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![]() 11.9.2001 erste Reaktionen vom: 20.09.2001 | Terroranschläge 11.9. - erste Reaktionen: Zum Angriff auf die USA Frauenorganisationen appellieren an die Weltmächte: Jetzt besonnen handeln! medica mondiale, TERRE DES FEMMES, Solwodi, Unifem Köln/Boppard/Tübingen/Bonn, 14. September 2001. Angesichts des angekündigten Gegenschlages der USA und der Einbindung der NATO-Staaten appellieren mehrere internationale Frauenorganisationen an die Politiker der Nato-Staaten, besonnen zu handeln. In einer gemeinsamen Erklärung von medica mondiale (gegründet von der Gynäkologin Dr. Monika Hauser), terre des femmes, dem deutschen Kommittee von UNIFEM (United Nations Development Fund for Women) und Solwodi (Solidarity with women in distress, gegründet von der Ordensschwester Lea Ackermann) heißt es: Anlässlich der menschenverachtenden Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon erklären wir unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen. Wir haben Verständnis für die Wut, die dieser Anschlag auslöst. Gleichzeitig aber sind wir sehr besorgt um das Wohlergehen der Menschen in der islamischen Welt, die mit diesem Terror mehrheitlich nichts zu tun haben. Als diejenigen, die seit langem in unserer täglichen Arbeit für Frauen und Kinder die grausamen Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen sehen und auffangen, äußern wir unsere große Angst vor einer Eskalation der Gewalt, letztlich auch weltweit. Wir appellieren an die Staatschefs der USA und des NATO-Bündnisses, zu verhindern, dass es zu einer pauschalen Verurteilung der gesamten islamischen Welt und ihrer Kultur kommt. Die Täter müssen bestraft werden - dabei dürfen jedoch keine weiteren unschuldigen Menschen zu Opfern werden! Außerdem warnen wir eindringlich vor der damit verbundenen Gefahr des anti-islamischen Rassismus, der schon jetzt um sich greift. Wir fordern die PolitikerInnen deshalb auf, in ihrer Arbeit bewusst rassistischen Tendenzen entgegenzuwirken. Die Globalisierung unserer Welt bedeutet leider auch die Globalisierung jeglichen Krieges. Daher brauchen wir jetzt Staatsführer/innen, die in ihrer Entschlossenheit die Gefahren eines weltweiten Krieges ernst nehmen und berücksichtigen. Es geht hier nicht nur um die Interessen eines Landes oder der westlichen Welt. In dieser Situation geht es um alle Menschen weltweit. Wir hoffen sehr, dass bei den jetzt anstehenden Beratungen nicht nur militärische Strategien im Vordergrund stehen, sondern Entscheidungen mit Weitblick und humanitärer Ausrichtung getroffen werden. |
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11.9.2001 erste Reaktionen | Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Bettina Metz-Rolshausen (für UNIFEM), Tel. 06406-77262; Christa Stolle/Sabine Hensel (für TERRE DES FEMMES), Tel. 07071/7973-0; Isabella Stock (für medica mondiale), Tel. 0221-931898-25, Sr. Lea Ackermann (für Solwodi), Tel. 06741-2232 Kontakt: medica mondiale e.V., Isabella Stock, (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Hülchrather Straße 4, 50670 Köln, Tel.: 0221-931898-0/-25, Fax: 0221-9318981 E-Mail: medicamondiale@netcologne.de Internet: http://www.medicamondiale.org | ||
Artikel | Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema ff4/2000: Krieg in der DR Kongo Terror: Friedenswerkstatt Wedel Terror: Osama bin Laden Terror: Gemeinsame Erklärung im Rems-Murr-Kreis Terror: BfdW Terror: INFAG |
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