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(Bonn, 01.04.2026) Die Ostermärsche in Baden-Württemberg starten am Karfreitag in Biberach. Weiter geht es am Karsamstag mit den Ostermärschen u.a. in Stuttgart, Freiburg, Mannheim und Heidelberg. Am Ostermontag finden die Ostermärsche in Baden-Württemberg dann ihren Abschluss in Ulm und Müllheim sowie beim Internationalen Bodensee-Friedensweg von Konstanz (Deutschland) nach Kreuzlingen (Schweiz).
Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Fahrradtouren und weiteren Aktionsformen wird die Friedensbewegung auch 2026 ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen. Bei den insgesamt 18 Ostermarsch-Terminen in Baden-Württemberg werden die Kriege in Nahost und der Golf-Region, in der Ukraine, der Protest gegen Aufrüstung und die Reaktivierung der Wehrpflicht im Fokus stehen. Bundesweit finden rund um Ostern mehr als 100 Ostermärsche statt.
„Wir rechnen in Baden-Württemberg mit einer guten Beteiligung und vielen Menschen, die rund um Ostern für Frieden und Abrüstung auf die Straße gehen werden, insbesondere beim Ostermarsch in Stuttgart. Gründe dafür gibt es im Moment leider mehr als genug. Insbesondere der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen den Iran treibt viele Menschen um.“, so Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. Das Netzwerk Friedenskooperative warnt davor, bei der Beurteilung von Kriegen mit zweierlei Maß zu messen. „Wir fordern von der Bundesregierung, die Völkerrechtswidrigkeit dieses Krieges endlich genauso klar zu benennen wie beim russischen Angriff auf die Ukraine. Zudem muss sie die USA und Israel dazu auffordern, den Krieg zu beenden, und jegliche militärische Unterstützung einstellen.“, so Golla weiter. Sowohl der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages als auch der Bundespräsident Steinmeier haben die Völkerrechtswidrigkeit des Kriegs gegen den Iran bestätigt. Ein Beispiel könne sich die Bundesregierung an Spanien nehmen. Das Land hat seinen Luftraum für US-Flugzeuge gesperrt, die in den Krieg gegen den Iran involviert sind. Denn der Wissenschaftliche Dienst erklärt weiter, dass die Nutzung der US-Militärbasen in Deutschland als Beihilfe nicht ausgeschlossen werden kann.
Ablauf der Ostermärsche 2026 in Baden-Württemberg
Den Auftakt der Ostermärsche in Baden-Württemberg bildet am Karfreitag eine Mahnwache in Biberach. Hauptaktionstag der Ostermärsche in Baden-Württemberg ist der Karsamstag. An diesem findet der Ostermarsch in Stuttgart – unter dem Motto „Friedensfähig statt „kriegstüchtig“!“ – mit Redebeiträgen von gewerkschaftlichen und antimilitaristischen Gruppen sowie vom Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“ statt. Gemeinsame Anreisen zum Ostermarsch in Stuttgart wird es u.a. aus Karlsruhe, Tübingen und Heilbronn geben.
Darüber hinaus gibt es am Karsamstag die Ostermärsche in Ellwangen, Freiburg, Mannheim, Heidelberg, Kehl-Straßbourg und Alpirsbach.
Der Abschluss der Ostermärsche in Baden-Württemberg bilden am Ostermontag der Ostermarsch in Ulm und in Müllheim – letzterer unter dem Motto „Für Menschlichkeit und Frieden!“. Zudem findet am Montag der Internationale Bodensee-Friedensweg von Konstanz in Deutschland nach Kreuzlingen in der Schweiz statt.
Alle Termine der Ostermärsche 2026 in Baden-Württemberg sind zu finden unter: https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69&bundesland=16&=&termin-von%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=02.04.2026&datum-bis%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=06.04.2026
Eine Übersicht über alle bundesweit stattfindenden Ostermärsche finden Sie unter: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine
Alle Infos (u.a. Aufrufe, Redebeiträge) unter: https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026
Hinweis: Bitte beachten Sie zur Vermeidung von Fehlern bzgl. der Rolle des Netzwerk Friedenskooperative bei den Ostermärschen unser Presse-FAQ. Die Ostermärsche werden in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert. Nicht das Netzwerk Friedenskooperative organisiert die Ostermärsche in den Städten, sondern die Veranstalter*innen vor Ort. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt diese Informationen der Ostermarsch-Veranstalter*innen gesammelt zur Verfügung. In den lokalen Aufrufen gibt es häufig diverse eigene Themen und Forderungen sowie unterschiedliche Schwerpunktsetzungen.
Themen der Ostermärsche 2026
Die Ostermärsche stehen 2026 unter dem Eindruck der weltweiten Kriege, welche nach wie vor in der Ukraine, seit Februar dieses Jahres im Iran und darüber hinaus, sowie in Gaza, Sudan, DR Kongo und weiteren Ländern herrschen. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der Kriege, eine Stärkung des Völkerrechts und Einsatz für die Leidtragenden der Kriege. Scharfe Kritik der Friedensbewegung wird an der selektiven Auslegung des Völkerrechts durch die Bundesregierung geübt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist ebenso ein Verstoß gegen das Völkerrecht wie die jüngsten Angriffe der USA und Israels gegen den Iran oder der Angriff der USA auf Venezuela zu Jahresbeginn.
Des Weiteren steht die massive Aufrüstung Deutschlands und weltweit bei den Ostermärschen in der Kritik. Das gefährliche Wettrüsten birgt ein großes Eskalationspotential und verschlingt immense Ressourcen, die dringend für Bereiche wie Klimaschutz, Bildung, Soziales und das Gesundheitswesen benötigen werden. Noch 2026 wollen die USA neue Mittelstreckenwaffen in Deutschland aufstellen. Russland verkündete die Stationierung entsprechender Waffen in Belarus. Mehrere EU-Staaten entwickeln eigene Mittelstreckenwaffen. Die Friedensbewegung lehnt diese Entwicklung entschieden ab und fordert Maßnahmen zur Rüstungskontrolle. Angesichts der anhaltend hohen Gefahr eines Atomkrieges und der Pläne zur Errichtung eines europäischen Nuklearschirms bekräftigt die Friedensbewegung bei den Ostermärschen ihre Forderung nach nuklearer Abrüstung. Dazu gehört der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot sowie der Abzug der US-Atombomben aus Büchel.
Ein weiteres zentrales Thema bei den diesjährigen Ostermärschen stellt außerdem die Ablehnung der Wehrpflicht dar. Junge Menschen dürfen nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden. Die Friedensbewegung lehnt die Rückkehr zur Wehrpflicht ab und sieht in dieser einen fatalen Schritt hin zur weiteren Militarisierung der Gesellschaft.
Pressekontakt
Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner. Das Büro ist über Ostern durchgehend erreichbar.
Gerne können Sie uns mitteilen, wer aus Ihrer Redaktion Dienst hat, damit wir Sie gezielt mit allen Presseinfos rund um die Ostermärsche versorgen können.
Für weitere Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228 / 692904
E-Mail: info [at] friedenskooperative [dot] de