Buchhinweise

Neue Publikationen zu Krieg und Frieden

von Redaktion FriedensForum
Hintergrund
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Bertil W. Langenohl (2026): Israels Schwarzer Schabbat und der Krieg in Gaza. Politisch-theologische Interventionen. Lit-Verlag, ISBN 978-3-643-15735-5, 252 S., 19,90 Euro

„In diesem Buch reflektiert Bertil W. Langenohl den 7. Oktober 2023 – den Tag des Massakers der Hamas – und seine dramatischen Folgen. In einem eindringlichen Mosaik aus persönlichen Erlebnissen, theologischen Reflexionen und politischen Analysen schafft er einen Raum für Differenzierung, Empathie und intellektuelle Redlichkeit. Sein Buch richtet sich gegen moralische Gleichgültigkeit, religiöse Doppelmoral und vereinfachende Narrative – und plädiert für eine Ethik der Aufmerksamkeit jenseits ethnischer und konfessioneller Lager.” (Dr. Meron Mendel, Professor für Soziale Arbeit und Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt)

Bertil W. Langenohl, geb. 1966; Dipl. theol, OStR i.B., Autor und Referent; lebt und arbeitet seit fünfzehn Jahren als lizenzierter Reiseleiter in Israel.

Herman Theisen (Hrsg.) (2026): Kriegsuntüchtigkeit als Chance. Essays gegen den Krieg und für zivile Konfliktlösung. Verlag Graswurzelrevolution. ISBN 978-3-939045-61-8, 272 S., 28,00 Euro

Krieg und Kriegsgefahr bestimmen unsere Zeit, während die klimapolitischen Hiobsbotschaften kaum nachhaltige Folgen haben. In dieser Anthologie kommen Autor*innen aus sehr unterschiedlichen Disziplinen und Lebenswelten zu Wort. Sie gehen in ihren Essays der Frage nach, warum wir explizit kriegsuntüchtiges Denken und Handeln brauchen, um die Krisen unserer Zeit zu bewältigen. Was alle Autor*innen verbindet, ist die tiefe Überzeugung, dass Kriege nicht zu rechtfertigen sind und die globalen Probleme unserer Zeit nur auf zivile Weise verstanden und gelöst werden können, denn Louis Lecoins Kritik am Krieg gilt bis heute: „Selbst wenn man mir beweisen würde, dass mein Ideal durch einen Krieg verwirklicht werden könnte, würde ich immer noch ›Nein‹ zum Krieg sagen. Denn man baut keine menschliche Gesellschaft auf Leichenbergen auf.“

Mit Beiträgen von: Helmut Adolf, Dr. Martin Arnold, PD Dr. Georgiana Banita, Christine Bidell, Roland Blach, Dr. Arno Brandt, Dr. Davide Brocchi, Stephan Brües, Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Bernd Fischer, Ulrich Frey, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Dr. Harald Ginzky, Dr. Gregor Gysi, Karen Hinrichs, Robert Hülsbusch, Andrea Kolling, Dr. Edith Lutz, Lou Marin, Alexander Mauz, Prof. Dr. Thomas Nauerth, Prof. Dr. Gottfried Orth, Karsten Packeiser, Max Prosa, Dr. Britta Rabe / Michèle Winkler, Horst-Peter Rauguth, Prof. Dr. Fritz Reheis, Prof. Dr. Hartmut Rosa, Julian Rossmann, Dr. Annette Schlemm, Rainer Schmid, Stefan Schwarzer, PD Dr. Stefan Silber, Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé, Otmar Steinbicker, Hermann Theisen, Ilija Trojanow, Klaus Waiditschka, Prof. Dr. Jutta Weber, Dr. Klaus Welzel, Prof. Dr. Elmar Wiesendahl, Dr. Theodor Ziegler.

Josef Mühlbauer und Klaus Moegling (2026): Wege zum Frieden. Perspektiven der kritischen Friedensforschung. Dampfboot-Verlag, ISBN 978-3896911544, 452 S, 48,- Euro

In einer Zeit, in der die „alte Weltordnung“ ins Wanken gerät und neue Konflikte sowie Genozide und vielfältige Krisen hervortreten, reicht es nicht mehr, nur die sichtbaren Kriege zu betrachten. Die strukturellen Gewaltformen und Konfliktursachen liegen oft im Verborgenen.

Dieser interdisziplinäre Sammelband von Josef Mühlbauer und Klaus Moegling geht unter die Oberfläche. Die Autor*innen untersuchen die unsichtbaren Mechanismen der Macht: Wo wirkt strukturelle Gewalt, die Menschen ihrer Lebenschancen beraubt? Und wie manifestiert sich epistemische Gewalt, die bestimmtes Wissen und ganze Kulturen zum Schweigen bringt?
Doch dieses Buch bleibt nicht bei der Analyse stehen. Die Autor*innen suchen nach Antworten. Namhafte Wissenschaftler*innen, investigative Journalist*innen und mutige Aktivist*innen verschiedenster Disziplinen bündeln ihr Wissen. Gemeinsam entwerfen sie konkrete Wege zur Überwindung dieser tief verwurzelten Gewaltformen.

„Wege zum Frieden“ ist kein theoretisches Elfenbeinturm-Projekt. Es ist ein dringender Appell und ein Werkzeugkasten für alle, die in dieser geopolitisch angespannten Lage nicht tatenlos zusehen wollen. Ein essenzielles Buch für alle, die daran glauben, dass ein anderer Frieden möglich ist – und bereit sind, sich hierfür zu engagieren. 

Josef Mühlbauer ist Friedensforscher an der Univ. Graz, Politikwissenschaftler, Friedensjournalist und wiss. Mitarbeiter bei Empowerment for Peace. Klaus Moegling, Jg. 1952, zuletzt an der Univ. Kassel als apl. Professor im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Studiendirektor als Fachleiter für Politik und Wirtschaft in der 2. Phase der Lehrer*innenbildung.

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