen nicht zuletzt die Menschenrechte und die Wahrheit. | |
Antikriegstag 1999 - Inhalt | Das Völkerrecht, die NATO und die Gewerkschaften
Mit der Veranstaltung der Gewerkschaften Kreis Region Unterelbe zum Antikriegstag wollen wir eine öffentliche Diskussion anregen. Wir haben Markus Krajewski von der LAG Frieden der GAL Hamburg eingeladen. Er soll uns sachkundig machen in den Fragen des Völkerrechts am Beispiel des Kosovo-Konfliktes. Roland Kaestner soll uns über die Strategie der neuen NATO aufklären und die Politik beleuchten, die dazu geführt hat. Er ist Oberstleutnant i.G. und Wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Arbeitsbereich Verteidigung und Abrüstung von Bündnis 90/Die Grünen. Die gewerkschaftliche Seite wird auf dem Podium vertreten von Hans-Jürgen Nestmann von der IG Metall - Verwaltungsstelle Elmshorn. Aber alle Anwesenden werden ganz sicher zur friedenspolitischen Diskussion aus Gewerkschaftssicht beitragen. Rahmenprogramm Für den musikalischen Rahmen dieser Antikriegsveranstaltung konnten wir zwei begabte junge Musikerinnen gewinnen, die in der Schulauer Gemeinde nicht unbekannt sind. Aneta Hermann am Flügel und ihre Schwester Joanna Hermann werden die Veranstaltung mit klassischer Musik eröffnen. Ihre Einstimmung ist dem Gedenken der Kriegsopfer gewidmet. Der DGB Kreis Region Unterelbe, das DQB Ortskartell Wedel und die Einzelgewerkschaften GEW und IG Metall laden zu dieser Veranstaltung herzlich ein und hoffen auf eine gute Resonanz. Kontaktadresse: DGB-Ortskartell Wedel im DGB Kreis Region Unterelbe, p.A Imgard Jasker, Hasenkamp 8, 22880 Wedel, Tel./Fax: 04103-3386 | |
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