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15.04.1998


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zu: Ostermärsche und -aktionen 98

Tickermeldungen

Agenturmeldungen 10./11.04.98

ddp/ADN 10.04.98: "Ostermarsch-Aktionen in über 80 Orten Deutschlands"

ddp/ADN 10.04.98: "Ostermarsch-Aktionen in über 50 Orten Deutschlands"

dpa 10.04.98: "Stichwort: Ostermärsche"

ap 10.04.98: "Ostermärsche für den Frieden begonnen"

epd 10.04.98: "Ostermarschierer begannen bundesweit mit Aktionen"

afp 10.04.98: "Ostermarsch-Aktionen begonnen - Leipziger mit dem Fahrrad nach Buchenwald unterwegs"

rtr 10.04.98: "Ostermärsche der Friedensbewegung begannen"

ddp/ADN 10.04.98: "Fahrradkorso zum Ostermarsch-Auftakt - Aktionen in über 80 Orten"

ap 10.04.98: "Ostermärsche für den Frieden begonnen"

dpa 10.04.98: "Friedensbewegung wieder auf dem Ostermarsch - gegen Militarisierung"

ddp/ADN 10.04.98: "Ostermarsch-Aktionen in ganz Deutschland - Organisatoren mit Auftakt zufrieden"

rtr 10.04.98: "Nachrichtenübersicht 17:00 Uhr"

afp 11.04.98: "Friedensbewegung setzt Ostermarsch-Aktionen fort"

ap 11.04.98: "Ostermärsche fortgesetzt"

rtr 11.04.98: "Ostermärsche der Friedensbewegung fortgesetzt"

dpa 11.04.98: "Kaum Interesse am Ostermarsch - Bundesweit mehrere 100 Teilnehmer"

afp 11.04.98: "Friedensbewegung setzt Ostermarsch-Aktionen fort"

ap 11.04.98: "Geringe Beteiligung bei Ostermärschen"



ddp04 4 210.04.1998 - 00:19

Ostermarsch/Rf

Ostermarsch-Aktionen in über 80 Orten Deutschlands

Berlin (ADN). Mit Friedensgottesdiensten, mehrtägigen Wanderungen und Fahrraddemonstrationen beginnen heute die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" zielt der Protest nach Angaben der Informationsstelle Ostermarsch `98 auf eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben. Gleichzeitig werde für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Umweltbedingungen demonstriert. Die Aktionen sollen an mehr als 80 Orten in der Bundesrepublik stattfinden.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Insgesamt stehen 25 traditionelle Ostermärsche auf dem Programm. Die größten sind unter anderem in Hamburg, Bremen, Berlin, Kassel, Chemnitz und München geplant. Weitere Protestaktionen werden sich gegen das von der Bundeswehr geplante Übungs-Bombodrom in der Wittstocker Heide sowie den Ausbau der Colbitz-Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum richten. Auch die Militärflugplätze Nörvenich, Jagel sowie das Ausbildungszentrum des Kommandos Spezialkräfte in Nagold sind Ziel von Ostermarschierern. Auch an anderen Bundeswehr-Standorten wolle man bei den Osteraktionen "den Militärs auf die Bude" rücken. So werde in Hamburg ein Fahrradkonvoi zur Führungsakademie der Bundeswehr führen.

Im vergangenen Jahr hatten sich nach Angaben der Initiatoren mehrere zehntausend Menschen an den Protestaktionen über die Feiertage beteiligt.



ddp04 4 610.04.1998 - 01:32

Ostermarsch/Rf

Ostermarsch-Aktionen in über 50 Orten Deutschlands

Berlin (ADN). Mit Ostermarsch-Aktionen an bundesweit über 50 Orten will die Friedensbewegung in diesem Jahr mobil machen. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" zielt der Protest nach Angaben der Informationsstelle Ostermarsch `98 auf eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben. Gleichzeitig werde für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Umweltbedingungen demonstriert.

Insgesamt stehen 25 traditionelle Ostermärsche auf dem Programm. Die größten sind unter anderem in Hamburg, Bremen, Berlin, Kassel, Chemnitz und München geplant. Weitere Protestaktionen werden sich gegen das von der Bundeswehr geplante Übungs-Bombodrom in der Wittstocker Heide sowie den Ausbau der Colbitz-Letzlinger Heide zum Gefechtsübungszentrum richten.

