Redebeitrag für den Ostermarsch XX (Stadt) am XX. April 2026 (Datum)

 

- (ggf.) Sperrfrist: XX. April 2026, Redebeginn: XX Uhr -
- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Für eine Welt in der niemand fliehen muss - weder vor Bomben, noch vor Fluten.

 

Liebe Freund*innen,

Dürren. Dauerregen. Fluten. Überschwemmungen. Wälder brennen, Erden beben, Leben verschwinden im Wasser.

In den letzten 10 Jahren flohen über 250 Millionen Menschen (UNO, 2025). Weil der Klimawandel ihr zu Hause unbewohnbar machte. Während wir hier stehen, verlieren tausende Menschen täglich ihr zu Hause, ihre Sicherheit. Nicht nur wegen Bomben, sondern wegen dem, was wir nur zu gut verdrängen.

Der Klimawandel. Die Klimakrise.

Da, wo Wasser fehlt, wächst die Not. Da, wo Ernten und Tiere sterben, wächst die Verzweiflung. Da wo Verzweiflung und Not sich verbinden, wächst der Konflikt. Da wo Konflikt sich bildet, ist der Krieg nicht weit.

Krieg und Klima. Zwei Krisen. Eine Welt.

Verbunden durch Not. Verbunden durch Angst. Verbunden durch Konsequenzen. Verbunden, weil die Welt sich ständig ändert. Richtung Krieg, Richtung Klimawandel, Richtung Not und Deplatzierung. Weltweit leben ca. 400 Millionen Kinder in Konflikt und Kriegsgebieten (UNICEF).Doch Krieg zerstört nicht nur Städte. Er zerstört das Klima. Der Ukraine Krieg führt uns wieder vor Augen, wie Krieg zum Klimakiller wird. Bombardierte Städte. Brennende Ölfelder. Zerstörte Infrastruktur. Wiederaufbau. All das setzt Unmengen an CO₂ frei.

Doch auch ohne Krieg zeigt das Militär: so geht Umweltverschmutzung richtig.

Ein B-52-Bomber verbraucht in einer Stunde so viel Treibstoff wie eine durchschnittliche Autofahrerin in sieben Jahren.                                     

Die Bundeswehr hat 2019 fast doppelt so viel Tonnen CO₂-Äquivalent ausgestoßen, wie der gesamte innerdeutsche Flugverkehr.

Eine Tankfüllung eines F35 Kampfflugzeuges verbraucht 2,8-mal so viele Tonnen CO₂ Äquivalent wie die Durchschnittsbürgerin im Jahr.

Die gesamte Armee der USA ist der größte einzelne Energieverbraucher der USA.

Aufrüstung bedeutet mehr davon. 

Mehr Panzer. Mehr Jets. Mehr Übungen. Mehr Emissionen. Mehr Zerstörung.

Weniger Biodiversität. Weniger Sicherheit. Weniger Leben.

Und während Milliarden in Waffen fließen, fehlt Geld für Klimaschutz, Geld für Sicherheit, Geld für die, die bereits alles verlieren. Das ist eine politische Ansage. Wir investieren in Krieg, wundern uns dann über Unsicherheit. Wir zerstören das Klima, wundern uns dann über Flucht. Wir schauen weg, wundern uns dann über Konsequenzen.

Doch wir haben eine Stimme. Und die setzen wir ein!

Wir fordern:

  • Weniger Waffen, mehr Klimaschutz.
  • Weniger Zerstörung, mehr Gerechtigkeit.
  • Echter Frieden entsteht nicht durch Abschreckung. Er entsteht durch gemeinsame Sicherheit.

Denn echter Frieden entsteht nicht durch Abschreckung.
Echter Frieden entsteht durch Sicherheit. Durch ein Zuhause, das bleibt. Durch Wasser, das fließt. Durch Nahrung die wächst. Durch Chancen.

Wir stehen hier für eine Welt, in der niemand fliehen muss – weder vor Bomben, noch vor Fluten.

Vielen Dank!

 

Quellen: https://www.ziviler-friedensdienst.org/de/themen/klimakrise/gastbeitrag-...

https://www.energiezukunft.eu/politik/krieg-heizt-die-klimakrise-an

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/themen/fluchtursache...

 

Hinweise:

  • Länge: 3.006 Zeichen (mit Leerzeichen)
  • Redezeit: 2.40 Minuten
  • Erstellung: LJ
  • Stand: März 2026