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27.08.1999


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zu: Antikriegstag 1999 - Inhalt

Antikriegstag

Tickermeldungen im Vorfeld

div.

26.8.99 - 11.41 Uhr

Geschichte/Antikriegstag/

Berliner Bündnis plant Aktionen zum Antikriegstag

Berlin (dpa) - Zum 60. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen will ein Bündnis linker Gruppen in Berlin mit einer Reihe von Veranstaltungen an die Grauen des Zweiten Weltkrieges erinnern. Von kommenden Dienstag an solle über mehrere Tage mit Ausstellungen und einer Kranzniederlegung der Opfer des Krieges gedacht werden, sagte eine Sprecherin des Bündnisses am Donnerstag in Berlin. Am Abend des 1. September - des Jahrestages des Kriegsbeginns - werden bei einer Demonstration zur Neuen Wache im Bezirk Mitte unter dem Motto "60 Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen" mehr als 1 000 Menschen erwartet.



26.08. - 16.06 Uhr

Geschichte/Antikriegstag/(Zusammenfassung)

Gedenkkonzerte und Gottesdienste zum Jahrestag des Kriegsbeginns

Berlin (dpa) - Zum 60. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen am 1. September sind in Berlin Gedenkkonzerte und Gottesdienste geplant. Am Jahrestag treffen sich die Staatsoberhäupter Polens und Deutschlands, Aleksander Kwasniewski und Johannes Rau, auf der Friedensbrücke in Frankfurt (Oder) und fahren nach Danzig (Gdansk), wo sie an einer Gedenkveranstaltung und an einem Konzert mit dem Israelischen Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Zubin Mehta teilnehmen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird am 3. September Gast eines Konzerts in Warschau sein.

In der deutschen Hauptstadt nehmen am 1. September die Parlamentspräsidenten beider Länder, Maciej Plazynski und Wolfgang Thierse, an einem Konzert in der Philharmonie mit dem "Polnischen Requiem" von Krzysztof Penderecki teil. Mitwirkende sind die Dresdner Philharmonie unter der Leitung des polnischen Komponisten sowie der Chor der Krakauer Philharmonie. Der Intendant der Berliner Festspiele, Ulrich Eckhardt, betonte am Donnerstag vor Journalisten, die Aufführung des "Polnischen Requiems ist kein Staatsakt mit geschlossener Gesellschaft", sondern ein öffentliches Konzert.

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Antikriegstag 1999 - Inhalt
In einem Grußwort zum Konzert betonte der polnische Staatspräsident, das Requiem bringe "unsere tiefe Verbundenheit mit dem Schicksal der Opfer von Aggression und Gewalt, Unterdrückung und Verbrechen zum Ausdruck". Die Aufführung habe in Berlin eine besondere symbolische Bedeutung, auf dessen Trümmern der Zweite Weltkrieg am 8. Mai 1945 zu Ende gegangen sei. Berlin sei heute Hauptstadt eines europäischen Deutschlands, "mit dem uns freundschaftliche Beziehungen verbinden".

Rau würdigte das Konzert als die schöpferische Zusammenarbeit der Menschen zweier großer Kulturnationen. Die Namen der Städte, aus denen die Mitwirkenden stammen, verkörperten auch "den Mut zum Wiederaufbau nach scheinbar hoffnungsloser Zerstörung und den Sieg von Menschenwürde, Freiheit und Solidarität nach Menschenverachtung, Unfreiheit und nationalistischem Wahn".

Ein Bündnis linker Gruppen in Berlin will mit einer Reihe von Veranstaltungen an die Grauen des Zweiten Weltkrieges erinnern.



ap 31.08.99, 11.15 Uhr

Stichwort: 1.September

Frankfurt/Main (AP) Am 1. September 1939 überschritten deutsche Truppen die polnische Grenze. In vielen Ländern gilt dies als Beginn des Zweiten Weltkriegs. In Russland hat jedoch der 22. Juni 1941, der Tag des deutschen Einfalls in die Sowjetunion, einen weit höheren Stellenwert, und viele Franzosen verstehen unter dem Beginn des Kriegs vor allem die Besetzung von Paris am 14. Juni 1940. Der Invasion in Polen gingen Scheinangriffe auf den Sender Gleiwitz und andere deutsche Orte in Grenznähe voraus, mit denen der Öffentlichkeit ein Kriegsgrund vorgegaukelt wurde. Adolf Hitler erklärte im Reichstag: eit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.` Zu dieser frühen Morgenstunde beschoss das Linienschiff Schleswig-Holstein" polnische Stellungen auf der Westerplatte, einer Landzunge bei Danzig. Deutsche Panzer- und Lastwagen-Kolonnen rückten über die Grenze vor, auf mehrere polnische Städte gingen die ersten Bomben des Zweiten Weltkriegs nieder.

Seit 1957 wird der 1. September in der Bundesrepublik als Antikriegstag begangen. Damals rief der DGB unter dem Motto "Nie Nieder Krieg" zu Kundgebungen auf. Ein Jahr zuvor war die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt worden. Die Beteiligung am Antikriegstag erreichte in den späten 70-em ihren Höhepunkt. Nach langer Abstinenz rief 1979 wieder der gesamte DGB zur Beteiligung auf.

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Antikriegstag 1999 - Inhalt
Bemühungen um einen Antikriegstag reichen bis 1845 zurück. Pazifistisch orientierte kirchliche Gruppen in Großbritannien proklamierten in den 80-er Jahren des 19. Jahrhunderts den letzten Sonntag vor Weihnachten zum Friedenstag. Als Erinnrung an den Kiegsbeginn 1914 erklärten nach dem Ersten Weltkrieg Sozialdemokraten, Gewerkschaften und Friedensgruppen den 1. August zum Friedenstag. Die erste Kundgebung fand am 1. August 1920 in Berlin statt.

AP/ar/met/fh/311115 aug99







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