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Schulstreik am 05.03.2026
Über 50.000 beim zweiten Schulstreik gegen die Wehrpflicht
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Wir dokumentieren eine Pressemitteilung des Bündnisses ‚Schulstreik gegen Wehrpflicht und alle Zwangsdienste“.
Die bundesweiten Schulstreiks gegen Wehrpflicht und alle Zwangsdienste am 5. März 2026 waren ein großer Erfolg. Dieses Fazit zieht die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ nach dem zweiten bundesweiten Aktionstag, an dem sich bundesweit erneut über 50.000 Schüler*innen in 150 Städten beteiligten und das trotz Repressionen und beschlossenem Gesetz. Unterstützt wurden die Schüler*innen von Eltern, Lehrer*innen, Gewerkschaften sowie durch politische Jugendorganisationen.
Die Schulstreiks richteten sich gegen die von der Bundesregierung betriebenen Maßnahmen zur Vorbereitung einer flächendeckenden und vollumfassenden Wehrpflicht, aber auch gegen jeden weiteren Ausweitungs- und Umsetzungsschritt des bereits beschlossenen „Wehrdienstmodernisierungsgesetzes“. Als weitere Forderungen waren auf der ersten „Schulstreikkonferenz gegen die Wehrpflicht“ am 14.02.2026 in Göttingen festgelegt worden:
- „Geld für Bildung, Soziales und Umweltschutz statt für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung“
- „Bundeswehr raus aus den Schulen! Kriegsdienstverweigerungsberatung für alle Abschlussjahrgänge“
- „Für den Aufbau von Streikkomitees an jeder Schule und ein Streikrecht für Schüler*innen“
- „Abrüsten statt Aufrüsten! Verhandeln statt Schießen!“
Lisa Alexander, aktive Schülerin (18) in Itzehoe erklärte: „Wir haben heute klar gemacht: Die Bewegung gegen die Wehrpflicht wird bleiben und wachsen! In 150 Städten wird gestreikt! Die Proteste gehen so lange weiter, bis wir das Wehrdienstmodernisierungsgesetz, die Einführung von Wehrpflicht und anderen Zwangsdienste zu Fall gebracht haben.“
Wie bereits am 5.12. gab es auch an diesem Streiktag Druck von Schulleitungen und Versammlungsbehörden. So wurde in Kassel am Friedrichsgymnasium für den 05.03. eine Attestpflicht eingeführt und in Frankfurt am Main in der Carl-Schulz-Schule wurden die Türen von Innen abgeschlossen, die Schüler*innen eingesperrt, um sie daran zu hindern, den Streik zu besuchen. Trotzdem ließen die Schüler*innen sich nicht einschüchtern, so besuchten Schüler*innen in Kassel dennoch den Streik!
Hannes Kramer von der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ skizzierte die nächsten geplanten Schritte der Bewegung: „Das Ziel muss jetzt sein, den Kampf gegen die Wehrpflicht mit allen, die es ehrlich meinen, weiterzuführen. Das heißt in den Schulen, auch abseits der bundesweiten Aktionstage, aktiv zu werden gegen Bundeswehrauftritte und für ein Lernen für den Frieden, das heißt die Streikbewegung zu stärken und natürlich auch überall, wo wir merken, dass zu wenig Geld für unsere Bildung ausgegeben wird, klarzumachen: Das Geld ist da, es fließt aber in Rüstung und Krieg statt in unsere Zukunft– holen wir es uns zurück!“
Die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ will sich am 18.04. in Essen auf der zweiten Schulstreikkonferenz gegen die Wehrpflicht weiter vernetzen und ruft für den 08.05.2026, dem 81. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs in Europa, zum nächsten bundesweiten Streiktag auf.
Weitere Informationen gibt es unter: https://schulstreikgegenwehrpflicht.com, https://www.instagram.com/schulstreikgegenwehrpflicht/
Quelle: https://nie-wieder-krieg.org/wp-content/uploads/2026/03/Pressemitteilung...