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Redebeitrag für den Ostermarsch in Jagel am 18. April 2025
- Es gilt das gesprochene Wort -
Liebe Freundinnen und Freude,
als Anfag der 1960er Jahre die Ostermarschbewegung von Großbritannien ausgehend, die BRD und auch die DDR erreicht hatte, war sie von Anfang an eine internationalistische Bewegung. Über die Strategien von nationalen politischen Parteien und Organisationen, über unterschiedliche politische und wirtschaftliche Systeme hinweg, haben ihr auch Menschen unterschiedlicher Religionsgruppen und Konfessionslose angehört. Sie hat den einzelnen Menschen als gleichwertig mit anderen Menschen ins Zentrum gestellt. Der einzelne Mensch, der Wohlstand und Frieden für Aufrüstung und Krieg opfern soll, der im Krieg seine Gesundheit und sein Leben opfern soll, der einzelne Mensch, der seinen Mitmenschen als Feind begegnen soll. Der Einzelne, dem Mitmenschlichkeit für Aufrüstung und Krieg abtrainiert werden soll.
Den einzelnen Menschen als einzigartig zu sehen ist unvereinbar mit nationalistischem Denken und Handeln. Den einzelnen Menschen als einzigartig zu sehen ist auch mit militärischem Denken unvereinbar. Nationalismus und Militarismus brauchen Feindbilder. Sie gehören zusammen. Nationalistisches Gedankengut und Menschen, die dafür eintreten, indem sie Menschen ausschließen, sie abschieben, sie als ungleich und nicht dazugehörig betrachten, können nicht Teil einer Ostermarschbewegung sein. Offene Grenzen und ein sicheres Bleiberecht für alle, Grenzen öffnen für Menschen und Grenzen schließen für Waffen sind deswegen notwendige Forderungen auf Ostermärschen.
Am 22. Januar 2021 trat der UN-Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Damit sind Atomwaffen verboten. Der UN-Atomwaffenverbotsvertrag ist ein Meilenstein der globalen Bewegung für nukleare Abrüstung. Diese Bewegung hat vor über 70 Jahren begonnen und dauert über mehrere Generationen an.
Der UN-Atomwaffenverbotsvertrag ist ein wichtiger Beitrag der internationalen Demokratie gegen die Dominanz der Nuklearmächte.
Wir begrüßen, Jochen Rasch, von ICAN Hamburg, der auch schon in den letzten Jahren hier zum aktuellen Stand des UN-Atomwaffenverbotsvertrages vorgetragen hat. Er wird auch heute dazu vortragen.
Sieglinde Cüppers ist aktiv bei der DFG-VK Gruppe in Flensburg.