Im vergangenen Jahr hatten sich nach Angaben der Initiatoren mehrere zehntausend Menschen an den Protestaktionen über die Feiertage beteiligt.



dpa05 5 1610.04.1998 - 09:00

Demonstrationen/Ostermärsche/(Hintergrund)

Stichwort: Ostermärsche

Frankfurt/Main (dpa) - Die Ostermärsche werden schon lange nicht mehr von einer Massenbewegung getragen. "Es gibt aber flächendeckend aktive Gruppen, die die Kernzellen für einen Aufschwung der außerparlamentarischen Bewegung werden könnten", meint Willi van Ooyen vom zentralen Ostermarschbüro der Friedensbewegung in Frankfurt. Teilnehmerzahlen nennen die Organisatoren allerdings seit 1996 nicht mehr.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Die Ostermarschbewegung, die vor 40 Jahren in London entstand, hat schon mehrere Tiefpunkte hinter sich. In den Hoch-Zeiten demonstrierten Hunderttausende gegen die atomare Rüstung. Als geistiger Vater gilt der britische Philosoph Bertrand Russel. Unter seiner Regie versammelten sich Karfreitag 1958 erstmals rund 10 000 Menschen, um für nukleare Abrüstung zu demonstrieren.

Der erste Höhepunkt der Bewegung in Deutschland war das Jahr 1968. Damals protestierten zu Ostern rund 300 000 Menschen. Dann kam der Bruch: Die Beteiligung kommunistischer Organisationen an den Kundgebungen führte 1970 - noch unter dem Eindruck des Einmarsches von Ostblock-Truppen in die CSSR - zum einstweiligen Aus.

Nach dem Beschluß der NATO, mit Pershing-2-Raketen und Cruise Missile-Marschflugkörpern auf die Stationierung sowjetischer SS-20Mittelstrecken-Raketen zu reagieren, erlebte die Bewegung einen neuen Höhepunkt. 1983 wurde in Deutschland der Gipfelpunkt erreicht: mehr als 700 000 Teilnehmer zogen zu Ostern durch die Städte.

Die Friedensbewegung fand neben den Märschen zu Ostern jedoch auch andere Aktionsformen. Nach der Einigung zwischen den USA und der UdSSR über den Abbau der atomaren Mittelstrecken-Waffen 1987 und dem Abzug der Pershings verlor die Ostermarsch-Bewegung eines ihrer Hauptthemen. Das Ende des Warschauer Pakts beschleunigte die Auflösungs-Erscheinungen. Unterbrochen von einem kurzen Wiederanstieg im Golfkriegs-Jahr 1991 ließ die Resonanz von Jahr zu Jahr nach.



ap03 3955810.04.1998 - 11:45

Ostermarsch FZ

Ostermärsche für den Frieden begonnen - Feiertagszusammenfassung (Neu: Beginn)

Utl: Schwerpunkte Truppenübungsplätze und Ruhrgebiet

Frankfurt/Main (AP) Mit Wanderungen und Fahrraddemonstrationen haben am Karfreitag vormittag die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung begonnen. In Leipzig startete eine Fahrradtour zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar, auch in Eisenach fuhr eine Fahrraddemo los, wie die Informationsstelle Ostermarsch in Frankfurt am Main mitteilte. In Duisburg und Idar-Oberstein marschierten Menschen für Frieden und Abrüstung.

In diesem Jahr sollen die Schwerpunkte auf den umstrittenen Truppenübungsplätzen in Ostdeutschland liegen, auf dem Ausbildungszentrum für Spezialkräfte der Bundeswehr in Baden-Württemberg und im Ruhrgebiet, wie Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative mitteilte. So ist am Sonntag eine Protestaktion gegen den Bombenabwurfplatz in der Wittstocker Heide in Brandenburg geplant. Insgesamt sind am Osterwochenende mindestens 30 Aktionen vorgesehen, die meisten am Ostermontag. Gefordert werden der politische Wechsel, Abrüstung und ein Nein zur Anschaffung neuer Waffensysteme.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Beer, unterstützte am Donnerstag die Ostermarsch-Aktionen. Sie warf der Bundesregierung vor, die Möglichkeiten zum Aufbau einer europäischen Friedensordnung nicht genutzt zu haben. Ostermarschierer in Sachsen-Anhalt wollten am Freitag nachmittag in den Zeitzer Forst, wo der ehemalige sowjetische Truppenübungsplatz von der Bundeswehr weitergenutzt werden soll. Ein Demonstrationszug durch Chemnitz soll sich gegen "soziale, politische und militärische Gewalt" richten. In Dortmund war ein "Mahngang" zum Gedenken an die Opfer der Karfreitag-Erschießung im April 1945 geplant und im hessischen Bruchköbel ein Ostermarsch unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle".

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Ostermärsche und -aktionen 98
Am (morgigen) Samstag ist unter anderem der Ostermarsch Ruhr von Duisburg nach Dortmund geplant. In Bremen soll eine Kundgebung gegen öffentliche Gelöbnisse und für Entmilitarisierung und Abrüstung stattfinden, und in Oldenburg geht es um eine "Entmilitarisierung des Denkens". Zu einem "öffentlichen Gelöbnis" der Friedensbewegung wird in Kiel aufgerufen, und in Jagel soll eine "militärfreie Euroregion Sonderjylland-Südschleswig" eingefordert werden. In München heißt das Motto der Demonstration "Arbeitsplätze statt Rüstung".

