Die US-Strategie unter Trump

Einleitung zum Schwerpunkt

von Redaktion FriedensForumMichael Schulze von Glaßer
Schwerpunkt
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Sieben, acht und mehr Kriege will US-Präsident Donald Trump beendet haben. Und tatsächlich hat er im Oktober 2025 eine (fragile) Waffenruhe im Gazastreifen und eine Freilassung der Hamas-Geiseln an Israel bewirkt. Dennoch sind die USA alles andere als ein Friedensbote: Das völkerrechtswidrige Bombardement des Iran, Angriffe auf Schiffe vor der Küste Venezuelas, Annexionsdrohungen gegen Grönland und eine weitere Aufrüstung auch mit neuen Atomwaffen sind hier zu nennen. Im Inland patrouilliert die Nationalgarde durch einige (von den oppositionellen Demokraten regierten) US-Städte, Antifaschist*innen werden zu Terrorist*innen erklärt und ICE-Agent*innen in Militärmontur und mit Sturmhauben greifen Menschen von den Straßen, was einem hierzulande an die dunkelsten Stunden erinnert. Donald Trump fordert den Friedensnobelpreis für sich.

Wohin es mit den USA geht und wie sich Trumps Sicherheitspolitik auswirkt, ist Thema einiger Beiträge dieses Schwerpunkts. Dabei geht es vor allem auch um Auswirkungen Deutschland betreffend: Ein Argument der Befürworter*innen der aktuellen, massiven Aufrüstung ist die Militärpolitik Wladimir Putins, ein weiteres die Donald Trumps – Deutschland und Europa müssten eigenständiger werden, was eigenes Militär angeht, rufen die Bellizist*innen.

Bei all dem sollten Sie als Lesende sich aber nicht frustrieren lassen: Es gibt auch Widerstand gegen die neue US-Politik. Ich schreibe diesen Text gerade nachdem am „No Kings“-Tag im Oktober rund sieben Millionen Menschen gegen Trumps Politik auf den Straßen waren. Und auch in anderen Ländern sind viele gegen die Auswirkungen der neuen US-Politik aktiv!

Michael Schulze von Glaßer

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