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Redebeitrag für den Ostermarsch in Gronau am 3. April 2026
- Es gilt das gesprochene Wort -
Liebe Freunde und Mitstreiter für eine bessere Welt,
ich bin Reinhard Övermann. Ich bin Diplom-Ingenieur und wohne in Steinfurt, 20 Kilometer von hier entfernt. Seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986 befasse ich mit dem Thema Radioaktivität, privat, wie auch teilweise beruflich.
Heute möchte ich euch berichten über “Die Gefahren der Urananreicherung“!
Ein kleines Vorwort:
Die Urananreicherung ist der Schlüssel in einer Kette von radioaktivem Atommüll, von abgereichertem URAN bis zu hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus. Würden wir diese Kette stoppen, dann würden der Menschheit noch millionenfach höhere Kosten für die Endlagerung und sehr viel Leid erspart bleiben.
Heute konzentriere ich mich auf die Gefahren, die von dieser Urananreicherungs-Anlage von URENCO hier in Gronau direkt ausgehen.
Urananreicherung, was heißt das?
Uran ist ein sehr schweres Element und deshalb instabil. Das heißt, es zerfällt mit der Zeit in andere radioaktive Elemente und strahlt dabei Radioaktivität aus.
Natururan besteht aus zwei Sorten mit unterschiedlichen Anzahlen von Atomkernen und damit auch unterschiedlichem Gewicht: Dem Uran 238 und Uran 235.
Das Uran 235 ist zehnmal radioaktiver und lässt sich im Atomkraftwerk viel leichter spalten und erzeugt dabei die Hitze für die Dampfturbinen. Uran 235 ist aber nur sehr wenig im Natururan enthalten, nämlich weniger als ein Prozent. Deshalb muss man für die Brennelemente in Atomkraftwerken (und übrigens auch für Atombomben) den Anteil von Uran 235 erhöhen auf ungefähr vier Prozent. Das geschieht in den Zentrifugen von URENCO hier in den Anreicherungshallen.
Für Atombomben muss der Anreicherungsgrad 90 Prozent betragen. Das wird hier nicht gemacht – noch nicht, aber dazu später mehr.
In den Zentrifugen wird aber nicht das Uranpulver geschleudert, sondern Gas, das sogenannte Uranhexafluorid! Dazu wird Natururan aus der Erde chemisch mit giftigem Fluor verbunden und ist dann das URANHEXAFLUORID UF6. Dieses UF6 wird bei Erhitzung ab 56 Grad zu Gas und wird dann in den Zentrifugen geschleudert.
Das Uranhexafluorid mit dem leichteren Uran 235-Anteil sammelt sich in der Mitte der Zentrifugen, wird abgesaugt und in kleine Fässer gefüllt und bei der Abkühlung wieder zu einem weißen Pulver. Das nennt man angereichert. Diese Fässer werden verkauft an Brennelemente-Hersteller, z. B. zur französischen Firma ANF/Framatome in Lingen!
Das Uranhexafluorid mit geringerem Uran 235-Anteil sammelt sich am Rand der Zentrifugen, wird auch abgesaugt, in die großen Fässer gefüllt die ihr hinter mir seht und bei der Abkühlung ebenfalls zu einem weißen Pulver. Das nennt man abgereichert.
Und was passiert mit diesen Fässern? Nichts!!! Die liegen hier herum, weil sie Atommüll sind!!!! Keiner kann noch irgendwas damit anfangen! Für jede von URENCO verkaufte Tonne angereichertes UF6 für die Atomkraftwerke der Welt, entstehen neun Tonnen abgereichertes UF6 als Atommüll hier in Gronau für die Endlagerung durch den Deutschen Steuerzahler.
Der Unterschied zwischen angereichert und abgereichert beträgt weniger als ein halbes Prozent. Deshalb ist beides praktisch gleich radioaktiv und gleich giftig. Aber “Abgereichert“ hört sich viel harmloser an – Ist es aber gar nicht!(!)
Es ist radioaktiv, hochgiftig und in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit entsteht bei Störfällen oder Freisetzungen zusätzlich ein sehr stark ätzender Flusssäure-Nebel.
Schon wenige Milligramm Uranhexafluorid können einen Menschen töten!!!
Und wie viel Milligramm liegen hier unter freiem Himmel in den Fässern schon viele Jahre herum???
In jedem Fass befinden sich nicht Milligramm, nicht Gramm, nicht Kilogramm nicht 1.000 Kilogramm, sondern 12.500 Kilogramm. Und davon liegen hier über 4.000 Fässer. Fast 51.000.000 kg Uranhexafluorid lagern hier!!!! Unter freiem Himmel!!!! Abgesichert durch Maschendrahtzäune!!! Kann man auf Google Maps sehen! Und hier vor Ort beim Blick durch das Gitter vom Eingangstor.
Und hier haben wir schon eine der größten Gefahren!(!!)
Seit vier Jahren haben wir Putins Drohnenkrieg in der Ukraine, seit vier Wochen haben wir Trumps Drohnenkrieg im Iran!
Putin schreckt nicht zurück, mit Drohnen die Schutzhülle von Tschernobyl zu zerstören. Putins Schattenflotte fährt durch die Ost- und Nordsee mit Schiffen, von denen aus Drohnen gestartet werden können.
Im Iran ist die Urananreicherungs-Anlage tief in einem Berg versteckt. Hier in Gronau liegt sie auf einem riesigen Präsentierteller!
