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11.9.2001
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vom:
13.09.2001


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Terroranschläge 11.9. - erste Reaktionen:

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Friedenskundgebung zum Gedenken der Opfer des Terrors in den USA und Wahrung des Weltfriedens

DFG/VK - LV Niedersachsen/Bremen

Wut und Trauer über die Terroropfer dürfen nicht zu noch mehr Opfern führen und in einem Weltenbrand enden.

"Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Friede ist der Weg." (Gandhi)

Mittwoch, 19.9.2001, 18.00 Uhr, Oldenburger Rathausmarkt

Der Tag eines der schrecklichsten Attentate, die die Welt je erlebte, der 11. September, ist gleichzeitig der von den Vereinten Nationen eingeführte "Internationale Tag des Friedens". An diesem Tag sollte die UNO-Generalversammlung in New York eröffnet werden. Am Vorabend gab UN-Generalsekretär Kofi Annan aus diesem Anlass eine Erklärung ab, in der es u.a. hieß: "Am Internationalen Tag des Friedens versuchen wir uns eine Welt vorzustellen, die sich von der Welt, wie wir sie kennen, ziemlich unterscheidet. Wir stellen uns vor, dass die Kriegführenden ihre Waffen niederlegen und ihre Meinungsverschiedenheiten in Aussprachen beilegen. Wir stellen uns vor, dass alle Regierungen auf den Willen ihrer Bevölkerungen hören - und entsprechend handeln. Wir stellen uns vor, dass die eigentlichen Konfliktursachen - Armut, Marginalisierung und Gier - der Entwicklung und der Gerechtigkeit weichen." Leider trifft nur der erste Satz aus der Erklärung Kofi Annans jetzt noch zu: Nach den entsetzlichen Anschlägen in New York und Washington, denen Tausende von Menschen zum Opfer gefallen sind, unterscheidet sich die Welt fundamental von der, die wir bisher gekannt haben. Wir verurteilen die grausamen Terrorakte, wir trauern um die vielen unschuldigen Opfer und fühlen mit ihren Angehörigen, und wir wünschen uns sehnlich, dass die Verantwortlichen dieser Wahnsinnstaten zur Rechenschaft gezogen werden. Genauso warnen wir aber auch vor voreiligen Verurteilungen und vor unangemessenen Reaktionen.

George W. Bush hat erklärt, dass die amerikanische Regierung Vergeltung üben wird an denjenigen, die für die Tat verantwortlich sind, und denjenigen, die sie beherbergen. Bei aller Trauer ist aber das Drehen an der Gewaltspirale die falsche Reaktion. Ein möglicher Vergeltungsschlag der USA, um sich der Terroristen zu bemächtigen, würde zu vielen zivilen Opfern führen und den Weltfrieden ernsthaft gefährden.

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11.9.2001
erste
Reaktionen
Gegen Terrorismus und wahnsinnsgeleitete Aktionen blinder Gewalt gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Eine Politik, die den Terrorismus wirksam bekämpfen und eindämmen will, muss ihm den sozialen, politischen und ideologischen Nährboden entziehen, in dem er gedeiht. Ein Klima des Hasses und der Intoleranz und eine Politik, die Gewalt mit Gegengewalt und Gegengewalt mit neuer Gewalt beantwortet, bereitet auch den Boden für Terrorakte, deren Grausamkeit sich jeder menschlichen Vorstellungkraft entziehen.

Wann endlich wird begriffen, dass Sicherheit heute nicht mehr durch noch so "perfekte" militärische Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet werden kann? Nichts offenbart dies deutlicher als die Schutzlosigkeit der USA gegenüber den grauenhaften terroristischen Anschlägen. Die USA müssen begreifen, dass sie sich als letzte verbliebene militärische und ökonmoische Supermacht nicht auf Dauer über die Interessen der übrigen Völker und Staaten hinwegsetzen können, wie sie es derzeitig innerhalb der Vereinten Nationen praktizieren. Wann endlich begreifen auf Rache sinnenden Regierungen, die jetzt wieder nach mehr Rüstungsausgaben, Waffen und Militär verlangen, dass Sicherheit erst dann gegeben ist, wenn die Sicherheit des Anderen gewährleistet ist? Dass Sicherheit heute nicht mehr nur militärisch, sondern vor allem sozial, kulturell, ökonomisch und politisch begriffen werden muss? Dass Sicherheit letztlich eine Frage der Gerechtigkeit ist? Die Friedensbewegung plädiert aus all diesen Gründen für besonnene Reaktionen der Politik. Dem Terrorismus durch zivile Maßnahmen und durch die Stärkung des Rechts und der Gerechtigkeit den Boden entziehen ist langfristig das bessere Mittel als der Gedanke an Rache und militärische Vergeltung.

Bundesausschuss Friedensratschlag, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Niedersachsen/Bremen und Gruppe Oldenburg, Schweigekreis Oldenburg, PDS Oldenburg

Kontakt: DFG-VK Oldenburg, c/o G.Karbus, Postfach 3362, 26023 Oldenburg, Tel./Fax: 0441/5947688,
Nds-HB@dfg-vk.de, dfg-vk@org.oldenburg.de



E-Mail:   hds-hb@dfg-vk.de
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