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Erstellt: 27.08.1999 | zu: Antikriegstag 1999 - Inhalt Antikriegstag 1999: Halle Aufruf zum Antikriegstag FriedenskreisHalle e.V. "Frieden jetzt - Frieden läßt sich nicht durch Krieg erzwingen", war die Losung, unter der Hallenser und Hallenserinnen Woche für Woche auf die Straße gingen, um gegen die am 24.3.1999 begonnenen Bombardements auf Jugoslawien zu protestieren. Wir Vertreter von Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Initiativen aus Halle, einem Aktionsbündnis gegen Krieg/für Frieden, nehmen den Weltfriedenstag 1999 zum Anlaß, erneut öffentlich unserer Meinung Ausdruck zu geben: Krieg darf kein Mittel der Politik sein! Vor 60 Jahren, am 1. September 1939, führte der Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf unser Nachbarland Polen in den 2. Weltkrieg, die größte kriegerische und menschenrechtliche Katastrophe des zuendegehenden Jahrhunderts. In diesem Jahr, 1999, beteiligte sich Deutschland an einem neuen Krieg. Konflikte auf dem Balkan sollten ohne UN-Mandat mit Bomben gelöst werden. Es wurde ein verbrecherischer Luftkrieg geführt, geächtete Cluster-Bomben und Urangeschosse verwendet, Menschen getötet und hauptsächlich zivile Infrastruktur zerstört, das Land chemisch verseucht und die Nachbarländer destabilisiert. Entgegen der Nato-Propaganda hat der Kriegsverlauf das Scheitern des militärischen Weges offenbart. Das vorgegebene Ziel, die Verhinderung einer humanitären Katastrophe ist nicht erreicht. Das in unseren Augen eigentliche Ziel, die erste Anwendung der neuen Nato-Doktrin, ist gescheitert. Nato, EU und Bundesregierung setzen dennoch auf weitere Militarisierung und Krieg als Mittel der Politik. Ihre Konsequenzen aus dem Kosovo-Krieg heißen weitere Aufstockung der Krisenreaktionskräfte und Fortfühnmg der neuen Nato-Strategie der völkerrechtswidrigen Selbstmandatierung für Kriegseinsätze. Das Geld der Steuerzahler soll für Beschaffungsprojekte wie die Panzerhaubitze 2000, den Hubschrauber "Tiger" und den "Eurofighter" verschwendet werden. | |
Antikriegstag 1999 - Inhalt | Wir wehren uns gegen diese politischen Entwicklungen und kämpfen für die zivile Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Unsere Forderungen sind:
* Stopp den Waffenexporten! Militärische Konflikte werden erst durch Waffen möglich und befördern den Profit der Rüstungsindustrie. Deutschland ist einer der führenden Waffenexporteure. * Reduzierung der Militärausgaben! Deutschland gibt ca. 20 Prozent seines jährlichen Haushaltes (Über 50 Milliarden Mark!) für militärische Aufgaben aus. Eine Umverteilung wäre sofort möglich und würde die gegenwärtige Spardiskussion in die richtige Richtung lenken. * Moralische und finanzielle Unterstützung für Projekte zivile Konfliktlösung! Die Bemühungen verschiedener Organisationen und Gruppen, Konflikte in der Welt friedlich zu schlichten, sind bisher ausschließlich auf Spenden angewiesen. Es wird Zeit, anstatt NATO-Eingreiftruppen aufzubauen, diese Arbeit offiziell und wirkungsvoll zu fördern und zu entwickeln. * Humanitäre und wirtschaftliche Hilfe für alle Opfer von Kriegen! Viele Menschen auf dem Balkan brauchen jetzt und im bevorstehenden Winter unsere Hilfe. Diese darf nicht von politischen Interessen abhängig gemacht werden. Und sie darf nicht auf Kosten anderer Regionen in der Welt geleistet werden. * Die Auflösung der Krisenreaktionskräfte und der militärischen Verbünde Nato und WEU! Spätestens seit dem Ende des kalten Kriegs sind diese überflüssig. Militär und Krieg dürfen kein Mittel der Politik mehr sein. Hallenserinnen und Hallenser, die gleiches denken oder sich informieren möchten, rufen wir auf, am Antikriegstag auf den halleschen Markt zu kommen. Von 15.00 bis 19.00 Uhr finden zahlreiche Aktionen, Treffs und Diskussionen vor und in der Marktkirche statt. Kontakt: Friedenskreis Halle e.V. Friedenskreis Halle e.V. E-Mail: fk@mp-halle.east.de Internet: http://www.friedensdienst.de/fk | |
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