Rüstungsexporte

Karottensaft für den Frieden

von Joachim Fischer

Mit Karottensaft protestierten Mitglieder der Pusdorfer Friedensgruppe (Bremen) bei der Jahreshauptversammlung der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG) am 23. Mai 2013 gegen deren Umschlag von Rüstungsgütern.

Die BLG befindet sich mehrheitlich in Bremer Staatsbesitz und ist für einen großen Teil des Hafenumschlags in Bremen und Bremerhaven zuständig. Der Sprecher der Friedensgruppe, Joachim Fischer, wies in seiner Ansprache darauf hin, dass Rüstungsexporte Kriege in Gang bringen und halten könnten und deshalb eingestellt gehören. Er mahnte: "Wer Bilder aus Kriegsgebieten sieht, sollte daran denken, dass die dort benutzten Waffen vielleicht über bremische Häfen transportiert wurden."

Die Pusdorfer Friedensgruppe rief die BLG auf, zukünftig keine Rüstungsgüter mehr zu verschiffen. Die FriedensaktivistInnen forderten die in Aufsichtsrat und Beirat der BLG sitzenden PolitikerInnen, darunter Bürgermeisterin Linnert (Grüne), Häfensenator Günthner (SPD) und Bürgermeister Böhrnsen (SPD) auf, bremische Friedenspolitik zu betreiben und sich dafür einzusetzen, dass im Bundesland Bremen keine Kriegsmaterialien mehr umgeschlagen würden, "wie das für Atomtransporte ja bereits geschehen ist". Führende Vertreter der BLG, darunter der zukünftige Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke, bekamen je eine Flasche Karottensaft von der Friedensgruppe geschenkt. Fischer erklärte dazu: "Karotten, so heißt es, verbessern das Sehvermögen. Mögen Sie es als Hinweis dafür nehmen, genauer hinzuschauen, was mit den durch Ihre Unterstützung exportierten Waffen geschehen kann."

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Joachim Fischer ist Mitglied der FI Pusdorf.