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Bonn, 05. Januar 2026 – Das Netzwerk Friedenskooperative verurteilt den US-Militäreinsatz gegen Venezuela und die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores am vergangenen Samstag.
Unabhängig davon, dass Maduro selbst verschiedene Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, ist ein solcher Bruch des Völkerrechts und der UN-Charta aufs Schärfste zu kritisieren. Dies fordert das Netzwerk Friedenskooperative insbesondere von der Bundesregierung, die den Völkerrechtsbruch klar benennen muss und nicht schweigen darf, nur weil die USA ein Verbündeter ist.
Die Achtung der Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten sind Grundpfeiler der internationalen Ordnung. Das militärische Eingreifen der USA gegen Venezuela missachtet diese Prinzipien massiv. Das Netzwerk Friedenskooperative fordert daher anlässlich der heute einberufenen Sondersitzung der UN, das Besinnen auf der vor 80 Jahren hart errungenen internationalen Prinzipien und die Verurteilung des Vorgehens der USA. Die Menschen in Venezuela sollten über die Zukunft ihres Landes entscheiden und die humanitäre Krise in Venezuela darf sich nicht weiter verschlechtern. Das Vorgehen der USA könnte die gesamte Region in Lateinamerika destabilisieren.
Keine doppelten Standards beim Völkerrecht
Hierzu erklärt das Netzwerk Friedenskooperative:
„Das Völkerrecht ist kein Wunschkonzert, nach dem man sich nur richtet, wenn es politisch passt. Die USA setzen sich erneut über geltendes Recht hinweg. Das Recht des Stärkeren darf nicht gewinnen, sondern wir müssen internationale Standards hochhalten.“, so Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative.
„Wird der Völkerrechtsbruch nicht benannt und verurteilt, erlauben wir die weitere Normalisierung der weltweiten Völkerrechtsbrüche. Dies führt zu einer weiteren Aushöhlung internationalen Rechts und führt uns auf einen gefährlichen Weg, bei dem jeder Staat jederzeit andere Staaten angreifen kann – ohne Konsequenzen. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen“, so Philipp Ingenleuf weiter.
Forderungen an die Staatengemeinschaft und die Bundesregierung
Angesichts der heutigen UN-Sitzung fordert das Netzwerk Friedenskooperative sowohl von der Staatengemeinschaft sowie der Bundesregierung:
- das völkerrechtswidrige Vorgehen der USA gegenüber Venezuela klar zu verurteilen;
- sich öffentlich und unmissverständlich zum Völkerrecht zu bekennen;
- und sich im UN-Sicherheitsrat und auf diplomatischer Ebene für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen.
Ohne ein Bekenntnis zum Völkerrecht verliert Deutschland weiter an Glaubwürdigkeit in den internationalen Beziehungen. Das Mindeste ist es, Völkerrechtsbrüche weltweit als solche zu benennen – unabhängig davon, ob sie von Russland, der USA oder anderen begangen werden.
Übersicht von weiteren Statements:
- AGDF: Bruch des Völkerrechts nicht mit zweierlei Maß messen!
- attac: Venezuela: Bundesregierung muss US-Angriff verurteilen
- DFG-VK: Angriff auf Venezuela: US-Präsident Trump bricht einmal mehr das Völkerrecht
- Erhard-Eppler-Kreis: Der US-Angriff auf Venezuela ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht
- IMI: USA, Venezuela und die Trümmer des Völkerrechts
- LIGA: Ein schweres Völkerechtsverbrechen - um nicht zu sagen, Staatsterrorismus
- IPPNW: Die IPPNW verurteilt völkerrechtswidrige Militärintervention
- ORL: US-Angriff auf Venezuela: Bundesregierung darf Rechtsbrüche nicht stillschweigend tolerieren
Stand: 9.1.26