Zwtl: Polit-Talk in Bochum

Am Ostersonntag stehen unter anderem aus Berlin eine Fahrradfahrt und aus Bremen eine Busfahrt zur Wittstocker Heide auf dem Programm. In Essen soll die zweite Etappe des Ostermarschs Ruhr auf Fahrrädern starten. In Bochum ist ein Polit-Talk über das 21. Jahrhundert geplant, in Weimar soll zum 53. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald gedacht werden.

Für Ostermontag ist unter anderem der Berliner Ostermarsch unter dem Motto "Topographie des Terrors" geplant und die dritte Ruhr-Etappe ab Bochum. In Frankfurt am Main heißt die Devise "Es ist höchste Zeit für den politischen Wechsel - Frieden und Arbeit für alle", in Hamburg "Widerstand gegen militarisierte Politik nach außen und innen".

Für Württemberg und Nordbaden soll eine zentrale Aktion in Nagold mit der Forderung "Arbeitsplätze statt Kriegseinsätze" stattfinden. In München gibt es einen Radausflug zum Garchinger Atomreaktor. Eine Kölner Initiative plant am Fliegerhorst Nörvenich eine Demonstration "Gegen den Militarismus des neuen Großdeutschlands".

Ende



epd59 5950710.04.1998 - 12:57

Demonstrationen/Ostermärsche

Ostermarschierer begannen bundesweit mit Aktionen

Frankfurt a.M. (epd). Mit Friedensgottesdiensten, mehrtägigen Wanderungen und Fahrraddemonstrationen haben am Karfreitag die bundesweiten Osteraktionen der Friedensgruppen begonnen. Unter andere in Leipzig, Eisenach, Chemnitz und im hessischen Bruchköbel sei für einen politischen Wechsel in Deutschland demonstriert worden, teilte das Ostermarschbüro am Freitag in Frankfurt mit. Teilnehmerzahlen nannte die Organisationszentrale nicht. Im vergangenen Jahr hatten sich nur wenige tausend Menschen an den Protesten beteiligt.

Bis zum Ostermontag sind Aktionen in mehr als 80 Städten geplant. Hauptforderungen sind dabei die drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben und der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme. Die Ostermarschierer verlangen auch den Verzicht auf den Bau des Kampfflugzeugs Eurofighter, um mit dem eingesparten Geld Arbeitsplätz und den ökologischen Umbau zu finanzieren.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Insgesamt sind nach Angaben der Organisationszentrale 25 traditionelle Ostermärsche geplant. Ein Schwerpunkt soll am Montag der Marsch durch Berlin sein. Aktionen sind aber auch unter anderem in Hamburg vor der Führungsakademie der Bundeswehr, in der Colbitz-Letzlinger Heide, der Wittstocker Heide sowie in München, Dresden, Frankfurt, Kassel, Kiel und Nürnberg vorgesehen.

Am ersten Ostermarsch hatten am Karfreitag 1958 in London rund 10.000 Menschen teilgenommen. Als geistiger Vater der Bewegung gilt der britische Philosoph Bertrand Russell. Im Zuge der Proteste gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen hatten Ostern 1983 mehr als 700.000 Menschen an den Ostermärschen teilgenommen. (3326/10.04.98)



afd01 1 9410.04.1998 - 13:30

D/Ostern

Ostermarsch-Aktionen begonnen - Leipziger mit dem Fahrrad nach Buchenwald unterwegs

Bonn, 9. April (AFP) - Am Karfreitag haben bundesweit wieder Ostermarsch-Aktionen begonnen. Eine Gruppe von Leipzigern startete mit dem Fahrrad in das frühere Konzentrationslager Buchenwald, wie die Infomationsstelle "Ostermarsch" in Frankfurt am Main mitteilte. Zentrales Thema der diesjährigen Kundgebungen, die bis Ostermontag stattfinden, ist die Forderung nach einem politischen Wechsel in Deutschland. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" wollen die Ostermarschierer auch dafür demonstrieren, die Rüstungsausgaben drastisch zu reduzieren und den Eurofighter nicht zu bauen. Ferner geht es laut Informationsstelle bei den Aktionen um den Ausbau sozialer Sicherungssysteme. Außerdem solle für eine Verbesserung der Umweltbedingungen investiert werden, heißt es in einer anderen Forderung.

Ostermärsche gibt es seit 40 Jahren. Als geistiger Vater der Bewegung gilt der britische Philosoph Bertrand Russell. Die Zahl der Teilnehmer hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Im vergangenen Jahr demonstrierten bundesweit "einige zehntausend" Menschen.



rtr07 745910.04.1998 - 13:50

DEUTSCHLAND/OSTERMARSCH

Ostermärsche der Friedensbewegung begannen

Berlin (Reuters) - Bundesweit haben am Karfreitag die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung begonnen.

