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![]() 11.9.2001 erste Reaktionen vom: 14.09.2001 | Terroranschläge 11.9. - erste Reaktionen: Pressemitteilung Ernst-Ludwig Iskenius VS-Villingen den 13.9.2001 Die Internationalen Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) hat seit ihrer Gründung vor mehr als 20 Jahren alle Formen der Gewalt, besonders kriegerische und terroristische Gewalt als eine der weitverbreitesten Krankheiten der Menschheit zu bekämpfen versucht. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der vielen unschuldigen Menschen, die durch die verabscheuungswürdigen Anschläge in den USA ihr Leben lassen mussten. Diese Anschläge zeigen wieder einmal sehr deutlich, was wir als ärztliche Erkenntnis schon lange nach außen tragen: Es gibt keine absolute Unverwundbarkeit, schon gar nicht durch militärische Mittel und technologische Hochrüstung. Wie die Anschläge auf World Trade Center und Pentagon zeigen, kann diese Technologie sogar von kleinen Gruppen gegen den mächtigsten Staat benutzt werden. Unsere eigene Sicherheit hängt vielmehr von der Lösung der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme ab, die sich durch die global sich öffnenden Erde immer weiter zu verschärfen drohen. Sie sind es, die Hass, blinde Menschenverachtung und sinnlose Gewalt hervorbringen. Unser Rezept gegen diese Gewalt sind nach wie vor präventive Konfliktlösungsstrategien, die zum Ziel eine Deeskalation militärischer Gewalt beinhaltet. Aktuell muß das Ziel sein, die Attentäter international zu verfolgen und vor Gericht zu stellen. Wir warnen aber vor einem militärischen Gegenschlag, der die Schuldigen so wenig treffen wird, wie der Golfkrieg Saddam Hussein und der Jugoslawienkrieg Milosevic. In diesen Kriegen sind hingegen Tausende Unschuldige getötet worden. Zudem befürchten wir ein Anheizen des Terrorismus durch eine militärischen Gegenschlag, der dann einen weiteren militärischen Gegenschlag nach sich zieht bis die Gewaltspirale in ein Chaos mündet. Weil wir als Ärzte und Ärztinnen zu dieser Entwicklung nicht schweigen wollen und können, gehen wir auf die Straße. Die IPPNW - Regionalgruppe wird am Mittwoch, den 19. September von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Rietstraße an einem Informationsstand präsent sein. Einige ihrer Vertreter stehen zu gemeinsamen, aber auch kontroversen Diskussion bereit. |
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11.9.2001 erste Reaktionen | gez. Dr. Reinhard Kaiser, Ernst-Ludwig Iskemus Kontakt: IPPNW-Regionalgruppe, Dr. Reinhard Kaiser und Ernst-Ludwig Iskenius, Klosterring 1, 78050 VS-Villingen | ||
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