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![]() Ostermär- sche 2002 vom: 15.04.2002 | Ostermärsche und -aktionen 2002: Rede beim Ostermarsch 2002 der Braunschweiger Friedensbewegung am 30.03.02 Hans-Georg Hartwig (Anti-Kriegs-Bündnis) - Es gilt das gesprochene Wort - Liebe Freundinnen und Freunde unserer heutigen Ostermarschaktion, Werte Interessenten an unserer Kundgebung Im Namen des Bündnisses für diese Braunschweiger Ostermarschaktion eröffne ich hiermit unsere Fahrraddemonstration mit anschließende Kundgebung um 12.15 Uhr, wiederum hier auf dem Kohlmarkt. Wir wollen heute unter dem Motto "Stoppt die Spirale der Gewalt! Krieg ist Terror - Frieden ist machbar." demonstrieren. Wir tun das in der Tradition der Ostermärsche gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik gleich nach dem zweitem Weltkrieg, in der Tradition der Ostermärsche gegen die atomare Hochrüstung im "Kalten Krieg". Und wir tun das im Gleichklang mit den Ostermarschaktionen die dieser Tage in über 50 Städten der Bundesrepublik stattfinden. Bei aller Tradition, ist unsere diesjährige Ostermarschaktion leider keine Erinnerung an vergangene Zeiten, als Mensch für den Frieden kämpfen mußte! Der "Kalte Krieg" ist vorbei, aber der erhoffte Weltfrieden ist ausgeblieben. Vielmehr wird Krieg zu führen, auch von Deutschland aus, alltägliche Botschaft der Nachrichtensendungen. Deutsche Truppen in Bosnien-Herzogewina, Deutsche Bomber über Jugoslawien, deutsche Truppen im Kosovo, deutsche Truppen in Mazedonien, deutsche Truppen in Afghanistan, deutsche Truppen in Kuwait, deutsche Marine am Horn von Afrika. Uns wird gesagt, diese Bundeswehrtruppen führen keine Kriege, sie dienen der Verhinderung von Völkermord, der Wiederstellung von Demokratie und neuerdings dem "Kampf gegen den Terror". Eigenartig nur das nach als diesen Militäraktionen unter so schön klingender Parolen: mehr Tote, mehr Vertriebene, mehr nationale Spannungen, mehr Minenfelder, mehr Verstümmelte, mehr wirtschaftliche Not in den betroffenen Regionen und mehr ganz undemokratischer westlicher Besatzungsmacht zurückbleiben! Darum sagen wir - und es ist erwiesen - Krieg ist die schlimmste Form des Terrors. Krieg ist Terror, aber Frieden ist machbar, wenn man ihn will. |
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Ostermär- sche 2002 | Aber manche Mächtige verdienen am Krieg, manche Mächtige wollen mit Krieg Rohstoffe und Absatzmärkte erschliessen, manche Mächtige haben keine Hemmungen das soziale Elend, insbesondere in der sog. 3.Welt zu nutzen um Menschen gegeneinander aufzuhetzten, wegen ihrer Religion ihrer nationalen Herkunft usw. Das alles nur um ihren Reichtum auf Kosten anderer zu verteidigen. Das alles nur um den Blick zu versperren, auf die wesentliche vernünftige Antwort für die Probleme unserer heutigen Welt, ohne weltweite soziale Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden! Vielleicht denken sie, diese Gedanken sind zu einfach! Da gibt`s ja zu Beispiel diese radikal islamischen Fundamentalisten, mit ihrer Charia, ihrer Form der Frauenunterdrückung, das ist eine andere Kultur, das kennen wir als Europäer nicht! Und wir sind jetzt berufen die Menschenrechte weltweit zu verteidigen? Aber entsinnen wir uns, in der alten Kulturnation Deutschland, mit Goethe, Kant, Hegel und Marx, konnte eine faschistische Bewegung zur Macht gelangen, welche die absurde Behauptung vertrat, alle sozialen Probleme hätten ihre Ursache bei den Deutschen jüdischer Herkunft. Und diese Kulturnation, betrieb einen Völkermord in moderner Zeit unbekannten Ausmasses. Kurz, gerade in Deutschland, haben wir keinen Grund über die Kultur andere Völker die Nase zu rümpfen, wo sich Angesichts sozialen Elends, nationalistische, religiös-fundamentalistische Ansichten ausbreiten, was schlimm genug ist! Vielmehr müssen wir denen Wiedersprechen, die im Namen der Menschlichkeit Krieg führen, als Moralapostel auftreten - wie z.B. Kriegsminister Scharping - aber im Kern der Sache vor den Mächtigen kuschen - die keinen Weltfrieden und kein weltweite soziale Gerechtigkeit wollen. Darum, genau darum demonstrieren wir heute! Und sagen Frieden ist machbar. Dieses Land "Deutschland" ist nicht die Welt. Aber dieses Land gehört nicht den Mächtigen, sondern seinen Einwohnern! Und wir, die Einwohner dieses Landes wollen nicht das von Deutschland Krieg ausgeht! Denn nicht zuletzt sterben im Krieg Soldaten - nicht Generäle, Konzernchefs und Regierungsmitglieder! Frieden ist machbar! Setzen wir uns hartnäckig dafür ein - trotz alledem! E-Mail: H-G.Hartwig@t-online.de | ||
Artikel | Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema Ostermärsche OM 2002 - Aufruf OFFENe HEIDe OM 2002 - Grußwort DGB Region Niederrhein OM 2002 - Pressespliegel 30.03.02 -HF/TV- OM 2002 - Rede E.Bernhard, Aschaffenb., 30.03.02 OM 2002 - Rede H.Hoyer, Erlangen, 01.04.02 |
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