In unserer Zeitschrift "FriedensForum" berichten wir über akutelle Aktionen und Kampagen aus der Friedensbewegung. Gerne senden wir dir ein kostenloses Probeexemplar zu!
Redebeitrag für den Ostermarsch Siegen am 4. April 2026
- Es gilt das gesprochene Wort -
Liebe Friedensfreunde,
wir als Siegener Friedensbündnis „Nein zum Krieg“ begrüßen euch heute recht herzlich.
Vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Konflikte, einer zunehmenden Militarisierung der Politik und steigender Rüstungsausgaben, die zulasten von Bildung, Gesundheit und Infrastruktur gehen, haben wir heute im Rahmen der Ostermärsche zu dieser Kundgebung aufgerufen.
Nicht nur Menschenrechte geraten weltweit unter Druck, sondern auch die sozialen Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens .Die folgenden Beiträge beleuchten das Thema Frieden aus verschiedenen Blickwinkeln. Lasst uns gemeinsam ein sichtbares und hörbares Zeichen für den Frieden setzen. Denn nachhaltiger Frieden kann aus unserer Sicht nur durch Diplomatie, internationale Zusammenarbeit und durch die Achtung des Völkerrechts erreicht werden.
Wir erleben derzeit, dass friedensfördernde Maßnahmen politisch immer öfter zurückgedrängt werden.
Auch die öffentliche Meinungsbildung wird diesem Ernst der Lage nicht ausreichend gerecht. Gerade deshalb ist es wichtig, den Friedenswillen in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen.
Nach allem, was wir aus Umfragen wissen, lehnt eine Mehrheit der Bevölkerung deutsche Kriegseinsätze ab. Trotzdem wird über Fragen von Krieg und Frieden immer wieder gegen den erkennbaren Willen vieler Menschen entschieden. Wir setzen auf Friedensfähigkeit, auf Verhandlungen und auf Verständigung.
Wir wollen keine Kriegsbeteiligung, keine Kriegsbereitschaft, keine Kriegspolitik und keine Kriegsrhetorik.
Es gilt, demokratische Strukturen zu stärken, damit von unserem Land friedliche Absichten und friedliches Handeln ausgehen – im Einklang mit dem Grundgesetz und mit den Verfassungen anderer Staaten. Bei so elementaren Entscheidungen – dort, wo es um Krieg, Verstrickung in Kriege und die Folgen für ganze Gesellschaften geht – muss die Politik die lebenswichtigen Interessen der Bevölkerung stärker einbeziehen.
Politikerinnen und Politiker sind dem Gemeinwohl verpflichtet.
Wir haben uns in Europa einst geschworen: Nie wieder Krieg!
Frieden ist kein Geschenk. Er bleibt nicht von selbst bestehen. Er muss geschützt, bewahrt und immer wieder neu gestärkt werden. Unsere Sehnsucht nach Frieden und unser Mut zum Frieden sind heute mehr denn je gefordert.
Selbst dort, wo Krieg begonnen hat und schweres Unrecht geschehen ist, müssen am Ende Befriedung, Verständigung und Versöhnung das Ziel bleiben. Nur so kann Hoffnung wachsen. Nur so können Wege zum Frieden entstehen.
Mahatma Gandhi sagte schon: Gewalt ist die Waffe der Schwachen und Gewaltlosigkeit die der Starken.
Wir benötigen Frieden in uns, Frieden um uns und Frieden für uns alle. Für uns gilt weiterhin: „Frieden schaffen ohne Waffen“. Dies ist unsere Herzensangelegenheit.
Vielen Dank.
Wolfgang Silbermann ist aktiv beim Friedensbündnis "Nein zum Krieg".