Nicht Unser Krieg!

Ob in den Nachrichten oder im Straßenbild, die Zukunft Deutschlands scheint schon entschieden. Nicht verteidigungsfähig sondern „kriegstüchtig“ sollen wir werden. Darauf bestehen Verteidigungsminister Pistorius und Co.
Das sagt die großflächige Außenwerbung der Bundeswehr. Das sagen die allermeisten Zeitungen, ob Bild, Spiegel oder Zeit. Der Krieg soll kommen, früher oder später. Doch immer mehr, insbesondere junge Menschen lehnen sich dagegen auf, protestieren auf den Straßen und anderswo.

Für ihre Rüstungspläne versenkt die deutsche Regierung unter Blackrock-Kanzler Merz 500 Mrd., Geld, das in anderen Bereichen fehlt. Krankenhäuser werden kaputt gespart, soziale Einrichtungen geschlossen. Kein Geld
für Schulen und Kitaplätze, weniger Rente und immer länger arbeiten. Der Sozialstaat wird eingestampft und auf Kriegswirtschaft umgestellt.

Gleichzeitig wird in der Ukraine ein Abnutzungskrieg munitioniert und finanziert, den immer mehr Menschen mit ihrem Leben bezahlen, während Rüstungskonzerne Rekordgewinne machen. Ohne Recht auf Kriegsdienstverweigerung werden junge Männer von der Straße entführt und an die Front gezerrt. Wer überlebt, bleibt für sein Leben gezeichnet.

Dieselben Rüstungskonzerne exportieren ihre tödlichen Produkte überall hin, auch nach Israel. Unter der Decke einer angeblichen Waffenruhe geht der Völkermord weiter, sterben Palästinenser:innen durch israelische Bomben, Hunger, Kälte und gezielt herbeigeführte katastrophale Lebensbedingungen – mit Komplizenschaft Deutschlands.

Aufrüstung verhindert keine Kriege, schafft keine Sicherheit, im Gegenteil. Die Aufrüstungsspirale führt zur selbsterfüllenden Prophezeiung, zum Krieg. Auch die für 2026 geplante Stationierung von atomar bestückbaren US Mittelstreckenraketen in Deutschland erhöht die Kriegsgefahr deutlich. Doch die USA und in ihrem Gefolge Deutschland setzen in einer sich verändernden Welt auf internationale Konfrontation – Krieg als bewusste Entscheidung von Machteliten, ihre ökonomischen und politischen Interessen gewaltsam durchzusetzen. Und das führt immer in die Katastrophe.

In Europa würde ein Krieg zwischen Russland und NATO mit hoher Wahrscheinlichkeit nuklear eskalieren. Und das bedeutet das Ende von uns allen. Doch auch in einem „konventionellen“ Krieg leiden und sterben nicht die
Kriegsprofiteure und ihre Kinder, sondern die breite Bevölkerung. Das sind wir. Junge Menschen sollen mit der Wehrpflicht wieder lernen zu töten und zu sterben. Da machen wir nicht mit!

Venezuela, Iran, Nigeria, die Verfolgung und Tötung der Kurden in Rojava/Syrien – die Liste der Länder und Regionen, in denen Menschen getötet und ins Elend gebombt werden für ökonomische und Machtinteressen wird immer länger. Permanente Kriegsdrohungen gegen China und Länder des sog. globalen Südens. Das Völkerrecht soll endgültig beerdigt werden. Es muss als Richtschnur der Beziehungen zwischen Völkern und Staaten verteidigt werden!

Beim Ostermarsch protestieren wir gegen den Kriegskurs und für den Frieden.

Wir fordern:

  • Geld für Bildung, Gesundheit, Soziales und Umweltschutz statt für tödlichen Rüstungswahn!
  • Lernen und Arbeiten für den Frieden statt Kriegs- und Zwangsdienst!
  • Verhandeln statt Schießen! Kriege verhindern bzw. beenden!
  • Schluss mit Waffenlieferungen in die Ukraine, nach Israel und in alle Welt! 
  • Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure! 
  • Keine Stationierung von Bundeswehrsoldaten außerhalb der Landesgrenzen, wie z.B. in Litauen.
  • Atomwaffen raus aus Deutschland! Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen!
  • Schluss mit der Unterstützung der israelischen Apartheidsregierung und des Genozids in Palästina!
  • Keine Komplizenschaft für US-Kriegsvorbereitungen und Wirtschaftskrieg!

 

Kontakt: Hamburger Forum, Eiffestr. 600, 20537 Hamburg, E-Mail: hamburger-forum [at] hamburg [dot] de, https://www.hamburgerforum.org
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