Rostock für den Frieden 

Für eine entmilitarisierte Stadt

Rostock ist ein Spiegel einer Zeit, in der alles „kriegstüchtig“ gemacht werden soll. Marinekommando mit NATO-Hauptquartier, Korvettenstützpunkt, Marinearsenal, Kriegsschiffe auf der Hanse Sail, neuerdings der Ausbau des Seehafens zum Umschlagplatz für Waffen und Truppen im Ostseeraum, der Griff der Bundeswehr nach dem zivilen Flughafen Rostock-Laage, Manöver mit Übungen zum Transport von Militärangehörigen in die Rostocker Kliniken – alles das zeigt, wie die Vorbereitung auf einen Krieg immer weiter voranschreitet und immer mehr zivile Güter dem Militär dienstbar gemacht werden.

Wer braucht Krieg? Die, die an ihm verdienen. Rüstungsunternehmen steigern ihre Gewinne ins Unermessliche. Beschlüsse über Sondervermögen und Schuldenfreiheit für Militärausgaben helfen dabei. Der kapitalistische Konkurrenzdruck tut ein Übriges. Die letzten sozialen Errungenschaften werden dafür geschleift. Aber Klassenkampf soll vermieden werden. Also richten Kriegsbefürworter im Verein mit Nationalisten und Faschisten Grenzen auf. Das Land, das Volk, die nationale Sicherheit müssen verteidigt werden, sagen sie. Das Land, das Volk, die nationale Sicherheit? In Wirklichkeit werden Menschen für kapitalistische Profite und geopolitische Geländegewinne in den Krieg geschickt. Völkerrecht und Menschenrechte werden mit Füßen getreten. 

Für grenzenlose Solidarität

Unsere Solidarität gilt denen, die unter den Kriegen leiden – grenzenlos, überall auf der Welt. Wir wollen nicht Teil der Kriegsvorbereitung gegen sie sein. Sie stehen mit uns zusammen im Einsatz für den Frieden. Rassistische Abwertung von Menschen, nationalistische Ausschlachtung patriotischer Gefühle, faschistische Gewaltfantasien und Forderungen nach Frieden nur für die eigene Stadt oder das eigene Land haben bei uns keinen Platz.     

Für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Krieg ist einer der größten Klimakiller. Der Klimawandel bedroht die Existenz allen Lebens auf der Erde. Schon heute versinken Inseln im Meer. Aber denen, die Kriege vorbereiten und führen und an ihnen verdienen, ist das gleichgültig. Sie wollen ihre Interessen durchsetzen. Vereinbarte Klimaziele werden aufgeweicht und auch die Rückkehr zur Energieerzeugung durch Atomkraft ist wieder im Gespräch. Von der zivilen Nutzung der Atomkraft bis zu ihrer militärischen Verwendung ist es nur ein Schritt. Menschen werden durch den Klimawandel in die Flucht getrieben. Auch sie brauchen unsere Solidarität. Landesgrenzen dürfen sie nicht ausgrenzen.     

Für massenhafte Verweigerung der Wehrpflicht

Gegen Krieg und Kriegsvorbereitung hilft Verweigerung. Im Hafen: Streik, statt Waffen zu verladen. In der Schule: Protest gegen den Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr. An der Hochschule: keine Lehre und Forschung für das Militär, stattdessen Zivilklauseln einhalten und neue beschließen. Und immer und überall: Kriegsdienste verweigern. Im Fragebogen zur Wehrerfassung 0 – „Ich habe kein Interesse.“ anklicken. Einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer stellen – wir helfen dabei. Nicht mitmachen, wenn „zivile Verteidigung“ geübt werden soll. Auch in Ländern, in denen Krieg ist, entziehen sich Menschen dem Kriegsdienst oder desertieren. Sie brauchen Asyl und die Chance auf eine friedliche Zukunft.

Für eine friedliche Zukunft für alle gehen wir beim Ostermarsch auf die Straße. Kommt mit!

 

Hinweis: Anmelderinnen und Anmelder der Demonstrationen der sich selbst so nennenden „Friedensbewegung Rostock“ (auch „Rostocker Friedensbewegung“), einer Gruppierung der Querdenken-Bewegung, sind von der Teilnahme an dieser Versammlung ausgeschlossen.

 

Kontakt: Rostocker Friedensbündnis, Postfach 10 82 40 18012 Rostock, rostocker-friedensbuendnis [at] web [dot] de

 

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Hinweis des Netzwerk Friedenskooperative: Für alle aufgeführten Aufrufe und deren Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen zeichnenden Organisationen verantwortlich. Wir weisen zusätzlich auf unser Selbstverständnis hin.