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Türkei will Menschenrechtsbeobachter empfangen
Uno-Delegierte sollen noch in diesem Jahr einreisen / Festnahme friedlicher Demonstranten nicht akzeptabel / Kritik an Prozeßlawine gegen Menschenrechtler
Bonn, 11. Juni 1997 - Die Menschenrechtsorganisation amnesty international hat begrüßt, daß die Türkei einer Empfehlung von ai gefolgt ist und dem Uno-Menschenrechtszentrum in Genf ihre Bereitschaft bekundet hat, Menschenrechtsbeobachter zu empfangen. Demnach sollen die Uno-Arbeitsgruppe zu erzwungenem und unfreiwilligem "Verschwinden" und der Uno-Sonderberichterstatter über Folter noch in diesem Jahr eingeladen werden. Im vergangenen Jahr hat ai in der Türkei 23 Fälle von "Verschwindenlassen" dokumentiert. Folter wird in Polizeigewahrsam systematisch angewandt, dabei sind 1996 mindestens elf Menschen gestorben. Zwar hält die Menschenrechtsorganisation die von der türkischen Regierung ausgesprochene Bereitschaft für ein positives Zeichen, jedoch dringt sie darauf, daß beide Besuche noch in diesem Jahr stattfinden. Nur so könnte die weitere Entwicklung der Menschenrechtssituation positiv beeinflußt werden.
Pressemitteilung 11.06.97
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