Kein Krieg. Nirgendwo.

Nordenham. Der Krieg in der Ukraine hat zu unzähligen Toten und Verletzen und zu Millionen Geflüchteten geführt. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind an einem besorgniserregenden Tiefpunkt angelangt. Die Gefahr eines Atomkriegs hat zugenommen. „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“, lautete der Konsens nach dem zweiten Weltkrieg. Aus dieser historischen Verantwortung ergab sich eine Verpflichtung für den Frieden. Lieferungen von Kriegsgerät bringen jedoch wenig Frieden, wie die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in Munster (Lüneburger Heide). Die ukrainische Regierung lehnt Friedensverhandlungen ab. Die  Menschen in der Ukraine brauchen dringend Friedensperspektiven. Frieden kann erst entstehen, wenn die Beteiligten miteinander sprechen, anstatt die Gewaltspirale weiter anzuheizen. Dies ist nur durch einen  Waffenstillstand, Verhandlungen und langfristig durch Versöhnung möglich – in der Ukraine und den Konflikten weltweit.

Feiertag abgeschafft

Der Krieg und der seitens der EU entfachte Wirtschaftskrieg führen zu massiven sozialen Verwerfungen. In Dänemark wird gerade ein Feiertag abgeschafft, um den Rüstungsetat zu finanzieren. Ist mit Ähnlichem auch in  Deutschland zu rechnen, damit die 100 Milliarden Euro „Sondervermögen“ sowie die angestrebten jährlichen zwei bis drei Prozent des Bruttoinlandproduktes (derzeit wären das rund 77 bis 116 Milliarden Euro) für Rüstung finanziert werden können? Wir zahlen den Preis. Die DGB-Gewerkschaften müssten den Protest gegen die Belastungen für große Bevölkerungskreise anführen.

Diplomatie statt Eskalation

Gegen die Friedensbewegung, Gruppen und einzelne Personen läuft eine beispiellose Diffamierungskampagne. Auch Personen aus der Wesermarsch sind davon unmittelbar betroffen. Wir bleiben bei unseren Forderungen: Für die Verhinderung eines Atomkrieges, für ein Ende des Krieges durch eine diplomatische Lösung, für einen Waffenstillstand und gegen Waffenlieferungen.

Wir rufen zur Teilnahme am Nordenhamer Ostermarsch auf. Selten war es dringender!
Gemeinsam für den Frieden! Den dritten Weltkrieg verhindern! Diplomatie statt Eskalation!