Der Schwerpunkt der neuen Ausgabe des "FriedensForums" (Heft 4/2026) befasst sich mit alternativen Sicherheitskonzepten. Gerne senden wir dir ein kostenloses Probeexemplar zu!
Redebeitrag für die Hiroshima / Nagasaki-Gedenkveranstaltung am 6. August 2025 in Weinheim
- Sperrfrist: 6.8., Redebeginn: 18:30 Uhr -
- Es gilt das gesprochene Wort –
Berg frei ! Der Ruf der NaturFreunde
für den Schutz der Umwelt und die Vielfalt der Natur
für eine sozial gerechte Welt !
für Frieden und Freiheit !
80 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima im Gedenken an die Opfer. Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!
Der Ort der Veranstaltung am Mahnmal für die Opfer von Gewalt, Krieg und Verfolgung könnte nicht passender sein:
Diese Menschengruppe als Silhouette dargestellt, ist orientierungslos, entwurzelt und versucht, Balance zu halten in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft. Hubertus von der Goltz - Bildhauer und Installationskünstler des Mahnmals.
Ich denke genauso haben sich die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki gefühlt.
Das kann man in den Zitaten und den Schilderungen von Zeitzeugen nachlesen.
Orientierungslos, entwurzelt und mit dem Versuch die Balance zu halten in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Was viele Zeitzeugen und Überlebende eint, ist der Wunsch nach Frieden.
Der Wunsch nach nie wieder.
Der Wunsch noch eine Welt zu erleben ohne Atomwaffen.
Niemand soll je wieder das erleiden was sie überlebt haben.
Diesem Wünschen nach einer Welt ohne Atombomben steht das Streben nach Macht und militärischer Überlegenheit fundamental entgegen.
Nach den Abwürfen war das Streben der Staaten und der Militärs nicht das nie wieder, sondern der Wunsch ebenfalls eine Atombombe zu besitzen.
Ca. vier Jahre nach den USA verfügte auch die Russland über Nuklearwaffen. England, Frankreich, China folgten. Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea besitzen heute ebenfalls Atomwaffen.
Heute (seit den Siebzigern) ist ein mehrfacher Overkill möglich. Dies bedeutet dass es so viele Atomsprengköpfe gibt um sowohl die strategischen Ziele des Gegners mehrfach zu vernichten, als auch die Welt wie wir sie kennen mehrfach zu vernichten.
Wo stehen wir heute ?
Es findet derzeit eine Wende zurück zu einem bisher nie dagewesenen Wettrüsten statt.
Ich kann für mich nur feststellen, dass auch wir uns wieder oder immer noch in eine Situation befinden wie es der Künstler Hubertus von der Goltz - Bildhauer und Installationskünstler diese Mahnmals in Weinheim ausgedrückt hat: „Orientierungslos, entwurzelt und mit dem Versuch die Balance zu halten in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft“
Massenvernichtungswaffen verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht !
Wir fordern daher !
- Werden wir den Wünschen der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki nach einer Welt ohne Atomwaffen gerecht !
- Verschrottet endlich alle Atomwaffen oder verhandelt zumindest über deren Abrüstung !
- Deutschland soll dem Atomwaffensperrvertrag beitreten und damit die atomare Teilhabe beenden!
Viele Dank und Berg frei !
Matthias Bührer ist aktiv bei den NaturFreunden Weinheim e.V.