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11.9.2001
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vom:
12.09.2001


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Terroranschläge 11.9. - erste Reaktionen:

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Internationale Friedensärzte sprechen der amerikanischen Bevölkerung ihr tiefes Beileid aus

Ärzte warnen vor Spirale der Gewalt

Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte ...

Berlin, den 11. September 2001

Heute haben furchtbare Terroranschläge das amerikanische Volk getroffen. Unser tiefes Mitgefühl gilt der leidenden nordamerikanischen Bevölkerung. Wir, die Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges, sprechen den Angehörigen der vielen unschuldigen Toten unser Beileid aus. "Wir verurteilen die verabscheuungswürdigen und feigen Anschläge zutiefst. Gewalt kann nie eine Lösung für Konflikte sein.", sagt Dr. med. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW.

Gleichzeitig vernehmen wir mit tiefer Sorge die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, Vergeltungsanschläge auszuüben. Wir möchten mit der ganzen Kraft unserer Stimme als Friedens - und Ärzteorganisation vor einer weiteren Eskalation der Gewalt warnen. Noch wissen wir nicht genau, wer hinter den Anschlägen steht. Doch die Verantwortlichen für diese Taten müssen zur Rechenschaft gezogen Morde werden und sich für die Morde verantworten.

Wir warnen jedoch vor einem blinden militärischen Gegenschlag. Ein Einsatz von möglicherweise Massenvernichtungswaffen gegen die Zivilbevölkerung welchen Landes auch immer, vergrößert nur das Leid unschuldiger Menschen und kann die ganze Welt in ein unübersehbares Chaos stürzen.

Wir möchten weiter davor warnen, dass die US-Regierung unter dem Eindruck der furchtbaren Ereignisse nun die internationalen Abrüstungsverträge aufkündigen und einseitig aufrüsten wird. Das geplante Raketenabwehrprogramm der USA wird niemanden auf der Welt vor solchen Terroranschlägen schützen. So wenig wie uns diese Lösung momentan befriedigend scheint: Auf Dauer helfen nur Gespräche, Verhandlungen und Verträge, um die Welt zu einem friedlichen Ort werden zu lassen. Präventive Konfliktlösungsstrategien führen zum Ziel, nicht die weitere Eskalation durch militärische Gewalt.

Kontakt: Dr. med. Ute Watermann, Tel.; 030/6930244 oder 61289323 Sprecherin der IPPNW



E-Mail:   ippnw@ippnw.de
Internet: http://www.ippnw.de


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