Unterzeichne den Ostermarsch-Aufruf, stärke die Mobilisierung und trage zum Erscheinen der Anzeige in taz, DIE ZEIT und weiteren Zeitungen bei.
Ostermarschaufruf 2026
In den Jahren seit 2020 gab es mehr bewaffnete Konflikte als in den vorangegangenen drei Jahrzehnten, mit mehr Kriegstoten und einer Zunahme der Vertreibung von Menschen. Die Konfrontation zwischen den Großmächten hat ein Ausmaß erreicht, wie wir es seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr erlebt haben – einschließlich der Drohung mit dem Einsatz von Nuklearwaffen.
2026 begann mit einer weiteren Zuspitzung der internationalen Lage – mit dem völkerrechtswidrigen Überfall auf Venezuela und der Entführung des Präsidenten und seiner Frau. Der US-Regierung geht es um die venezolanischen Erdölvorkommen und um die Verdrängung anderer Akteure aus dem amerikanischen „Hinterhof“ Lateinamerika. Mit dem Griff nach Grönland wollen die USA ihre Vorherrschaft im Nordatlantik und in der Arktis ausbauen. Diese Versuche einer Neuaufteilung der Welt erhöhen die Gefahr einer offenen Konfrontation der Weltmächte.
ver.di lehnt Kriege als Mittel der Politik grundsätzlich ab. Alle Konflikte zwischen den Staaten müssen auf dem Wege der Verhandlung gelöst werden. Dies muss die Leitschnur deutscher Außenpolitik sein. Darin liegt die gewachsene Verantwortung Deutschlands und daran messen wir die Aktivitäten der Bundesregierung.
Das Wettrüsten mit Mittelstreckenwaffen in Europa ist enorm riskant und gefährlich. Der INF-Vertrag verbot diese Waffen aus guten Gründen. Das Ziel muss ein INF-Folgeabkommen sein und keine Schaffung eigener Erstschlagfähigkeiten. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Stationierung von atomar bestückbaren US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stoppen und keine atomaren Mittelstreckenwaffen zu kaufen oder selbst zu entwickeln.
Das Anliegen des Ostermarsches bleibt hoch aktuell: Eine Welt ohne Kriege zu schaffen, in der die kommenden Generationen die Chance haben, sich in einer friedlichen, von Krieg und Klimawandel unversehrten Umwelt zu entwickeln.
Wer Frieden will, darf nicht als oberstes Ziel die „Kriegstüchtigkeit“ anstreben und ihm die Haushaltspolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte unterordnen, erst recht nicht angesichts der Tatsache, dass bereits jetzt der Sozialstaat und hart erkämpfte Arbeitsbedingungen angegriffen werden und es zum Abbau öffentlicher Leistungen in allen Bereichen kommt.
Lasst uns gemeinsam am Ostermarsch teilnehmen und ein starkes Zeichen setzen für eine Welt, in der Konflikte friedlich gelöst werden, in der Diplomatie Vorrang vor militärischen Mitteln hat, in der Ressourcen für das Wohlergehen der Menschen statt für Waffen eingesetzt werden.
Wir fordern:
- Abrüsten statt Aufrüsten
- Vorfahrt für Diplomatie, Verhandlungen und kollektive Sicherheitsvereinbarungen
- keine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden
- keine Wiederaufnahme des Wehrdienstes und keine Militarisierung der Gesellschaft
Kontakt: ver.di Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg, Tel.: 040/890615-0, eMail: service [dot] nord-hh [at] verdi [dot] de, https://hamburg.verdi.de
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Hinweis des Netzwerk Friedenskooperative: Für alle aufgeführten Aufrufe und deren Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen zeichnenden Organisationen verantwortlich. Wir weisen zusätzlich auf unser Selbstverständnis hin.