Redebeitrag für die Ostermarsch in Flensburg am 4. April 2026

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

Überall, wo Krieg geführt wird, werden auch Kriegsdienstgegner verfolgt, eingesperrt, ermordet. In der Ukraine haben die Brüder Oleksandr und Michail Kononowitsch lange in Folterknast gesessen, sind aufgrund des internationalen öffentlichen Drucks zur Zeit mit elektronischer Fußfessel im Hausarrest. Politischer Widerstand gegen den Krieg ist so kaum möglich, ihre Jugendorganisation ist verboten. Wenn es den Militärbehörden einfällt, können sie zwangsrekrutiert und an die Front verschleppt werden, ihr Leben ist in Gefahr. Deshalb auf diesem Ostermarsch in Flensburg ein Lied für Oleksandr und Michail:

Oleksandr und Michail

kämpfen für Frieden, halten nicht still,

gegen Rüstung, Wehrpflicht und Drill,

bis auch die Regierung Frieden will.

Eure Stimme wird weltweit gehört,

dass Krieg euer Land nicht vollends zerstört.

Wir sind über Kriegstreiber empört

und dass auch Deutschland dazu gehört,

Jugend kämpft in Ost und in West,

hassen Kriegstreiber noch mehr als die Pest,

Ihr kämpft mutig, standhaft und fest

trotz Folterknast und Hausarrest.

Ihr seid nicht allein, wir stehen Euch bei,

von Flensburg bis Kiew hört man den Schrei:

"Hör auf, Selenski, Deine Zeit ist vorbei,

lass Michail und Oleksandr frei!"

Melodie: Ennio Morricone: Here’s to You, Nicola and Bart

Joan Baez, Franz Josef Degenhardt und viele andere Interpreten