Initiative Appell von Hannover
- Eilige Presseerklärung - 19.05.97


zurück zu Krisen und Konflikte

zurück zu Türkei & Kurdistan

zurück zur Friedenskampagne "Schweigen tötet - Frieden jetzt!"

zurück zur Protestaktion gegen die Invasion

zurück zum Inhaltsverzeichnis Hintergrundinfos zur Invasion im Nordirak

Betr.: Invasion der türkischen Armee im Nordirak (Südkurdistan)

- Zerstörung von Krankenhäusern
- Massaker durch Ermordung von Zivilisten
- Vergewaltigung kurdischen Frauen
- Schwerwiegende Verstöße gegen Genfer Konvention

Appell von Hannover wendet sich an die Bundesregierung

Nach uns inzwischen vorliegenden und von verschiedensten Seiten bestätigten Nachrichten, wurde durch die mit der türkischen Invasionsarmee verbündeten Truppen der "Demokratischen Partei Kurdistan/Irak (KDP)" ein Krankenhaus des Kurdischen Roten Halbmondes in der Stadt Arbil gestürmt und vandalisiert. Bei dem Angriff wurden einge der akut erkrankten Menschen geschlagen und getötet.

Zu grauenhaften Szenen kam es an diesem und am folgenden Tag wiederum in der kurdischen Stadt Arbil, als junge kurdische Frauen, die der PKK-Guerilla nahestanden, sich mit ihren eigenen Handgranaten in die Luft sprengten, um nicht den Truppen der Türkei und der KDP in die Hände zu fallen, nachdem einige von ihnen zuvor vergewaltigt worden waren. Vorausgegangen war diesen Selbsttötungen der Aufruf des Kurdenchefs Mesut Barzani an seine Truppe: "Ihr seid die Herren und habt jetzt die Macht alles zu tun, was ihr wollt".

Zuvor waren wiederum in Arbil über 100 Zivilkisten, die an Panzerfahrzeuge angebunden waren, durch die Stadt Arbil geschlieft worden, bevor man sie in noch unbekannte Lager oder Verhörzentren gebracht hat.

Der Appell von hannover e.V. fordert in dieser verzweifelten Situation, die von unersträglichen Grausamkeiten und extremen Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet ist:

- Densofortigen Rückzug der Truppen der Türkei

- Die unverzügliche Intervention und Vermittlungsbemühungen der im Irak stationierten Einrichtungen der Vereinten Nationen (UN)

Von der Regierung der Bundesregierung Deutschland erwarten wir:

- Diplomatischen Einsatz Einsatz bei der alliierten Garanten der nordirakischen Schutzzone, die unverzüglich die Übergriffe gegen Zivilpersonen sowie Angriffe auf Krankenhäuser verhindern sollen, die eine schweriegende Verletzung der Genfer Konvention darstellen.

Der Appel von Hannover verweist im übrigen erneut darauf, daß der irakische Kurdenführer Mesut Barzani, der sich zunehmen als eine "Art Breschnew" Kurdistans erweist, in Bonn ein Büro mit einem halbdiplomatischen Status unterhält, dessen materielle Unterhaltung samt seien Leibwächtern aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert werden.

Wir fordern zugleich die Abgeordneten des landtages Nordrhein-Westfalen sowie des Deutschen Bundestages auf, in Anfragen und Protesten klarzustellen, daß deutsche Steuermittel nicht dazu dienen dürfen, eine terroristische kurdische Vereinigung zu unterstützen, die sich soeben vor aller Weltöffentlichkeit schwerwiegender Kriegsverbrechen schuldig macht.
Wir bitten um freundliche redaktionelle Berücksichtigung.

zurück zum Inhaltsverzeichnis Hintergrundinfos zur Invasion im Nordirak

Mit bestem Dank
Hans Branscheidt

Initiative Appell von Hannover, Postfach 35, 61440 Oberursel-Weißkirchen, Tel.: 0177/7321200, Fax: 06171/73269

zurück zum Anfang



ÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜ€ß˙˙ÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜ€