Schwerpunkt: 70 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki

FriedensForum 4/2015

von Martin SingeRedaktion FriedensForum

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Ausgabe des FriedensForums ist dem Schwerpunkt „Atomwaffen“ gewidmet, ein Thema, bei dem wir fürchten müssen, dass es uns in Zukunft wieder intensiver beschäftigen wird. Neue nukleare Aufrüstungsrunden stehen nach dem Scheitern der NPT-Überprüfungskonferenz Ende Mai in New York bevor. 70 Jahre nach „Hiroshima“ hat die Menschheit noch lange nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen.

Unser Redaktionsschluss überschneidet sich mit den Ereignissen in Elmau, dem Kirchentag in Stuttgart und dem 1. bundesweiten „Tag der Bundeswehr“ an 15 Standorten. Hier wie da werden Proteste gegen Krieg, Ausbeutung und Umweltzerstörung sowie Forderungen nach Alternativen laut. Vor uns liegen u.a. die Aktionen gegen das GÜZ in der Altmark, zum Hiroshima-Tag Anfang August und zum Antikriegstag am 1. September.

Inzwischen ist klar geworden, dass die Bundesregierung langfristig eigene bewaffnete Drohnen mit Italien und Frankreich herstellen und beschaffen will. Dazu passt, dass das Kölner Verwaltungsgericht gerade grünes Licht für den auch über Ramstein koordinierten US-Drohnenkrieg gegeben hat. Umso wichtiger sind auch hier neue Aktivitäten der Friedensbewegung.

Ziemlich ratlos stehen wir vor der Gewalt in Syrien. Hier gilt es vor allem, die Flüchtlinge und die vor Ort und in den Umländern engagierten humanitären Hilfsorganisationen zu unterstützen sowie politisch eine Friedenskonferenz mit Beteiligung aller im Interessenkonflikt involvierten Staaten zu fordern.

 

Trotz allem auch einen schönen Sommer!

Für die Redaktion
Martin Singe

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Rubrik

Editorial
Martin Singe ist Redakteur des FriedensForums und arbeitet für das Komitee für Grundrechte und Demokratie.