Netzwerk Friedenskooperative



11.9.2001
erste
Reaktionen


vom:
20.09.2001


 vorheriger

 nächster
 Artikel

Terroranschläge 11.9. - erste Reaktionen:

  Was tun? - Aktionen/Beispiele

Aufruf von Revier - Bürgerinnen und Bürgern für die

Friedens-Veranstaltung: Krieg darf kein Mittel der Politik sein!, 28.09.01

Essen

Mit:

 Dr. Peter Lock (Friedensforscher, Hamburg), Vortrag: Ökonomien des Krieges

 Dr. Rangin-Dadfar-Spanta (Afghanischer Politikwissenschaftler, Aachen)

Anschließend: Gesprächsrunde zu friedenspolitischen Aktionen Moderation: Friedrich Küppersbusch (Dortmund) Kulturelle "Intervention"von Jürgen Lodemann (Schriftsteller): Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel

am Freitag, den
28.9.2001,
im Haus der Kirche,
II Hagen 7 (Essen-Zentrum)
18.00 Uhr

Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon ist von "Krieg" die Rede, gegen die Vereinigten Staaten und die gesamte "zivilisierte Welt". Gleichzeitig laufen Kriegsvorbreitungen der US-amerikanischen Politik auf Hochtouren. Die NATO-Mitgliedsstaaten erklärten ihre "uneingeschränkte" Unterstützung. Die Sprache deutscher Politiker wird aufgerüstet und selbst eine militärische Beteiligung der Bundeswehr steht nicht mehr außer Frage - für den Feldzug gegen "das Böse" (George Bush). Trauer und Ratlosigkeit angesichts der Anschläge in den USA, Fragen nach den Ursachen dieser terroristischer Taten, all das droht von einer Politik der Vergeltung überlagert zu werden. Zur Zeit wird eine Art globaler publizistischer und militärischer Mobilmachung betrieben. Schafft das die terroristischen Täter und Organisationen aus der Welt?

Allein die Rhetorik von der "Jagd" auf vermeintliche "Feinde" fordert weitere Opfer. Tausende fliehen bereits aus afghanischen Städten. 600.000 Menschen werden allein in der Hauptstadt Kabul seit Tagen nicht mehr von internationalen Hilfsorganisationen versorgt. Was nützt ein Strafkrieg, der vor allem die arme Bevölkerung des Landes trifft? Wem hilft die propagierte Verteidigung der "westlichen Zivilisation"? Den Angehörigen der Opfer von New York und Washington? Wenn die islamische Kultur zum Gegner der zivilisierten Kultur erklärt wird, schaffen solche Bekenntnisse nicht eher weiteren Terror und weitere potentielle Opfer? Der Beschluss nach Artikel 5 des NATO-Vertrages militarisiert Westeuropa. Die Rede von der "uneingeschränkten Solidarität" mit den Vereinigten Staaten, zementiert sie nicht jene Welt(macht)verhältnisse mit Waffengewalt, die auch zu den Hintergründen der schrecklichen Anschläge gehören? Wo liegt eigentlich die eigene politische Verantwortung für die Eskalation der Gewalt?

Wir fragen nach politischen Wegen, die aus der Spirale der Gewalt heraus führen und die Ursachen des Terrors, der weltweiten Ungleichheiten und regionalen Konflikte in den Blick nehmen.

Gegen eine Politik der Kriegslogik laden zum Gespräch ein: Stadtsuperintendent H.Gehring, BioSkop e.V., Hannah Arendt Bildungswerk, Pro Asyl, Forum für Internationale Friedensarbeit (FIFA), Essener Friedensforum, Kulturzentrum GREND

Kontakt: BioSkop e.V., Erika Feyerabend, Tel.: 0201/536670-6, Fax: 0201/536670-5



E-Mail:   erika.feyerabend@t-online.de


 vorheriger

 nächster
  
Artikel

       
Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema
Macht, Globalisg.,"Kampf der Kulturen?"
ff4/2000: Krieg in der DR Kongo
Die Gewaltspirale durchbrechen!
Terror: Pressesplitter ...
Terror: Tickermeldungen ...
Terror: NaWi

Bereich

 Themen 

Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
         
Netzwerk   F-Forum  Termine  Jugo-Hilfe Aktuell