Netzwerk Friedenskooperative



Krieg in Tschetschenien - Inhalt


vom:
09.12.1999


 vorheriger

 nächster
 Artikel

Krieg in Tschetschenien:

  Stellungnahmen/Aufrufe

Friedensappell der IPPNW zum Tag der Menschenrechte

Humanitäre Katastrophe in Tschetschenien

IPPNW

Berlin, den 9. Dezember 1999: Die Kriegshandlungen zwischen den russischen Truppen und den Rebellen in Tschetschenien erreichen das Ausmaß von Völkermord. Das Bombardement von Städten und Dörfern der russischen Teilrepublik hat bisher schon Tausende von Opfern unter der Zivilbevölkerung gefordert. Nach Schätzungen humanitärer Organisationen haben bislang bis zu 240.000 Flüchtlinge ihre Heimat verlassen und in Inguschetschien Zuflucht gefunden.

Laut unterschiedlichen Angaben befinden sich noch bis zu 50.000 Zivilisten in der Hauptstadt Grosny, dem Hauptziel der russischen Angriffe. Das Ultimatum der russischen Regierung, wenn diese nicht die Stadt verlassen, sie als Terroristen zu vernichten, bedroht Zehntausende von Kindern, Frauen, Alten und Schwachen mit dem Tod. Der erbarmungslose Vernichtungskrieg der russischen Regierung in Tschetschenien ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ignoriert das Kriegsvölkerrecht und ist ein Bruch der Genfer Konventionen.

Den Protesten der westlichen Regierungen gegen das russische Vorgehen fehlt die Glaubwürdigkeit. Die russische Armee setzt in Tschetschenien eine Strategie der Vernichtung ziviler Ziele und der Infrastruktur um, die dem Vorbild der NATO-Bombardements von Jugoslawien gleicht. Die lebensbedrohende Situation der unschuldigen Menschen in Grosny kann nur durch ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen aller Seiten verbessert werden. Die deutsche Sektion der IPPNW verlangt von der deutschen Regierung zusammen mit den Bündnispartnern, endlich mit allem Nachdruck auf einen sofortigen Waffenstillstand hinzuwirken und auf eine politische Lösung zu drängen. Sie fordert die russische Regierung auf, der OSZE sowie humanitären Hilfsorganisationen umgehend ungehinderten Zugang für die Versorgung der verbliebenen und migrierenden Zivilbevölkerung zu gewähren.

  zum Anfang


Krieg in Tschetschenien - Inhalt
Die Regionalgruppen und Mitglieder der IPPNW beteiligen sich am Tag der Menschenrechte an Mahnwachen und Demonstrationen gegen diesen Krieg.

Mit anderen fordern wir:

Schluß mit dem Krieg!
Wirksame Hilfe für die flüchtende und notleidende Zivilbevölkerung!
Diplomatische Anstrengungen zu ziviler Konfliktbearbeitung!


E-Mail:  ippnw@oln.comlink.de
Internet: http://www.ippnw.de/presse/0912tsch.htm
 zum Anfang

 vorheriger

 nächster
  Artikel

       
Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) zum Thema

Russland, Kaukasus:
Krieg in Tschetschenien - Inhalt
Tsche: Russische Kriegsdienstverweigerer
Tsche: Aufruf Mütter f.d.Frieden
Tsche-Hg - OSZE-Bericht Frühjahr 1998
Tsche: S. Mikich ai 12/99
Tsche- Städtepartnerschaft 3

Einige weitere Texte (per Zufallsauswahl) betreffend Land

Russische Föderation:
FF 5/97 Soldatenmütter
Tsche: Christen f.d. Frieden Dortmund
Tsche: NürnbergerFriedensforum
Tsche: Mahnwache FFM
Tsche: HCA 13.12.99
Tsche: EKD

Bereich

 Themen 

Die anderen Bereiche der Netzwerk-Website
         
Netzwerk   F-Forum  Termine  Jugo-Hilfe Aktuell