Frieden durch Stärkung des Völkerrechts

Ukraine, Gaza, Westjordanland, Sudan, Syrien, Rojava, Iran, Venezuela – die Liste der Kriege, Besatzungen und Eskalationen scheint kein Ende zu nehmen. Millionen Menschen verlieren ihr Zuhause, ihre Sicherheit, ihr Leben.

Statt auf Diplomatie und internationale Verständigung zu setzen, missachten Mächtige weltweit das Völkerrecht und setzen auf das „Recht des Stärkeren“. Sie stellen internationales Recht offen infrage, unterstützen Besatzung, Sanktionen und militärische Gewalt nach eigenem Interesse. Doch klar ist: Frieden entsteht nicht durch Waffen, sondern durch die Achtung des Völkerrechts, durch Verhandlungen, Abrüstung und internationale Zusammenarbeit. Deshalb gehen wir 2026 in Mannheim auf die Straße – wir sagen:

Nein zu Wehrpflicht und Kriegstüchtigkeit!

Kriegstüchtigkeit und die damit verbundene Wiedereinführung der Wehrpflicht ist die falsche Antwort auf die Krisen unserer Zeit – sie ist ein gesellschaftlicher Rückschritt und gefährdet die Zukunftsperspektiven von uns und der nachfolgenden Generationen. Zwangsdienst schafft keinen Frieden. Er militarisiert eine ganze Generation und greift in Lebenswege sowie Selbstbestimmung ein. Wir fordern: Bundeswehr raus aus Schulen und Universitäten. Wir fordern: Bildung, soziale Sicherheit, zivile Friedensdienste und Konfliktprävention.

Nein zur Militarisierung und Aufrüstung!

Deutschland und Europa rüsten in historischem Ausmaß auf. Hunderte Milliarden Euro fließen in Panzer, Kampfjets und Raketen – während Schulen verfallen, Pflegekräfte fehlen und die Mieten steigen. Mehr Waffen schaffen jedoch keine Sicherheit. Sie verschärfen Spannungen, treiben ein neues Wettrüsten an und erhöhen die Gefahr militärischer Eskalation. Jeder Euro für Rüstung fehlt dort, wo er das Leben der Menschen konkret verbessert. Wir fordern: Abrüstung statt Aufrüstung. Investitionen in Bildung, Soziales, Klimagerechtigkeit und internationale Zusammenarbeit. Echte Sicherheit entsteht durch soziale Gerechtigkeit, stabile öffentliche
Infrastruktur und zivile Konfliktbearbeitung.

Nein zur Stationierung von Mittelstreckenraketen und Atomwaffen!

Die geplante Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland und erst recht die aktuell aus Regierungskreisen geforderte Atomwaffen, macht unsere Städte und Regionen erneut zu potenziellen Angriffszielen. Solche Systeme verkürzen die Vorwarnzeiten drastisch und erhöhen das Risiko eines Atomkriegs – sei es durch Fehlkalkulation, technische Fehler oder politische Eskalation. Das Coleman-Areal in Mannheim-Sandhofen dient schon heute der US-Army als wichtige logistische Drehscheibe.

Statt Abschreckung brauchen wir Vertrauen und Rüstungskontrolle. Die Geschichte der Friedensbewegung zeigt: Druck von unten kann Abrüstungsverträge möglich machen. Wir sagen Nein zu neuen Raketen in Europa und Ja zu Verhandlungen, Abrüstungsinitiativen und einer atomwaffenfreien Welt. Sicherheit entsteht durch gemeinsame Sicherheit – nicht durch gegenseitige Bedrohung. Es braucht den Widerspruch der Zivilgesellschaft, um die Militarisierung zu stoppen. Weltweit setzen sich Menschen für Frieden und Abrüstung ein.

Sei auch Du dabei!

 

Kontakt: Friedensbündnis Mannheim, eMail: Friedensbuendnis-Mannheim [at] posteo [dot] de, https://friedensbuendnis-mannheim.de
Spenden: H. Sauer-Guerth / Friedensbündnis Mannheim, IBAN: DE45 1101 0101 5364 4853 55, BIC: SOBKDEB2XXX

 

Hinweis des Netzwerk Friedenskooperative: Für alle aufgeführten Aufrufe und deren Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen zeichnenden Organisationen verantwortlich. Wir weisen zusätzlich auf unser Selbstverständnis hin.