![]() | ![]() |
![]() Gewalt- spirale durch- brechen Aktuelles vom: 24.10.2001 update: 25.10.2001 | Die Gewaltspirale durchbrechen - Aktuelles "Uneingeschrankte Solidaritat" darf nicht "Nibelungentreue" bedeuten: Auf politische Lösung in Afghanistan konzentrieren und Militarschlage beenden! Ev.AG für KDVEAK, Bischof i.R. Dr. Christoph Demke Stellungnahme/Pressemitteilung vom 24.10.2001 Die christlichen Kirchen in Deutschland haben einhellig vor der Gefahr der Gewalteskalation durch Militärschläge gegen den Terrorismus gewarnt. In diesen Tagen hat der Rat der EKD die Orientierungspunkte für Friedensethik und Friedenspolitik "Schritte auf dem Weg des Friedens" von 1994 mit einer aktualisierenden Ergänzung "Friedensethik in der Bewährung" neu herausgegeben. Auch wenn der Text vor dem 11. September 2001 erarbeitet und beschlossen wurde und in einer Vorbemerkung unterstrichen wird, dass die Konsequenzen aus den Terroranschlägen für die Friedens- und Sicherheitspolitik "noch in keiner Weise absehbar sind", bieten die vorsichtig abwägenden Überlegungen allen Grund, um von einer weiteren Steigerung der Militaraktionen abzuraten und einer deutschen Beteiligung daran zu widersprechen. Die Aktionen nehmen immer mehr den Charakter eines Abenteuers an, - vor Abenteuern hat auch der Bundeskanzler gewarnt, - dessen Ziele unklar bleiben und dessen Aus- und Nebenwirkungen zunehmend schwieriger kalkulierbar werden. Es sollte in Erinnerung sein: der erste Weltkrieg entwickelte sich aus einem Attentat und weil das Ultimatum zur Auslieferung der Attentäter nicht erfüllt wurde. "Uneingeschränkte Solidaritat" darf nicht wie seinerzeit "Nibelungentreue" bedeuten. Der deutsche Beitrag muß sich an der Seite der USA auf die diplomatische Vorbereitung der künftigen Lösung der Machtfrage in Afghanistan konzentrieren, damit es zu einer Beendigung der Militärschlage kommt. Diese Beendigung ist aus humanitären und politischen Gründen geboten. Kontakt: Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) - Bundesvorstand -, Carl-Schurz-Str. 17, 28209 Bremen, Tel. : 0421/34 40 37; Fax: 0421/349 19 61 E-Mail: eak-brd@t-online.de Website: www.eak-online.de |
Themen | ![]() Netzwerk FriedensForum Ex-Jugo Termine Aktuelles |