Die Aktionen, Friedensgottesdienste und Wanderungen zu Militärgeländen stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle". Gefordert wird ein drastischer Abbau der Rüstungsausgaben, um mit dem Geld das Sozialsystem auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und in den ökologischen Umbau zu investieren. Die Organisatoren erwarten bis zum Ostermontag" einige zehntausend Teilnehmer" an den Aktionen in über 80 Orten.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Die ersten Demonstrationen starteten am Freitag in Leipzig und Chemnitz. An einer Fahrradfahrt von Leipzig zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald hätten sich mehrere hundert Menschen beteiligt, sagte OstermarschSprecher Willi van Ooyen.

Am Sonntag finden zahlreiche Ostermärsche im Ruhrgebiet statt sowie die alljährliche Ostermarsch-Aktion in der Wittstocker Heide in Nordbrandenburg. Die Demonstration gegen einen Ausbau des dortigen Truppenübungsplatzes war in den vergangenen vier Jahren jeweils die größte Einzelaktion. Am Montag wollten Anhänger der Friedensbewegung in Dortmund, Hamburg und Berlin demonstrieren, sagte van Ooyen weiter. Die Zahl der Teilnehmer sei in den vergangenen Jahren etwa konstant geblieben, sagte er. Seit den 80er Jahren und nach dem Golfkrieg 1991 gebe es aber deutlich weniger Ostmarschierer, weil die Menschen sich nicht mehr direkt bedroht fühlten und kaum Chancen sähen, durch eigene Aktionen etwas zu bewirken.

Die seit 1960 in der Bundesrepublik stattfindenden Ostermärsche hatten Anfang der 80er Jahre beim Streit über die Nato-Nachrüstung ihren Höhepunkt. 1982 beteiligten sich etwa 400.000 Menschen an den Ostermärschen.



ddp04 416810.04.1998 - 13:58

Ostermarsch/Auftakt

Fahrradkorso zum Ostermarsch-Auftakt - Aktionen in über 80 Orten

Berlin (ADN). Mit Gottesdiensten, Wanderungen und Fahrraddemos haben am Karfreitag die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung begonnen. Nach Angaben der Informationsstelle Ostermarsch `98 in Frankfurt am Main treten die Teilnehmer besonders für eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben und den Stopp des Eurofighters 2000 ein. Sie seien auch gegen den Ausbau der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee gerichtet, zielten auf ein Verbot von Waffenexporten und die Abschaffung von Atomwaffen. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" werde gleichzeitig für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Umweltbedingungen demonstriert. Solche Aktionen seien an den Ostertagen an mehr als 80 Orten in der Bundesrepublik geplant.

In Sachsen und Thüringen brachen mehrere hundert Teilnehmer per Rad zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar auf, das am Samstag vor 43 Jahren befreit wurde. Die "Oster-Marschierer" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Thüringen starteten in Eisenach am Fuße der Wartburg zu ihrer Radtour. Diese führt sie durch den Kreis Gotha über Erfurt nach Weimar, eine weitere Route führt Teilnehmer von Leipzig nach Buchenwald. Dort findet aus Anlaß der Befreiung des KZ am Samstag eine Kundgebung mit Vertretern von Opferverbänden und Gewerkschaften statt. Im sächsischen Chemnitz zogen Teilnehmer eines Ostermarsches durch die Innenstadt.

Insgesamt stehen an den kommenden Tagen 25 traditionelle Ostermärsche auf dem Programm. Die größten sind unter anderem in Hamburg, Bremen, Berlin, Kassel und München geplant. Im vergangenen Jahr hatten sich nach Angaben der Initiatoren mehrere zehntausend Menschen an den Protestaktionen über die Feiertage beteiligt.

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Ostermärsche und -aktionen 98


ap03 3959710.04.1998 - 15:40

Ostermarsch AM

Ostermärsche für den Frieden begonnen - Abendmeldung (neue Details)

Utl: Schwerpunkte Truppenübungsplätze und Ruhrgebiet

Frankfurt/Main (AP) Mit Wanderungen und Fahrraddemonstrationen sind am Karfreitag die diesjährigen Osteraktionen der Friedensbewegung gestartet. In Leipzig startete eine Fahrradtour zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar, auch in Eisenach fuhr eine Fahrraddemo los, wie die Informationsstelle Ostermarsch in Frankfurt am Main mitteilte. In Duisburg und Idar-Oberstein marschierten Menschen für Frieden und Abrüstung.