Ist den Politikern in Deutschland das nicht bewusst?
NEIN, die meisten wissen überhaupt nicht, was hier am Rande der Republik wirklich los ist!
Im Gegenteil! Die machtlüsternen Politiker Merz und Söder haben auch noch Spaß daran, dass hier Atombomben gebaut werden können!
Glaubt ihr nicht? Dann hört gut zu:
Eine der wenigen Politikerinnen, welche die Gefahren von URENCO kennen, ist Mareike Hermeier, Mitglied des Bundestages! Sie hat eine Anfrage an die Bundesregierung zu URENCO gestellt. Mareike hat vor einigen Wochen gefragt, ob es zutrifft, dass URENCO an der Entwicklung von hoch angereichertem URAN arbeitet?
Was ist die Antwort der Bundesregierung vor drei Wochen am 9. März auf Seite 6?
„Diese Arbeiten begrüßt die Bundesregierung.“
Im Klartext: Hier in Gronau wird bereits jetzt und heute im Sinne der deutschen Bundesregierung der Bau von Atombomben vorbereitet!!!
Das ist eine direkte Einladung für Putins Drohnen nach Gronau!
Und dann? Wenn die Fässer mit Uranhexafluorid zerbombt werden und sich die radioaktive, giftige und ätzende Wolke über Gronau und die ganze Region ausbreitet?
Dazu schreibt URENCO 2023 in der Information der Öffentlichkeit nach der Strahlenschutzverordnung:
Zitat:
“Es kann aber nach den Rechnungen der Gutachter bei den ungünstigsten Wetterlagen zu schweren gesundheitlichen Schäden kommen, wenn der dabei auftretende, deutlich sichtbare Flusssäurenebel nicht gemieden wird.“
Zitat Ende.
Im Klartext: Wer dann noch hier ist, ist selber schuld, weil er den sichtbaren Flusssäurenebel nicht gemieden hat!
Aber das ist noch lange nicht alles:
Wer anschließend noch lebt und vielleicht einen Schadensersatz haben will, weil sein Haus oder seine Stadt oder sein Land nicht mehr bewohnbar ist, der braucht einen sehr sehr sehr langen Atem!!!
Frage: Wem gehört diese Firma URENCO hier in Gronau? Wer haftet für Schäden?
URENCO Deutschland hier in Gronau ist eine GmbH! Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das heißt, sie würde nur bis zu ihrem Stammkapital von 56 Millionen Euro haften. Das alleine ist für eine atomare Verseuchung schon ein Witz.
ABER: URENCO Deutschland gehört sich gar nicht selbst, sondern der Firma “URENCO Enrichment Company Limited in Stoke, England“ also außerhalb der EU, die hat die 56 Millionen Euro.
Aber auch diese Firma gehört sich nicht selbst, sondern der “URENCO Ltd.“ in London! Die hat die 56 Millionen.
Aber auch diese Firma gehört sich nicht selbst, sondern zu jeweils einem Drittel der Firma “Ultrazentrifuge Nederland N.V.“ in den Niederlanden, der Firma “UK Enrichment Investments Ltd.“ In England und der Firma “URANIT Ltd.“ in London.
Aber: URANIT Ltd. in London wiederum gehört zu 100 Prozent URANIT GmbH in Jülich.
Aber: URANIT GmbH in Jülich wiederum gehört zu je 50 Prozent der Firma PreussenElektra in Hannover und KMG in Essen.
Aber: PreussenElektra wiederum gehört zu 100 Prozent E.ON AG, und KMG gehört zu 100 Prozent RWE!
Also, wer irgendwann Schadensersatz von URENCO, bzw. E.ON oder RWE haben möchte, steht auf verlorenem Posten.
Dazu schreibt die Bundesregierung in Ihrer Antwort auf die Anfrage von Mareike Hermeier bereits in dem ersten Absatz absolut zynisch:
„Wirtschaftliche Entscheidungen stehen darüber hinaus grundsätzlich NICHT unter staatlicher Aufsicht. Diese sind vom Unternehmen zu treffen.“
Also: URENCO darf machen, was es will!
Die Gefahren für uns Menschen die von URENCO in Gronau ausgehen und die Einstellung der Bundesregierung machen mich sprachlos und ohnmächtig.
Jetzt sind wir aber hier und ihr, die ihr hier seid, wisst jetzt um die Gefahren und Folgen der Urananreicherung.
Was können wir überhaupt noch dagegen tun?
Es gibt einen Weg der uns seit 2000 Jahren gezeigt wird! Es ist vielleicht ein mühsamer Weg! Aber er hat damals funktioniert und er wird wieder funktionieren:
Wir sind heute hier auf einem Karfreitag bei einem Ostermarsch. Am Karfreitag, ist Jesus gestorben, Ostern ist er wieder auferstanden. Auch wenn jemand mit Glauben und Kirche nichts zu tun hat, der Weg heißt Zuversicht und Aktivität!
Evangelium nach Markus 16,15:
Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium! Die Glaubenden aber werde ich durch folgende Wunder bestätigen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben und in unbekannten Sprachen reden.
In diesem Sinne bitte ich jeden von euch:
Geht in die ganze Welt und verkündet was ihr heute hier über URENCO erfahren habt. Ihr werdet Dämonen austreiben und durch Wunder bestätigt!
Danke!
Reinhard Övermann ist Diplomingeneur und lebt in Steinfurt.