![]() | ![]() |
![]() | ![]() | ||
Panzer in die Türkei? - Inhalt vom: 30.10.1999 | Panzer in die Türkei?: Leopard 2 A5 - 60 Tonnen Hightech Hannoversche Allgemeine Zeitung Er gilt als modernster und bester Kampfpanzer der Welt - obwohl er mittlerweile schon 20 Jahre alt ist. Der Leopard 2 wurde in den siebziger Jahren von deutschen Ingenieuren entwickelt und mittlerweile nicht nur in 1.900 Exemplaren an die Bundeswehr ausgeliefert. Auch die Niederlande, Spanien, Dänemark, Österreich, die Schweiz und Schweden haben ihre Armeen mit dem Leo 2 ausgerüstet. Bei der Bundeswehr sind derzeit mehrere Versionen im Einsatz. Einige Verbände müssen sich noch mit dem ursprünglichen Modell begnügen, andere wie das Panzerbataillon 33 in Neustadt-Luttmersen verfügen über den Leopard 2 A5. Er ist bisher nur in 225 Exemplaren bei der Bundeswehr vorhanden und unterscheidet sich vom Leo 2 alter Art durch ein größeres Gewicht und demnächst auch durch eine stärkere Kanone. Um rund fünf Tonnen wurde der Leopard 2 schwerer, als die Bundesregierung eine "Kampfwertsteigerung" in Auftrag gab. Der Turm erhielt eine Zusatzpanzerung, so dass er längst nicht mehr so kastenförmig wirkt wie früher. Die Fahrerluke wurde verstärkt, das Rohr der 120-Millimeter-Kanone um 1,50 Meter verlängert. Auch am Fahrgestell wurden umfangreiche Verbesserungen vorgenommen. Über die Elektronik, die neuerdings in den Leo 2 eingebaut wird, schweigen sich die Hersteller und auch die Militärs am liebsten aus. "Über die Trumpfkarten redet man nicht", heißt es zurückhaltend. Immerhin ist bekannt, dass ein Wärmebildgerät auch getarnte Ziele gut erfassen kann. Das neue Rundblickperiskop liefert dem Kommandanten der vierköpfigen Besatzung auch nachts klare Bilder. Bei der Orientierung in unbekanntem Gelände hilft neuerdings eine Navigationsanlage, wie sie auch in vielen Luxusautos zu finden ist. Und für den Fahrer werden eine Fernsehkamera und ein Mini-Bildschirm angebracht, die das Rückwärtsfahren erleichtern. | ||
Panzer in die Türkei? - Inhalt | Damit möglichst jeder Schuss trifft, verfügt der Leopard 2 A5 über einen sogenannten Hybridrechner. Für das Laden der Kanone haben Techniker eine elektrische Waffennachfüllanlage entwickelt und eingebaut. Mit dem 1.500 PS starken Zwölf-Zylinder-Motor, der mit Diesel oder Kraftstoffmischungen betrieben werden kann, bringt es der Panzer auf eine Geschwindigkeit bis zu 72 km/h, der Tank fasst 1200 Liter, auf der Straße kann der Leo damit knapp 500 Kilometer zurücklegen. Ähnlich wie der in den sechziger Jahren eingeführte Leo 1 ist das neue Modell in der Lage, unter Wasser zu fahren und 60-Prozent-Steigungen zu meistern. Die Kanone des Kampfpanzers ist ein niedersächsisches Produkt. Sie wird von Rheinmetall in Unterlüss bei Celle hergestellt und überall in der Welt nachgefragt - auch bei der US-Armee. Mit der verlängerten Kanone kann bis zu vier Kilometer weit zielgenau geschossen werden. An Bord hat der Panzer 42 Geschützladungen. Überdies ist er mit zwei Maschinengewehren und 16 Nebelwerfern ausgestattet. Klaus von der Brelie, Hannover aus HAZ vom 30.10.1999 | ||
Artikel | Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema Inhalt Rüstungsexport Panzerexp. - PM Nürnberger FF Panzerexp: amnesty-Kritik Panzerexp: BDK-Beschluss Panzerexp: Postkarten-Übergabe in Berlin Panzerexp. - Postkartenaktion |
![]() | ![]() | |
Bereich Themen | Netzwerk F-Forum Termine Jugo-Hilfe Aktuell |