In diesem Jahr sollen die Schwerpunkte auf den umstrittenen Truppenübungsplätzen in Ostdeutschland liegen, auf dem Ausbildungszentrum für Spezialkräfte der Bundeswehr in Baden-Württemberg und im Ruhrgebiet, wie Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative mitteilte. So ist am Sonntag eine Protestaktion gegen den Bombenabwurfplatz in der Wittstocker Heide in Brandenburg geplant. Insgesamt sind am Osterwochenende mindestens 30 Aktionen vorgesehen, die meisten am Ostermontag. Gefordert werden der politische Wechsel, Abrüstung und ein Nein zur Anschaffung neuer Waffensysteme.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Beer, unterstützte am Donnerstag die Ostermarsch-Aktionen. Sie warf der Bundesregierung vor, die Möglichkeiten zum Aufbau einer europäischen Friedensordnung nicht genutzt zu haben.

Ostermarschierer in Sachsen-Anhalt wanderten am Freitag am Zeitzer Forst entlang, wo der ehemalige sowjetische Truppenübungsplatz von der Bundeswehr weitergenutzt werden soll. Ein Demonstrationszug durch Chemnitz richtete sich gegen "soziale, politische und militärische Gewalt". In Dortmund gab es einen "Mahngang" zum Gedenken an die Opfer der Karfreitag-Erschießung im April 1945 und im hessischen Bruchköbel einen Ostermarsch unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle".

Am (morgigen) Samstag ist unter anderem der Ostermarsch Ruhr von Duisburg nach Dortmund geplant. In Bremen soll eine Kundgebung gegen öffentliche Gelöbnisse und für Entmilitarisierung und Abrüstung stattfinden, und in Oldenburg geht es um eine "Entmilitarisierung des Denkens". Zu einem "öffentlichen Gelöbnis" der Friedensbewegung wird in Kiel aufgerufen, und in Jagel soll eine "militärfreie Euroregion Sonderjylland-Südschleswig" eingefordert werden. In München heißt das Motto der Demonstration "Arbeitsplätze statt Rüstung".

Zwtl: Polit-Talk in Bochum

Am Ostersonntag stehen unter anderem aus Berlin eine Fahrradfahrt und aus Bremen eine Busfahrt zur Wittstocker Heide auf dem Programm. In Essen soll die zweite Etappe des Ostermarschs Ruhr auf Fahrrädern starten. In Bochum ist ein Polit-Talk über das 21. Jahrhundert geplant, in Weimar soll zum 53. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald gedacht werden.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Für Ostermontag ist unter anderem der Berliner Ostermarsch unter dem Motto "Topographie des Terrors" geplant und die dritte Ruhr-Etappe ab Bochum. In Frankfurt am Main heißt die Devise "Es ist höchste Zeit für den politischen Wechsel - Frieden und Arbeit für alle", in Hamburg "Widerstand gegen militarisierte Politik nach außen und innen". Für Württemberg und Nordbaden soll eine zentrale Aktion in Nagold mit der Forderung "Arbeitsplätze statt Kriegseinsätze" stattfinden. In München gibt es einen Radausflug zum Garchinger Atomreaktor. Eine Kölner Initiative plant am Fliegerhorst Nörvenich eine Demonstration "Gegen den Militarismus des neuen Großdeutschlands".



dpa05 532010.04.1998 - 16:07

Demonstrationen/Ostermärsche/ (zusammenfassung)

Friedensbewegung wieder auf dem Ostermarsch - gegen Militarisierung

Frankfurt/Main (dpa) - Mit Demonstrationen, Wanderungen und Fahrradtouren hat die Friedensbewegung ihre Ostermarschaktionen begonnen. Die Proteste richteten sich gegen die Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen mit militärischen Mitteln, erklärte ein Sprecher der Koordinierungsstelle in Frankfurt. Am Karfreitag waren vor allem Städte in Ostdeutschland, aber auch in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Schauplätze verschiedener Aktionen.

Der Protest richtet sich häufig gegen militärische Objekte vor Ort. Im sächsischen Zeitz demonstrierten zwischen 1 500 und 2 000 Menschen bei Sonnenschein für eine zivile Nutzung des Bundeswehrübungsgeländes im Zeitzer Forst. Sachsen-Anhalts Umweltministerin Heidrun Heidecke (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, eine Lösung des Problems sei erst mit einem politischen Machtwechsel in Bonn zu erreichen.

Allgemein wird unter anderem der Verzicht auf den Bau des Kampfflugzeugs "Euro-Fighter" verlangt. Das eingesparte Geld solle in den Ausbau sozialer Sicherungssysteme, Arbeitsplätze und den ökologischen Umbau investiert werden.

