Redebeitrag für den Ostermarsch Köln am 4. April 2026

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

Bevor ich mit meiner Rede beginne, halte ich es angesichts der aktuellen Situation im Iran für notwendig, kurz einige Punkte zu erwähnen:

  • 1. Ich verurteile den völkerrechtswidrigen Angriff durch Netanjahu und Trump.
  • 2. Dieser Krieg richtet sich vor allem gegen die Menschen und das Land Iran.
    Warum werden zahlreiche Universitäten, Schulen, Krankenhäuser und Wohngebäude bombardiert?
    Warum werden nicht-militärische Fabrikanlagen und Energieversorgungsanlagen angegriffen?
    Netanjahu hat offenbar das Ziel, Iran zu zerstören.
  • 3. Zum Thema Regime Change im Iran möchte ich ein paar Worte an meine Landsleute richten:
    Das islamische Regime hat im Laufe von 47 Jahren gezeigt, dass es, wenn es um sein Überleben geht, bereit ist, das Land und seine Menschen zu opfern.
    Daher ist die Idee einer militärischen Hilfe von außen – wie sie von Reza Pahlavi vertreten wird – leichtsinnig und gefährlich.
    Wie ihr seht, ist das Land zerstört, aber die Mullahs sind immer noch an der Macht.
  • 4. Je länger dieser Krieg dauert, desto gefährlicher wird er für den Weltfrieden.
    Trump will die Welt dominieren, und Netanjahu strebt die Kontrolle über den gesamten Nahen und Mitteren Osten an.

Die Welt muss aufwachen und alles daransetzen, diesen Krieg zu beenden.

Keine Waffenlieferungen an Israel!

Keine Nutzung US-amerikanischer Militärbasen in Europa!

Nein zum Krieg!
Manifest gegen Krieg und Militarisierung
Welcher Logik folgen die Kriegstreiber?
Der Logik von Tod und Zerstörung.
Wir sagen:
Diese Logik ist nicht zu rechtfertigen.
Nie war sie es. Nie wird sie es sein.
Die Geschichte zeigt:
Kein Mensch mit Gewissen
verteidigt den Krieg.
Und doch:
Sie erfinden Vorwände.
Sie verbreiten Lügen.
Sie hüllen die Menschen in Täuschung.
Für den Irak hieß es:
„Saddam hat Atomwaffen!“
Mit Propaganda erschaffen sie Feindbilder.
Sie säen Angst –
damit ihre Waffen niemals schweigen.
Und immer wieder
töten sie ohne Scham:
Hiroshima. Gaza.
Ich sage,
Die Menschheit ist nicht dazu verdammt,
im Kreislauf von Krieg & Gewalt zu bleiben.
Daher
Ein bloßer Ruf nach „Frieden!“ genügt nicht.
Frieden ist kein Wort.
Frieden ist Handlung.
Wir müssen unsere Kraft erheben
Denn Krieg zerstört nicht nur die Städte, in denen er wütet.
Auch in den Ländern der Waffenproduktion,
leiden die Menschen:
Soziales, Bildung, Kultur –
alles wird geopfert.
Auch das ist Krieg:
ein stiller Krieg gegen uns alle.
Wir akzeptieren das nicht.
Darum fordern wir mehr
Bewegungen gegen Aufrüstung.
Mehr Bewegungen gegen Armut, gegen den Abbau
sozialer und kultureller Strukturen.
Widerstand gegen die Lügen.
Wir bauen eine andere Wirklichkeit:
eine Welt der Solidarität,
der Menschlichkeit,
des Widerstands.
Unser Weg:
Solidarität. Menschlichkeit. Widerstand.

 

Ferdos Dini ist als Frauenaktivistin aktiv.