Aktivitäten der Friedensbewegung im Überblick
Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative vom 22. Juli 2025
Pressemitteilung des Netzwerk Friedenskooperative vom 22. Juli 2025

Anlässlich der Gedenktage an die Opfer der Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki finden am 6. und 9. August in ganz Deutschland Aktivitäten der Friedensbewegung statt.

Bei den Angriffen auf die beiden japanischen Städte starben über 200.000 Menschen – viele verbrannten sofort, andere starben in den folgenden Wochen und Monaten an den grausamen Folgen der radioaktiven Strahlung. Die Überlebenden, die Hibakusha, leiden bis heute an den körperlichen und seelischen Folgen. Ihre Berichte sind erschütternd – und zugleich ein unermesslich wertvolles Zeugnis gegen das Vergessen.

„Die eindringlichen und sehr bewegenden Berichte der Hibakusha, denen ich persönlich begegnet bin, mahnen eindrucksvoll, wie verheerend die Folgen von Atomwaffen sind. Ihre Stimmen sind ein Aufruf zum Handeln und eine Motivation, sich entschieden für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Es ist ermutigend zu sehen, dass so viele Menschen in so vielen Städten die Jahrestage zum Anlass nehmen, um aktiv für eine Zukunft ohne Atomwaffen zu werden.“, so Annegret Krüger vom Netzwerk Friedenskooperative.

Das Netzwerk Friedenskooperative führt rund um die Jahrestage nach derzeitigem Stand 121 Gedenk- und Mahnveranstaltungen in seinem Terminkalender, wobei davon auszugehen ist, dass die Zahl der Veranstaltungen bis zu den Gedenktagen noch auf bis zu 180 steigen wird. Bereits vorab finden erste Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen statt. Der runde Jahrestag veranlasst Menschen in ganz Deutschland, auch in kleineren Orten und Städten, zum ersten Mal eine Gedenkveranstaltung zu organisieren, wie beispielsweise in Soest. Dafür stellt das Netzwerk umfangreiche Informationen zur Verfügung:

Alle Infos (u.a. Aufrufe, Redebeiträge) unter:
www.friedenskooperative.de/hiroshimatag2025

Alle Termine: www.friedenskooperative.de/termine/hiroshimatag

Nützlicher Hinweis:
Die Gedenktage werden in lokaler und regionaler Verantwortung organisiert.

Der Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative kann hier nachgelesen werden. 
 

Plakataktion in Großstädten: „Für eine Zukunft ohne Atomwaffen“

Außergewöhnliche Plakate werden vom 4. bis zum 10. August in den Innenstädten von Berlin, Hamburg, München, Köln, Hannover und Mainz auftauchen. Sie erinnern an Hiroshima und Nagasaki und fordern eine „Zukunft ohne Atomwaffen“. Die Plakate zeigen junge Menschen, die an einem weltweiten Vernetzungstreffen für den UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Hiroshima teilgenommen haben. Auf Schildern fordern sie ihre jeweiligen Heimatländer auf, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterstützen. Im Hintergrund ist der Atomic Bomb Dome zu sehen. Die Ruine ist heute ein Friedensdenkmal in Hiroshima.

Das Plakatmotiv und weitere Informationen der vom Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ organisierten Plakataktion können hier gefunden werden: 
www.atomwaffenfrei.de/plakataktion-80-jahre-hiroshima-nagasaki/

Die genauen Standorte der Friedensplakate und weitere Informationen erhalten Sie hier:
www.atomwaffenfrei.de/wp-content/uploads/2025/07/Standortliste-CLP-Plakatkampagne-Fuer-ein-Europa-ohne-Atomwaffen.pdf
 

30.000 Origami-Kraniche auf dem Weg nach Japan

Außerdem befinden sich derzeit 30.000 Kraniche auf dem Weg zum Children’s Peace Memorial in Hiroshima. Die japanischen Friedenssymbole wurden in den vergangenen Monaten im Rahmen der Aktion „Sadakos Kraniche“ von Friedensgruppen, Schulklassen und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Einzelpersonen gefaltet. Der Papierkranich als Friedenssymbol geht auf die Geschichte des japanischen Mädchens Sadako Sasaki (*1943, †1955)  zurück, welches bei dem Atombombenabwurf auf Hiroshima enormer Strahlung ausgesetzt wurde. Insgesamt sind fast 100.000 Kraniche zusammengekommen. Alle Infos und Hintergründe zur wahren Geschichte des japanischen Mädchens Sadako Sasaki finden sich hier: www.sadakos-kraniche.de
 

Atomwaffen heute

Weltweit gibt es aktuell mehr als 12.000 Atomwaffen – Tausende davon in ständiger Einsatzbereitschaft. Angesichts der aktuellen Spannungen warnen Expert*innen vor der Gefahr eines Atomkrieges, der auch durch ein Versehen oder eine falsche Einschätzung beginnen könnte. Die neun Atomwaffenstaaten investieren derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Arsenale. Auch Deutschland hat neue F-35-Atombomber zum Einsatz von US-Atomwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe bestellt. 
 

 

Pressekontakt:

Das Büro des Netzwerk Friedenskooperative beantwortet gerne Presseanfragen zu einzelnen Terminen und vermittelt Interviewpartner*innen.

Für weitere Informationen und Presseanfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Kristian Golla, Netzwerk Friedenskooperative
Tel.: 0228-692904
E-Mail: info [at] friedenskooperative [dot] de