Rund 150 Ostermarschierer machten sich am Karfreitag vormittag in Leipzig mit dem Fahrrad auf den Weg nach Buchenwald in Thüringen. Die Teilnehmer wollten gegen die Ost-Erweiterung der Nato und eine Militarisierung der Gesellschaft protestieren. In Chemnitz fand ebenso wie im hessischen Bruchköbel nach Angaben der Veranstalter eine Kundgebung statt. Kleinere Gruppen, etwa der Naturfreundejugend, starteten unter anderem in Duisburg und im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein zu Osterwanderungen, die meist in größeren Demonstrationszügen ihren Ausklang finden sollten. Nach Angaben des Frankfurter Büros sind Veranstaltungen in mehr als 80 Orten der Bundesrepublik geplant.



ddp04 420310.04.1998 - 16:52

Ostermarsch/Zf (Zusammenfassung)

Ostermarsch-Aktionen in ganz Deutschland - Organisatoren mit Auftakt zufrieden

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Ostermärsche und -aktionen 98
Berlin (ADN). Mit Gottesdiensten, Wanderungen und Fahrraddemos haben am Karfreitag die diesjährigen Ostermarsch-Aktionen der Friedensbewegung begonnen. Die Teilnehmer setzten sich dabei besonders für eine drastische Reduzierung der Rüstungsausgaben und den Stopp des Eurofighters 2000 ein. Ferner wurde gegen den Ausbau der Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee sowie für ein Verbot von Waffenexporten und die Abschaffung von Atomwaffen demonstriert. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" wurde gleichzeitig der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Umweltbedingungen verlangt. Über die Osterfeiertage sind Aktionen in mehr als 80 Orten der Bundesrepublik geplant.

In einer ersten Stellungnahme äußerte sich die Informationsstelle Ostermarsch `98 in Frankfurt am Main "durchaus zufrieden" mit dem Auftakt der diesjährigen Ostermärsche. Das gelte sowohl für die Beteiligung als auch für den Zuspruch seitens der Öffentlichkeit, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur ADN. Die örtlichen Initiatoren berichteten über eine "positive und lebhafte öffentliche Resonanz".

In Sachsen und Thüringen brachen mehrere hundert Teilnehmer per Rad zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar auf, das am Samstag vor 43 Jahren befreit wurde. Die "Oster-Marschierer" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG) Thüringen starteten in Eisenach am Fuße der Wartburg zu ihrer Radtour. Diese führt sie durch den Kreis Gotha über Erfurt nach Weimar, eine weitere Route führt Teilnehmer von Leipzig nach Buchenwald. Dort findet aus Anlaß der Befreiung des KZ am Samstag eine Kundgebung mit Vertretern von Opferverbänden und Gewerkschaften statt. Im sächsischen Chemnitz zogen Teilnehmer eines Ostermarsches durch die Innenstadt. Im vergangenen Jahr hatten sich mehrere zehntausend Menschen an den Protestaktionen über die Feiertage beteiligt.



rtr07 784310.04.1998 - 17:01

REUTERS/UEBERSICHT/POLITIK

Nachrichtenübersicht Freitag 17:00 Uhr

(...)

Berlin - Bundesweit haben am Karfreitag die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung begonnen. Die Aktionen, Friedensgottesdienste und Wanderungen zu Militärgeländen stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle". Gefordert wird ein drastischer Abbau der Rüstungsausgaben, um mit dem Geld das Sozialsystem auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und in den ökologischen Umbau zu investieren. Die Organisatoren erwarten bis zum Ostermontag" einige zehntausend Teilnehmer" an den Aktionen in über 80 Orten.

(...)



afd01 1 3511.04.1998 - 10:26

D/Ostern

Friedensbewegung setzt Ostermarsch-Aktionen fort

Bonn, 11. April (AFP) - Die Friedensbewegung hat am Samstag ihre Aktionen mit Ostermärschen, Friedensfahrten und Kundgebungen fortgesetzt. Zentrales Thema der diesjährigen Kundgebungen, die bis Ostermontag stattfinden, ist die Forderung nach einem politischen Wechsel in Deutschland. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" wollen die Ostermarschierer auch dafür demonstrieren, die Rüstungsausgaben drastisch zu reduzieren und den Eurofighter nicht zu bauen. Ferner geht es laut Frankfurter Informationsstelle bei den Aktionen um den Ausbau sozialer Sicherungssysteme. Außerdem solle für eine Verbesserung der Umweltbedingungen investiert werden, heißt es in einer anderen Forderung. Aktionen sollten unter anderem in Kiel, Jagel, Bremen, Berlin, Erfurt, Oldenburg, Oberhausen, Saarbrücken, Augusburg und München stattfinden.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Ostermärsche gibt es seit 40 Jahren. Als geistiger Vater der Bewegung gilt der britische Philosoph Bertrand Russell. Die Zahl der Teilnehmer hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Im vergangenen Jahr demonstrierten der Informationsstelle zufolge bundesweit "einige zehntausend" Menschen.



ap03 3967011.04.1998 - 11:07

Ostermarsch

Ostermärsche fortgesetzt

Frankfurt/Main (AP) Die Friedensbewegung hat am Samstag ihre Ostermarsch-Aktionen fortgesetzt. In Erfurt startete am Morgen ein Fahrradkorso zur Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar, wie die Informationsstelle Ostermarsch in Frankfurt am Main berichtete. Schwerpunkte dürften die Aktionen des Ostermarsches Ruhr und am Truppenübungsplatz Colbitz-Letzinger Heide in Sachsen-Anhalt werden.

Der Ostermarsch im Ruhrgebiet von Duisburg nach Dortmund steht in diesem Jahr unter dem Motto "Frieden und Gerechtigkeit statt Militarisierung und Sozialabbau", in Haldensleben südlich des umstrittenen Truppenübungsplatzes rüsten sich die Demonstranten "Für Frieden, Arbeit und Umwelt". Weitere Aktionen sind am Samstag unter anderem in München, Bremen, Kiel und Saarbrücken geplant.



rtr07 7 5511.04.1998 - 12:50

DEUTSCHLAND/OSTERMARSCH

Ostermärsche der Friedensbewegung fortgesetzt

Berlin (Reuters) - Mit Gottesdiensten, Demonstrationen und Wanderungen zu Militärgeländen hat die Friedensbewegung ihre traditionellen Ostermärsche fortgesetzt. Am Samstag fanden unter anderem Demonstrationen an den Militärgeländen im schleswig-holsteinischen Jagel und in Haldensleben in Sachsen-Anhalt statt. Kundgebungen gab es auch in Bremen, Duisburg, Erfurt, Saarbrücken und München. Von verschiedenen Orten Thüringens brachen Teilnehmer einer Friedensfahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald auf, um der Befreiung der Gefangenen vor genau 53 Jahren zu gedenken.

Die Aktionen stehen dieses Jahr unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle". Gefordert wird ein drastischer Abbau der Rüstungsausgaben, um mit dem Geld das Sozialsystem auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und in den ökologischen Umbau zu investieren. Auch solle der Bau des Kampffliegers Eurofighter gestoppt werden, fordern die Organisatoren. Sie erwarten bis zur Abschlußkundgebung am Ostermontag in Berlin "einige zehntausend Teilnehmer" an den Aktionen in über 80 Orten.

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Ostermärsche und -aktionen 98


dpa05 517611.04.1998 - 14:29

Demonstrationen/Ostermärsche/ (Zusammenfassung)

Kaum Interesse am Ostermarsch - Bundesweit mehrere 100 Teilnehmer

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kern der Friedensbewegung ist bei den Ostermärschen am Samstag weitgehend unter sich geblieben. Nur mehrere hundert Menschen beteiligten sich bundesweit in rund 20 Städten an Demonstrationen. Sie forderten mehr Arbeitsplätze, den Ausbau der sozialen Sicherung und die Kürzung der Rüstungsausgaben.

Am besten besucht war der Ostermarsch in München. Dort formierten sich unter dem Motto "Arbeitsplätze statt Rüstung" mehrere Demonstrationszüge zu einem Sternmarsch. An der Abschlußkundgebung auf dem Marienplatz nahmen rund 400 Menschen teil. In Saarbrücken gingen 120 Menschen auf die Straße. Kurden zeigten Transparente mit der Aufschrift: "Schluß mit den Waffenlieferungen an die Türkei."

Unter dem Motto "Für Frieden, Arbeit und Umwelt" protestierten nach Angaben der Veranstalter rund 150 Ostermarschierer in Haldensleben nördlich von Magdeburg unter anderem gegen die Präsenz der Bundeswehr. In Oldenburg versammelten sich laut Polizei 70 Demonstranten, in Bremen kamen 50 Menschen an einem Info-Stand auf dem Marktplatz zusammen. Auch im hessischen Bensheim, in Kiel und in mehreren bayerischen Städten gab es kleinere Aktionen. Ein Sprecher der bundesweiten Informationsstelle Ostermarsch in Frankfurt sagte: "Wir wissen, daß wir um mehr Menschen ringen müssen." Allerdings seien die flächendeckenden Aktionen der Ostermarschierer ein wichtiges Signal. Teilnehmerzahlen nennt die Stelle seit 1996 nicht mehr.

Die Ostermärsche, die ihre Höhepunkte Ende der 60er und Anfang der 80er Jahre mit hunderttausenden Teilnehmern hatten, gehen am Montag unter anderem mit Aktionen in Nürnberg, Frankfurt, Hamburg und Berlin zu Ende. Am Freitag hatten sich rund 1 500 Menschen im Zeitzer Forst (Sachsen-Anhalt) an einer Demonstration beteiligt.



afd01 1 6911.04.1998 - 14:38

D/Ostern/ZF

Friedensbewegung setzt Ostermarsch-Aktionen fort - "Frieden statt Militarisierung und Sozialabbau"

Bonn, 11. April (AFP) - Mit Demonstrationen und Fahrradkorsos hat die Friedensbewegung am Samstag ihre Ostermarsch-Aktionen fortgesetzt. Vor dem größten Nato-Militärflugplatz bei Jagel in Norddeutschland forderten Demonstranten eine zivile Gesellschaft, die auf Rüstung und Krieg als Mittel der Politik verzichte. Bei einem "öffentlichen Gelöbnis" in Kiel versprachen die Teilnehmer, sich für einen weltweiten Frieden und Abrüstung einzusetzen. Die Aktiven der Bremer Friedensbewegung trafen sich nach Angaben der Frankfurter Informationsstelle "Ostermarsch `98" auf dem Marktplatz, um gegen öffentliche Rekrutengelöbnisse und für Entmilitarisierung zu demonstrieren. An der Neuen Wache brachen Berliner Radfahrer zur Fahrt in die Wittstocker Heide auf, um dort am Ostersonntag gemeinsam mit anderen Friedensinitiativen gegen das geplante "Bombodrom" zu protestieren.

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Ostermärsche und -aktionen 98
In der Colbitzer-Letzlinger-Heide bei Haldensleben demonstrierten Ostermarschierer für "Frieden, Arbeit und Umwelt". Aus Eisenach, Leipzig, Erfurt und anderen Städten trafen sich Friedensinitiativen zur Teilnahme an einer Kundgebung zum 53. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald bei Weimar. In Duisburg startete der dreitägige Ostermarsch Ruhr. In Saarbrücken forderten die Teilnehmer eine dauerhafte Reduzierung der Rüstungsausgaben um mindestens fünf Prozent pro Jahr zugunsten einer aktiven Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. In München forderten Ostermarschierer Arbeitsplätze statt Rüstung. Die Veranstalter der Ostermärsche, die keine Zahlenangaben über die Teilnehmer der einzelnen Veranstaltungen machten, äußerten die Erwartung, daß ihre Forderungen in wachsendem Maß Einfluß auf die offizielle Politik gewinnen.

Zentrales Thema der diesjährigen Kundgebungen, die bis Ostermontag stattfinden, ist die Forderung nach einem politischen Wechsel in Deutschland. Unter dem Motto "Frieden und Arbeit für alle" wollen die Ostermarschierer auch dafür demonstrieren, den Eurofighter nicht zu bauen. Ferner geht nach Angaben der Informationsstelle um den Ausbau sozialer Sicherungssysteme. Ostermärsche gibt es seit 40 Jahren. Als geistiger Vater der Bewegung gilt der britische Philosoph Bertrand Russell. Die Zahl der Teilnehmer hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Im vergangenen Jahr demonstrierten der Informationsstelle zufolge bundesweit "einige zehntausend" Menschen.



ap03 3970011.04.1998 - 16:25

Ostermarsch AM

Geringe Beteiligung bei Ostermärschen - Abendmeldung

Utl: Etwa 1.300 Demonstranten - Größte Kundgebung in München

Frankfurt/Main (AP) Mit nur geringer Beteiligung sind die Ostermärsche der Friedensbewegung am Samstag fortgesetzt worden. Insgesamt protestierten rund 1.300 Demonstranten in zahlreichen deutschen Städten gegen Militarisierung und Sozialabbau. Den größten Zulauf verzeichneten die Veranstalter in München, wo unter dem Motto "Arbeitsplätze statt Rüstung" rund 400 Menschen auf die Straße gingen. Größere Aktionen gab es auch in Saarbrücken, Duisburg und Weimar.

Dort gedachten nach Polizeiangaben rund 700 Menschen der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald vor 53 Jahren, darunter etwa 250 Mitglieder der Friedensbewegung. 150 Ostermarschierer zogen unter der Parole "Wege aus der Gewalt" durch die Innenstadt von Saarbrücken. Rund 130 Aktivisten der Friedensbewegung brachen in Duisburg zum dreitägigen Ostermarsch Ruhr auf, der über Oberhausen nach Dortmund führen soll.

Im sachsen-anhaltinischen Haldensleben machten sich 100 Ostermarschierer am Nachmittag auf den Weg zum nahen Truppenübungsplatz Colbitz-Letzinger Heide. "Für eine Entmilitarisierung des Denkens" demonstrierten 70 Menschen im niedersächsischen Oldenburg. Auf dem Bremer Marktplatz registrierten die Behörden eine Demonstration mit 50 Teilnehmern. Vor dem schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Jagel versammelten sich 50 Demonstranten, wie die Polizei berichtete. Die Kundgebungen verliefen überall friedlich.

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Ostermärsche und -aktionen 98
Das Ostermarschbüro in Frankfurt am Main berichtete von weiteren kleinen Aktionen in Kiel, Wedel, Berlin, Gersfeld, Bensheim und Bayreuth. Willi van Ooyen von der Informationsstelle Ostermarsch zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. Es gebe zwar keinen großen Massenaufschwung, aber die Friedensbewegung zeige "Präsenz vor Ort mit oft regionalen Themen".



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